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Alle Artikel kategorisiert unter »Staatstheater Stuttgart«
Zeitloser Mythos: zur Uraufführung von Hans Thomallas „Fremd“ an der Stuttgarter Staatsoper
06.07.11 (Verena Großkreutz) -
Was wäre das Musiktheater ohne die antiken Mythenstoffe? Die traumnahe Sphäre des Mythos und die mit der Ratio nicht fassbare emotionale Wirkung von Musik gingen in der Oper von Anbeginn eine treue Ehe ein, die bis heute gehalten hat. Am Anfang stand Orpheus, der dank der überlieferten rätselhaften Macht seines Gesanges zu einer Art Schutzheiligen der Oper avancierte. Und ganz aktuell sind es die Argonauten – zu denen Orpheus ja schließlich auch gehört – und Medea, die auf der Bühne der Stuttgarter Staatsoper wieder einmal zum Leben erweckt werden.
Das Karussell als Sinnbild: Calixto Bieito inszeniert Händels „Il trionfo del Tempo …“ am Staatstheater Stuttgart
30.05.11 (Frieder Reininghaus) -
Es ist zumindest marktschreierisch (wenn nicht irreführend), „Il trionfo del Tempo e del Disinganno“ dem dunklen Kontinent der musica proibita zuzuschlagen. Das Kammer-Oratorium mit dem etwas sperrigen Titel „Der Triumph von Zeit und Erkenntnis oder Enttäuschung“ wurde 1707 vermutlich unter Konzertmeister Arcangelo Corelli in Rom uraufgeführt, als Papst Clemens XI. in theologischem Kalkül dort Opernvorstellungen aus dem öffentlichen Leben verbannt hatte. Seit dem „Heiligen Jahr“ 1700, das von Schuldbekenntnis, Reue und Ablass geprägt sein sollte, waren die Theater geschlossen. Repräsentative musiktheatrale Produktionen fanden in geistlichen Seminaren und Kollegien statt (die besseren Kreise mussten also nicht wirklich Diät leben – man trank den Wein heimlich und predigte öffentlich Wasser).
Prosperos Welt: „zeitoper“-Finale mit der Uraufführung von Ming Tsaos „Die Geisterinsel“ in Stuttgart
05.05.11 (Verena Großkreutz) -
Mit ihrer „zeitoper“-Reihe verfolgt die Stuttgarter Staatsoper seit 2006 das Ziel, öffentliche Räume in Stuttgart musikalisch zu erkunden. Mit dem Musiktheater „Paulinenbrücke“ von Daniel Ott und seiner Thematisierung umstrittener Städtebaupolitik etwa war dem künstlerischen Leiter der zeitoper Xavier Zuber und seinem Team im Mai 2009 eine Produktion gelungen, die angesichts der späteren Diskussionen um das Bahn-Projekt Stuttgart 21 wahrhaft seherische Qualitäten haben sollte: ein Glücksfall für die Kunst, die hier ihrer Aufgabe, als sensibelstes Glied der menschlichen Gemeinschaft Entwicklungen und Strömungen in der Gesellschaft vorauszuahnen, perfekt erfüllte.
Blutige Endzeitvision: Calixto Bieito inszeniert „Parsifal“ in Stuttgart
29.03.10 (Peter P. Pachl) -
In der ersten Pause kursierte das Bonmot, wenn der eben verstorbene Festspielleiter Wolfgang Wagner noch zehn Jahre länger inszeniert hätte, so hätte sein letzter „Parsifal“ sicher auch so ausgesehen. In der Tat hatte sich das angereiste Wagner-Publikum aufgrund hochtrabender Vorberichte über die Intentionen Calixto Bieitos eine deutlichere, zumindest echt innovative Lesart erwartet.
Utopia lässt grüßen: Händels „Teseo“ an der Stuttgarter Staatsoper musikalisch geerdet
05.05.09 (Verena Großkreutz) -
Drei Männer, drei Frauen: Sechs hohe Stimmen. So schön und exotisch kann eine Opera seria sein, wenn man heute die im Barock von Kastraten gesungenen Partien allesamt mit Countertenören besetzt. In der Stuttgarter Staatsoper wurde die bejubelte Premiere von Georg Friedrich Händels selten gespielter Oper "Teseo" zum echten musikalischen Highlight, das niemand verpassen sollte, der nach außergewöhnlichen Klangerlebnissen hungert.
Oper im Autohaus - Staatsoper Stuttgart und Theater Rampe inszenieren ungewöhnliches Musiktheater
15.12.08 (Diana Wild - ddp) -
Stuttgart (ddp). Im Stuttgarter Autohaus «Schwabengarage» zeigen die Staatsoper und das Theater Rampe am Donnerstag (18. Dezember) die gemeinsame Uraufführung des Stücks «Die Jagd». Es zeigt unter anderem die «Schizophrenie, dass man mit dem Auto in die Natur fährt», sagte Regisseurin Eva Hosemann der Nachrichtenagentur ddp am Montag in Stuttgart.
Macht Geist nur noch Spass? Harald Schmidt mit Hamlet in Stuttgart
26.10.08 (ddp-thg) -
(nmz-ddp-thg) Alles eine Frage der Bildung: Schauspieler und Entertainer Harald Schmidt hat mit dem Hamlet-Musical «Der Prinz von Dänemark» am Samstag in Stuttgart eine umjubelte Premiere gefeiert. Das Publikum im ausverkauften Staatstheater würdigte die Uraufführung minutenlang mit Applaus und Jubelrufen. Es jubelt herrlich ein entertaintes Publikum:
