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Alle Artikel kategorisiert unter »Glossen & Kommentare«

Duisburg dreht durch – ein erfolgreiche Theatergemeinschaft ist gefährdet

24.05.12 (Tobias Könemann) -
Duisburg dreht durch – die Parole kommt einem in den Sinn, wenn man liest, welchen Unfug sich die Duisburger Verwaltung, allen voran der Kulturabschaffungsdezernent Karl Janssen einfallen lässt, um Sanierungsmaßnahmen am geschundenen Stadt-Haushalt vorzutäuschen: [aus Oper & Tanz, 3-12]

Wie ich einmal einen künftigen Bundespräsidenten nach vorn bringen konnte: Theo Geißlers Kurz-Schluss

01.05.12 (Theo Geißler) -
Wenn es mit rechten Dingen zuginge, müsste ich im Geld schwimmen. Aber als Ghostwriter verschiedener Regierungsinstitutionen und Parteien wird man regelmäßig mit unterentwickelten Pauschalen abgefertigt und geistig enteignet. Materiellen Rahm und Ruhm schöpfen dann irgendwelche Pappnasen ab, die gerade politisch genehm sind und angeblich einen besseren Namen haben. Ich habe natürlich gar keinen, wie sollte ich auch – der stets billig abgefundene Lohnschreiber. [aus politik & kultur 3-2012]
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Nachschlag 2012/05

28.04.12 (Andreas Rossmann) -
Gut möglich, dass dieser Kommentar bei seinem Erscheinen bereits überholt ist. Denn in Köln geht es mal wieder drunter und drüber, die Ereignisse und Last-Minute-(Fehl-)Entscheidungen überschlagen sich. Als sei sie mit dem Einsturz des Historischen Archivs nicht schon genug gebeutelt, riskiert die Stadt den nächsten Scherbenhaufen. Diesmal geht es um die Oper, ihre Finanzierung und ihren Intendanten Uwe Eric Laufenberg. Vorerst letzter Stand: Laufenberg hat die Stadt, vielleicht, weil er den Druck erhöhen wollte, vielleicht, weil er erschöpft ist von dem aufreibenden Hin und Her, um die vorzeitige Auflösung seines bis 2016 gültigen Vertrags zum Ende der Spielzeit 2012/13 gebeten. Und die Stadt hat zugestimmt. Aber es noch nicht geschafft, ihm das entsprechende Schriftstück zuzustellen.
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Cluster 2012/05 - 1

28.04.12 (Gordon Kampe) -
Unter dem Stichwort „Kunst am Bau“ sagt die Wikipedia, dass etwa ein Prozent der Baukosten bei öffentlichen Bauten für Kunstwerke zu verwenden sind. Das gefällt mir. Wenn es gut geht und der Bau auch Kunst ist, dann klebt also Kunst an und in der Kunst. Das gefällt mir formal noch viel besser. Manchmal steht Kunst ja auch so in der Stadt herum und lädt zu irgendwas ein – zum Verweilen etwa, zum Nachdenken, zum Besprayen oder zum sich drüber Ärgern. In dieser Tradition steht auch das Dings, auf dessen Existenz mich ein Freund hinwies: In Bahnhofsnähe, direkt an einer U-Bahn-Rolltreppe gelegen, wurde ein solches Dings in den Boden versenkt. Es besteht aus neun kleinen kupfernen Quadraten, und wenn man auf eines tritt, macht es bing.
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Mord ist keine Lösung: Sven Ferchows Fenstersturz über die GEMA und das drohende Diskothekensterben

27.04.12 (Sven Ferchow) -
Mal ehrlich. Wer braucht die NAVY-Seals, wenn er die GEMA hat? Im Nachhinein hätte ich sie schon 2001 nach Afghanistan geschickt. Denn wer Kindergärten musikalisch stilllegt, in Kürze die Großraumdiskotheken (hier „Disse“ genannt) ausrottet und so eine ethnische Säuberung der Dissen-Bevölkerung einleitet, der hätte Osama Bin Laden innerhalb einer Woche aus seiner Höhle gezerrt und erdbestattet. Nix mit Seebestattung. Höchstens gegen Gebühr. Aber zum Kern. Der Verband Deutscher Zuhälter, äh Diskothekenbesitzer, hat ausnahmsweise mal Schaum vorm Mund und nicht auf der Tanzfläche. [Vorabveröff. aus nmz 5-2012]

Comic: Orchesterfusion II

11.04.12 (Friederike Groß) -
Ist ein Cuvée eine Komposition oder nur ein Verschnitt? Eine Fusion der beiden SWR-Klangkörper wäre jedenfalls nach den Worten von Sylvain Cambreling „une catastrophe!“ (siehe www.nmz.de/media und Seite 3). Sie würde unwiederbringlich das Ende zweier einzigartiger Musiziertraditionen bedeuten.
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