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Alle Artikel kategorisiert unter »Theater Bremen«
Bedrückend und berückend: „Blaubart“ in Bremen – Opern von Béla Bartók und Franz Hummel
29.02.12 (Frieder Reininghaus) -
Das Thema Blaubart ist bedauerlicherweise aktuell: Ein Mann sperrt in seinem Keller junge Frauen weg oder ermordet sie dort, bis ihm das Handwerk gelegt wird. Die Fälle Dutroux, Kampusch und Fritzl haben ein altes Problem überregional aufs Neue ins Bewusstsein gerufen. Gemeinsame Quelle aller literarisch berühmt gewordenen Blaubart-Gestalten ist ein zumindest mittelaltes Märchen, das 1697 mit Charles Perraults „Contes de ma mère l'Oye“ in die Welt kam.
Eduard Künnekes „Der Vetter aus Dingsda“ in einer beispielhaften neuen Sicht am Theater Bremen
21.12.10 (Ute Schalz-Laurenze) -
Der Dirigent Florian Ziemen, der neue „erste koordinierte Kapellmeister“ am Bremer Theater, ist fest davon überzeugt, dass die Operette der zwanziger Jahre etwas ganz anderes war, als das Bild der süßlichen Operette, das sich im Nachkriegsdeutschland entwickelt hat und für das immer noch irgendwie Anneliese Rothenberger und Rudolf Schock stehen: zumindest inbezug auf Eduard Künnekes „Der Vetter aus Dingsda“ (1921).
Abstrus, irreal und skurril: Bernd Redmanns „Die Gehetzten“ in Bremen
23.03.10 (Ute Schalz-Laurenze) -
Kann man nach einem solchen Abend die Frage nach der Gattung Oper überhaupt noch stellen? Der 1965 geborene Musikwissenschaftler, Musiktheoretiker und Komponist Bernd Redmann machte für seine erste Bühnenarbeit den (nicht vorhandenen) Sinn des Lebens und den (nicht vorhandenen ) Sinn der Kunst zum Thema, sein Text ist eine Farce. Klischees und Binsenweisheiten werden ironisch aneinandergereiht, es gibt keinen Inhalt, es gibt keine Geschichte.

