Musikleben

152 - Kraftfeld Stadtkultur?

Wenn von kultureller Lebendigkeit die Rede ist, wird gern das hohe Lied des Ländlichen, der Provinz gesungen. Andererseits findet viel sogenannte Hochkultur in den Metropolen statt. ­Bayerns Kulturmetropole München präsentiert sich auf der Frankfurter Musikmesse ausgerechnet nicht mit ihren „Leuchttürmen“. Präsentiert wird das musikalische Wurzelwerk der Stadt.
Das Musikmagazin „taktlos“ über die Spannungsfelder Stadt–Land, Hochkultur und Freie Szene. Gäste: Hans-Georg ­Küppers, Felix Semmelroth und Katja ­Lucker.

Am 7. April taktlos-Livemitschnitt von der Frankfurter Musikmesse um 21.03 Uhr auf BR-Klassik.

151 - Musik am Rand der Gesellschaft

Ausgegrenzt: Klassik-Konzert? Oper? – da ist man schon zum Jammern bereit. Nein: gejammert wird hier nicht. Das Musikmagazin taktlos kümmert sich dieses mal um soziale Initiativen, um Selbsthilfegruppen, die Musik ins Zentrum ihres Aufgabenfeldes gestellt haben. Mit dabei: Der „Straßenchor“, das „Hartz-IV-Orchester“ und Menschen, die Erfahrungen mit „Musik am Rand der Gesellschaft“ gesammelt haben.

Am 3. März 2011 aus dem Studio des Bayerischen Rundfunks in München.

147 – Kunde Publikum? Konzert-Dramaturgie

Zwar besuchen immer noch mehr Bundesbürger Musikveranstaltungen als Fußballspiele. Aber gerade der klassische Konzertbetrieb befindet sich im Geflacker der Mega-Events unserer Spaß­-Gesellschaft in einem harten Verdrängungswettbewerb. Wie lockt, wie formt, wie bindet man ein Publi­kum? Welche bewährten, welche innovativen Rezepte und Ideen prägen eine attraktive Programmgestal­tung?
Die Antworten liefert taktlos Ausgabe 147 am 4. November um 21.03 Uhr live auf BR-Klassik.

142 - Stadt-Musik, Stadt-Kultur: 100 Jahre Musikschule Regensburg

Qualitätvoller Instrumentalunterricht, vielseitiges Ensemblespiel und feste Links zu den anderen Künsten, den bildenden und darstellenden, machen die Musikschule fit für Partnerschaften zu anderen Kulturträgern der Stadt. Solcher Bündelung der Kräfte kann man Modellcharakter zusprechen, bayernweit, bundesweit.

119 - Schall und Rauch

Jazz ist Freiheit – lautete lang die selbstgewählte Standort-Bestimmung der Musiker und der Fans. In rauchigen Clubs und Kellern wurden die musikalischen (und gesellschaftlichen) Revolutionen und Innovationen vorbereitet. Schluss damit: So clean und mainstreamig wie der angesagte Jazztrend ist – nach dem Rauchverbot – auch die Luft in den Locations. Ein Degenerations-Indiz – meint der rauchende taktlos-Moderator Theo Geißler – während seine Moderationspartnerin Marlen Reichert eher die große Chance für alleinerziehende Mütter wittert, auch mal einen Club zu besuchen.

117 - Neue Musik am Tropf

Wieviel Förderung vertragen die Klang-Laboratorien der Zukunft? Knapp neun Millionen Euro hat die Kulturstiftung des Bundes gerade an 15 handverlesene Projekte zur Beförderung zeitgenössischer Musik verteilt. Nach welchen Kriterien? Verhungert die Neue Musik ohne Nahrung aus Förder-Töpfen? Wird sie gemästet, übergewichtig und träge?

116 - Unerhört elitär - Neue Musik im Off?

Den zeitgenössischen Radio-Programmieren gilt sie als Quoten-Killer, zu ihrer Pflege versammeln sich – von außen betrachtet – schrullige elitäre Zirkel an entlegenen Orten wie Donaueschingen oder Witten. Gelegentlich findet sie noch ein Plätzchen in gehobenen Feuilletons: Was ist los mit der neuen Musik in unserer Mediengesellschaft? Kein Platz mehr für Experimente, wie einst zu Adenauers Zeiten?

115 - Braun-Musick

In Mügeln floriert ein rechter CD-Versand. Die Bands heißen „Cyclon-Beatz“ „Sturmwehr“ oder „Störkraft“. Sie werden – auch musikalisch – immer professioneller und stülpen sich gern die simplen Style-Sheets unserer Industrie-Hitparaden über. Ihre CDs verteilt die NPD auf Schulhöfen. Was tun?

114 - Bach 2020 - Super-Star oder Museums-Objekt

Wie es den verehrten Meister-Komponisten des vergangenen Jahrtausends in naher Zukunft ergehen wird, wollen wir am Beispiel von Johann Sebastian Bach ergründen: Experten und Ketzer, Musikwissenschaftler und Musiker prüfen die Haltbarkeit des Choral- und Messen-Meisters in Zeiten von Third-Life und Spass-Kultur.

110 - Renaissance ‘68?

Die grassierende Gegenaufklärung löst natürlich auch eine Gegenbewegung aus: Bis zu vier Prozent der bundesrepublikanischen Bevölkerung glauben nicht mehr, dass die `68er an allen Übeln dieser Welt schuld seien, anderthalb Prozent neigen gar dazu, dieser fossilen Bewegung auch positive Einflüsse auf unsere Gesellschaft zuzuschreiben.

107 - Katastrophe Hauptstadt-Oper

„Katastrophe Hauptstadt-Oper?“ rätseln wir Bayern aus angemessener Distanz aber mit scharfem Blick auf die schrägen Vorgänge rings um Berlins Opernhäuser.Am Ende wollen die Preußen da noch ein gesamtdeutsches Modell draus machen.

Also sprechen wir vor Ort, live aus der „Deutschen Oper“ mit Expertinnen und Experten: Intendantin Kirsten Harms, CDU-MdB Monika Grütters, Stefan Rosinski von der Opernstiftung und Andreas Altenhoff von der Neuköllner Oper, um Schlimmeres zu verhindern. Live-Musik aus den laufenden Vorstellungen der Deutschen Oper („Luisa Miller“) und der Komischen Oper („Zauberflöte“).

102 - Neuer Musikrat - Quasselbude contra Profit-Ceter

In der politischen Alltags-Kakophonie spielt Musik allenfalls garnierend das dritte Geiglein. Kultur- oder gar Musik-Politik findet in den versteckten Hinterstübchen von Gremien und Verbänden statt. Die acht Millionen aktiv musizierenden Bundesbürger, vertreten durch den Deutschen Musikrat, sehen sich also eher in einem Musik-Babylon repräsentiert, denn in einem ADMC. Liegt vielleicht auch in der Natur des Gegenstandes: Musik ist eben ein im besten Wortsinn multikulturelles Phänomen und kein mono-industrielles Produkt.

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