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Alle Artikel kategorisiert unter »Ultraschall«
Drama, Pathos, Grenzüberschreitung
07.03.12 (Isabel Herzfeld) -
Wer von einem Festival für Neue Musik das nie Gehörte, zukünftige Richtungen Anzeigende erwartet, dürfte von der diesjährigen Ultraschall-Ausgabe mehr als je zuvor irritiert gewesen sein. Zwar ging es den Programmmachern von Deutschlandradio Kultur und Kulturradio im rbb stets darum, die „Klassiker“ verschiedener Avantgarden in neue Zusammenhänge zu stellen, neu zu beleuchten und mit hochkarätigen Interpreten Maßstäbe einer dringend notwendigen Aufführungstradition zu schaffen. Denn die nur einmal gehörte Uraufführung nützt niemandem, nicht dem Publikum, das sich der schwierigen Moderne weiter verschließt respektive sich das unmittelbar Eingängige herauspickt, und den Komponisten schon gar nicht. In diesem Jahr allerdings ging es bei Ultraschall „historisch“ wie noch nie zu, wobei die eigentliche Überraschung darin bestand, wie viel Unbekanntes hier zutage gefördert werden und zu neuen Lesarten des vermeintlich Bekannten führen konnte.
Elf Freunde sollt ihr sein
03.04.11 (Isabel Herzfeld) -
Die fetten Jahre sind vorbei: Nach den opulenten und facettenreichen Ausflügen ins Musiktheater im Vorjahr zeigte sich „Ultraschall” in seiner 13. Ausgabe stark abgespeckt. Zwar gab es auch diesmal an die 20 Konzerte, auf die sich nicht weniger als 22 Ur- und Erstaufführungen verteilten, und heterogene, ein wenig richtungslose Vielfalt blieb nicht aus. Doch zu unbedeutend war oft ihre Substanz, zu wenig nachhaltig ihre Wirkung.
An der fast ausschließlichen Konzentration auf die kleinen Spezialensembles für Neue Musik kann es nicht gelegen haben: Was das zu Recht gefeierte Ensemble Modern vor 25 Jahren in die Wege leitete, nämlich eine neue Qualität der Interpretation und damit den Aufbau einer Tradition des Neuen, ist heute gewissermaßen das Salz jedes Festivals und jeder Kammermusikreihe für Neue Musik. Und da liegt denn auch das Problem: Die Ensembles Modern, Recherche oder Mosaik, das Arditti-, Pellegrini- oder Sonar-Quartett sind einfach ständige Gäste auch des „Ultraschall“-Festivals – ein programmatisches Profil, wie die Kuratoren Rainer Pöllmann (Deutschlandradio Kultur) und Margarete Zander (rbb) behaupteten, lässt sich allein aus ihrer Teilnahme nicht gewinnen.
Ein Tag der Extreme: zum Abschluss des Ultraschall-Festivals in Berlin
03.02.11 (Barbara Eckle) -
Mit zwei sehr diversen Konzerten ist das Berliner Festival für Neue Musik „Ultraschall“ zu Ende gegangen. Am Nachmittag bestritt das berühmte Arditti Quartett kammermusikalische Werke aus den letzten Jahren, während das Konzert des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin sich am Abend auf eine Gegenüberstellung von Pionierswerken aus den 1960er Jahren und Kompositionen aus allerjüngster Zeit konzentrierte.
Viel Konzept – wenig Musik: zum Eröffnungskonzert des Berliner Ultraschall-Festivals
23.01.11 (Barbara Eckle) -
Ohne Dirigent – so lautete der Titel des Eröffnungskonzerts des diesjährigen Berliner Festivals für Neue Musik „Ultraschall“. Das Kammerensemble Neue Musik Berlin stellte sich – wie wir es schon von einigen Ensembles kennen – die Aufgabe, ein ganzes Programm ohne Dirigenten zu bestreiten, machte jedoch diese Devise auch zum bestimmenden Auswahlkriterium der Werke im Programm dieses Abends.
Innenwelten, Unterwelten
28.02.10 (Isabel Herzfeld) -
Um zentrale Themenstellungen war es Ultraschall, dem von rbb und Deutschlandradio Kultur in Berlin veranstalteten „Festival für neue Musik”, bisher kaum gegangen … Um jeden Preis sollten konzeptionelle Überfrachtungen, gar ideologische Einengungen, vermieden werden. So lag die Stärke des Festivals stets in der Wiederaufführung für hörenswert gehaltener Werke, die im üblichen Uraufführungsrummel untergingen – oft genug auch „Klassiker der Avantgarde”, die plötzlich in neuen Zusammenhängen und Interpretationen ganz neue verblüffende Qualitäten enthüllten.
Im Dschungel: Musiktheater beim Ultraschall-Festival 2010 in Berlin
02.02.10 (Heike Lies) -
„Innenwelten, Unterwelten“ titelte Rainer Pöllmann den von ihm kuratierten zweiten Teil des diesjährigen Ultraschall-Festivals. Auf geradezu beklemmende Weise löste seine Werkauswahl dieses Versprechen ein und entführte die Zuhörer in ein Labyrinth unwirklicher, teils alptraumhafter Klänge und musikalischer Zustände. Dass das Thema die Neugier geweckt hat und das Festival im Berliner Musikleben gut verankert ist, zeigte sich nicht zuletzt daran, dass alle Aufführungen ausverkauft oder zumindest extrem gut besucht waren.
Blick zurück nach vorn?
02.03.09 (Isabel Herzfeld) -
In den zehn Jahren seines Bestehens hat Ultraschall, das Festival für Neue Musik, die nach der Uraufführung in den Nischen des Konzertalltags verschwand, unterschiedliche Szenerien wie kaum ein anderes präsentiert. Seine thematischen Schwerpunkte kreisten häufig um Vermittlungsprobleme des Neuen, fragten nach der verschwundenen Avantgarde, stellten Klassiker der Moderne den ganz Jungen gegenüber oder sahen sich in weiten Landstrichen der musikalischen Geographie um.
Ultraschall-Festival thematisiert musikalisches Erbe der DDR
20.01.09 (Margarete Zander) -
Zehn Jahre "Ultraschall - Das Festival für neue Musik", veranstaltet von Deutschlandradio Kultur und dem kulturradio vom rbb. Der Jubiläumsjahrgang stellt vor allem die deutsche Avantgarde-Szene in den Mittelpunkt. 20 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer gilt die Aufmerksamkeit dabei nicht zuletzt dem musikalischen Erbe der DDR.

