01.02.10 -
Orchester sind doch etwas wunderbares. Sie machen viele Geräusche, sogar Musik, wenn man die Noten vorlegt und dann klingt es richtig gut und satt. Ein richtiges Orchester richtig im Griff macht das richtige Geräusch. Dazu braucht es in der Regel noch einen einigermaßen fähigen Dirigenten und die Sache wuppt. Das könnte man alles ein bisschen billiger haben, denn dank Computer oder Spielekonsole kann man sich vor ein virtuelles Orchester stellen und seiner orchesterleitenden Autorität Gehör verschaffen. Allein, das gibt es noch nicht. Fussballmanager kann man werden, oder andere Sportteams durch Computerspiele simuliert zum Erfolg führen. Flugzeuge kann man so lenken oder U-Boote, Kriege gewinnen oder verlieren, Terroreinsätze durchführen, Länder bauen oder im Chaos versinken lassen. Aber eine Software für Orchestermanager gibt es nicht. Dabei wäre das ein ganz amüsantes und lehrreiches Spielevergnügen. „Orchestra Wars I“ – das ultimative Kulturmanagement-Spiel: Tausche Metzmacher gegen zwei Thielemanns, kaufe Erste-Geiger in Südkorea, Solistenverkäufe an André Rieus Festivalorchester oder zähe Verhandlungen mit Gewerkschaften und Kulturdezernenten, Kampf mit der Gemakratie, Bekleidung für Peter Eötvös kaufen.
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