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Alle Artikel kategorisiert unter »Stefan Herheim«
Xerxes als Rex Sex: Stefan Herheim macht an der komischen Oper Berlin aus Händels „Serse“ eine turbulente Barock-Show
14.05.12 (Peter P. Pachl) -
Auf sechs hinter Xerxes getragenen Seitengassen leuchten die Buchstaben des persischen Königsnamens auf und werden – noch während der Arie von spontanem Publikumsapplaus kommentiert, – zum Palindrom des Namens Xerxes, zu Sexrex und zu REX SEX vertauscht. Wie bei seinem Bayreuther „Parsifal“ hat der Regisseur Stefan Herheim, im Verbund mit seinem Dramaturgen Alexander Meier-Dörzenbach, das historische Umfeld und die Rezeption des „Xerxes“ an der Komischen Oper Berlin gleich mit inszeniert.
Zirkus Lulu: Stefan Herheim inszeniert Bergs Oper an der Dresdner Staatsoper
06.02.12 (Michael Ernst) -
Die Figur der Lulu als Wille und Vorstellung. Nordisch unterkühlt inmitten von lebhafter Buntheit. In Stefan Herheims Inszenierung der gleichnamigen Oper von Alban Berg, die jetzt als Koproduktion von Kopenhagen nach Dresden übertragen worden ist, wird dieser Typus vorgeführt, seziert und gleichsam analysiert. Das musikalische Potential bleibt dabei keineswegs auf der Strecke. Für den Schlussakt bedient man sich einer Neufassung von Eberhard Kloke.
Opulente Oper für eine Krebspatientin: Stefan Herheim inszeniert Puccinis „La Bohème“ in Oslo
22.01.12 (Jörn Florian Fuchs) -
Wirklich schön ist das Ganze nicht. Statt aufbrausendem Orchestergewitter gibt’s zunächst nur den monotonen Klang einer Herzlungenmaschine. An die ist eine junge Frau mit Glatze angeschlossen. Um ihr die verbleibende Zeit ein wenig zu vertreiben, spielen Freunde, Pfleger, und Ärzte für sie große Oper. Konkret: Puccinis La Bohème.
Beflügelte Raum- und Zeitreise: „Parsifal“-Premiere bei den Bayreuther Festspielen
29.07.11 (Peter P. Pachl) -
Nietzsches Vorwurf gegen Wagner, ein stets mehrdeutiger Zauberer zu sein, trifft vor allem für „Parsifal“ zu. Tatsächlich hat Wagner in seinem „Weltabschiedswerk“ extrem viele Schichten übereinander gehäuft, wohl auch um seiner Gattin Cosima, die ihm in die vorausgegangenen Werke hineingepfuscht hatte, zu überlisten. Regisseur Stefan Herheim gelingt es in seiner Bayreuther Inszenierung, eine Vielzahl dieser übereinander gelagerten Schichten gleichzeitig und dabei auch in sich stimmig umzusetzen. Der immense Erfolg dieser Produktion, die obendrein noch die (Rezeptions-)Geschichte der Bayreuther Festspiele selbst ins Bild setzt, gibt seiner Vorgehensweise Recht.
Russische Liebesgrüße an der Amstel – de nederlandse opera präsentiert Peter Tschaikowsky „Eugen Onegin“
16.06.11 (Frieder Reininghaus) -
Zur Eröffnung des diesjährigen HOLLAND FESTIVALs wurde – und das klang nicht gerade innovativ – Peter Tschaikowskys „Eugen Onegin“ anberaumt, eine Nachzüglerin der „romantischen Opern“ über müßiggängerisches Leben besserer Kreise im zur Neige gehenden Zarenreich. Womöglich lassen sich gewisse Parallelen zu persönlichen Befindlichkeiten in einer verwöhnten Generation junger Leute heute diagnostizieren und herauspräparieren (immerhin erschienen Mitglieder der königlichen Familie zur Premiere).
Silberfischchen Rusalka - Opulenter Bühnenzauber lässt Dresdner Publikum jubeln
15.12.10 (Michael Ernst) -
Stefan Herheim hat sein Debüt als Hausregisseur der Sächsischen Staatsoper in Dresden mit „Rusalka“ von Antonín Dvorák absolviert. Künftig soll pro Spielzeit eine Inszenierung in der Handschrift des gebürtigen Norwegers in der Semperoper herauskommen. Nicht immer muss es da bei Übernahmen – in diesem Fall aus Brüssel (2008) und Graz (2009) – bleiben. Und nicht immer kann am Tag nach der Herheim-Premiere gleich noch eine neue Spielstätte eröffnet werden.
Oper im Rausch: Stefan Herheims grandiose Stuttgarter „Rosenkavalier“-Inszenierung
10.11.09 (Verena Großkreutz) -
Am Anfang füllen elektronische Sphärenklänge die kitschigen Weiten des himmlischen Sternenzeltes, das die Bühne überspannt, auf der inmitten von heftig waberndem Trockeneisnebel die Feldmarschallin sitzt und schwer melancholisch ihr alterndes Gesicht im Spiegel betrachtet. Wütend zerschlägt sie ihr Abbild. Erst mit diesem autoaggressiven Ausbruch setzt Richard Strauss' Musik zum „Rosenkavalier“ ein.
Aus der Masse ins Licht: Stefan Herheim über die Rolle des Chores in der Oper
09.10.09 (Barbara Haack) -
Stefan Herheim ist einer der renommiertesten Nachwuchs-Regisseure des Musiktheaters. In Salzburg machte der jetzt 39-Jährige bei den Festspielen 2003 mit seiner „Entführung aus dem Serail“ auf sich aufmerksam. Seit 2008 wird in Bayreuth seine Inszenierung des „Parsifal“ aufgeführt. An der Berliner Staatsoper setzte er in der letzten Spielzeit den „Lohengrin“ in Szene. Ein Gespräch mit dem in Berlin lebenden gebürtigen Norweger. [Aus „Oper & Tanz“ 5-09]

