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Alle Artikel kategorisiert unter »Theater Erfurt«
Auf verschlungenen Pfaden in die Cyber-Welt: zur späten Uraufführung von E.T.A. Hoffmanns „Der Trank der Unsterblichkeit“ in Erfurt
30.04.12 (Christoph Schulte im Walde) -
Dreißig Jahre lang schlafen, dann wieder aufwachen – und sich gehörig wundern. Aus den schönen Mädchen von damals sind alte gebrechliche Schachteln geworden, der einst prächtige Palast liegt in Schutt und Asche. So hatte sich Namarand sein Dasein als Unsterblicher gewiss nicht vorgestellt – weshalb er die Götter bittet, rückgängig zu machen, was der „Trank der Unsterblichkeit“ mit ihm angestellt hat.
Zu viel Erfurcht in Erfurt: Gioacchino Rossinis „Petite Messe solennelle“, theatral aufbereitet
11.09.11 (Frieder Reininghaus) -
Fragen nach Öffnungszeiten melden sich zu Beginn der Kreation, zu dem zwei Darsteller unter einem kess geschwungenen Bogen hervortreten. Der überwölbt – womöglich in Erinnerung an den vom Gott des Alten Testaments gesetzten Regenbogen und an die Produktästhetik der 1950er Jahre – die Bühne des Erfurter Theaters. Derlei Fragen bildet einen probaten Auftakt für ein Theaterprojekt, das eine Meßkomposition „um intime Zeugnisse des Glaubens und Zweifeln“ zu bereichern beabsichtigte.
Hymnische Feierlichkeit: Johanna Doderers „Der leuchtende Fluss“ am Theater Erfurt
02.11.10 (Boris Michael Gruhl) -
Programmatisch wurde vor sieben Jahren das neue Theaters in Erfurt mit einer Uraufführung eröffnet. Seitdem führt Guy Montavon das Haus erfolgreich, gerade wurde sein Vertrag verlängert, kann große Projekte wagen wie „Parsifal“ oder „Tannhäuser“, setzt vergessene oder überhörte Werke auf den Plan, stellt immer wieder auch außergewöhnliche Interpretationen zur Diskussion und hält sein Versprechen, in jeder Saison eine Uraufführung nach Erfurt zu bringen. Das Publikum dankt mit Treue, Neugier und Aufgeschlossenheit. Auch am Sonntag, zur Uraufführung der Oper „Der leuchtende Fluss“ von der österreichischen Komponistin Johanna Doderer mit dem Text ihres Landsmannes Wolfgang Hermann, ist das Haus so gut wie ausverkauft, die Zustimmung ist weitaus größer als dass man sie lediglich freundlich nennen müsste.
Das Gurlitt-Bild rundet sich: Wiederaufführung der „Nana“ in Erfurt
26.04.10 (Peter P. Pachl) -
Spät erst erlebte „Nana“, die vierte Oper des Humperdinck-Schülers Manfred Gurlitt, ihre Uraufführung im Jahre 1958 in Dortmund, nachdem die 1933 in Düsseldorf geplante Premiere von den Nazis verboten worden war. Der 1890 in Berlin geborene Komponist und spätere Mitarbeiter Max Reinhardts vertonte mit Vorliebe sozial engagierte und skandalträchtige Stoffe, hatte aber das Pech, dass ihm Alban Berg mit „Wozzeck“ ein halbes Jahr zuvor kam und dass seine „Soldaten“ zum Zeitpunkt ihrer Wiederentdeckung im Schatten von Bernd Alois Zimmermanns gleichnamigem Musiktheater standen.

