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Alle Artikel kategorisiert unter »Wittener Tage für neue Kammermusik«
Streichkonzert: Wie die Wittener Tage für neue Kammermusik noch einmal am GAU vorbeikommen
01.05.12 (Georg Beck) -
Das war knapp! Die Verträge unterschrieben, das Festival bis ins Detail durchgeplant: 23 Uraufführungen, sechs deutsche Erstaufführungen, Liveübertragung, Mitschnitte, Liveelektronik. Mehr als ein halbes dutzend hochkarätige Ensembles, zwanzig Komponisten aus elf Ländern, Autoren-Filme und Werkstatt-Gespräche im Begleitprogramm. Dann, wenige Wochen vor der Eröffnung, aus sprichwörtlich heiterem Himmel, ist es eine Bezirksregierung in Arnsberg, die den Kurzschluss auslöst, weshalb ein Festivalbericht wie dieser als Katastrophen(verhinderungs)bericht beginnen und im wesentlichen auch so enden muss.
Und immer rauschte die Ruhr
06.06.11 (Gerhard Rohde) -
Auch Kammermusiker brauchen, von Zeit zu Zeit, frische Luft. Dann verlassen sie stickige Säle und begeben sich in die freie Natur. Wie jetzt bei den Tagen für neue Kammermusik in Witten. Die äußeren Bedingungen waren ideal. Der Kohlenpott ist Vergangenheit. Strahlender Frühlingssonnenschein. Ruhig strömt der von schmutzigen Industrieabwässern befreite Ruhr-Fluss zwischen Witten-Stadt und den dicht bewaldeten Ardey-Hügeln dahin. Öffnet sich weit in den aufgestauten Kemnader See. Wenn man nicht wüsste, wo man sich befindet, könnte man denken, man weilte im grünen Frankreich, in der Franche-Comté am Doubs-Fluss. Bad Witten – warum eigentlich nicht?
Welthauptstadt auf Krücken (Uraufführungen 2011/05)
02.05.11 (Rainer Nonnenmann) -
Dass zu den vielen kleinen und großen Festivals für neue Musik irgendwo in der Welt ein weiteres hinzukommt oder eines verschwindet, ist angesichts der Vielzahl verschiedenster lokaler und internationaler Veranstaltungstypen nichts Ungewöhnliches. Aufhorchen lässt jedoch, wenn in einem ausgewiesenen Zentrum für zeitgenössische Musik wie Köln ein größeres Festival beendet und stattdessen ein neues an den Start gebracht wird. An die Stelle der seit 1994 existierenden „MusikTriennale Köln“ treten nun die „Acht Brücken – Musik für Köln“. Dieser Schritt war überfällig, denn trotz erheblichem personellem und finanziellem Aufwand blieb die Triennale unprofiliert und bis auf wenige Ausnahmeveranstaltungen ohne Ausstrahlung über Köln hinaus, so dass auch die Resonanz bei Publikum, Presse und Politik schwand. Immerhin bot man im Dreijahresabstand zwischen viel buntem Allerlei auch jeweils einen erkennbaren Schwerpunkt auf dem Schaffen eines großen toten Komponisten: 2004 Nono, 2007 Berio und 2010 Stockhausen.
Geträumte Sequenzen, sirenenhafte Weckrufe: Die Wittener Tage für neue Kammermusik
26.04.10 (Stefan Pieper) -
Das sirenenartige Glissando am Anfang von Ondrej Adameks Komposition „Blow up“ schien wie ein Weckruf, um in Witten mit latent aufrührerischer Frechheit auf alle nun folgenden Klang-Abenteuer einzustimmen. Wer die Wittener Tage für neue Kammermusik verfolgt, begibt sich hier an die Quelle – dorthin, wo Ensembles und „ihre“ Komponisten im intensiven lebendigen Austausch Ideen reifen lassen, Neues ausforschen und kompromisslos umsetzen. Und Harry Vogt hat der aktuellen Festivalausgabe einmal mehr zu einer spezifischen Farbe verholfen.
Der Kammerton der Gegenwart
10.11.09 (Stefan Pieper) -
Kurz vorm Debut des Arditti-Quartetts in Witten läuft dem Geiger Irvine Arditti im Koffer eine Whiskyflasche vom Duty-Free-Shop aus, was die brandneuen Autographe zweier Streichquartette von Ligeti in Mitleidenschaft zieht. Aber Arditti gelingt dennoch die Entzifferung der Noten, nachdem er die Blätter auf dem Rasen trocknen ließ.
Bewährte Ansätze und neue Ideen: Die Wittener Tage für neue Kammermusik
29.04.09 (Stefan Drees) -
Mit einer wohl überlegten Mischung aus schon bewährten Ansätzen und neuen Ideen haben die Initiatoren der 41. Wittener Tage für neue Kammermusik die Tendenzen aus der jüngsten Vergangenheit des Festivals fortgeführt. Bewährt hat sich vor allem die thematische Schwerpunktbildung durch Fokussierung auf eine Komponistenpersönlichkeit.

