AusGEBROCHEN gute Musik

Ferchows Fenstersturz 2013/11


(nmz) -
Eklat in St. Louis! Laut bild.de musste ein Auftritt der berühmten deutschen Schlager-Band „Dorfrocker“ beim amerikanischen „Soulard Oktoberfest“ abGEBROCHEN werden. Der Schreibwitz erklärt sich selbstredend. Und wird daher fortgesetzt. Aber der Reihe nach.
Ein Artikel von Sven Ferchow

Die „Dorfrocker“ aus dem fränkischen Bambärch, Nähe Nämmbärch, wollen in St. Louis mit ihrem Musikantenstadelrock den Weltfrieden zum BRÖCKELN bringen. Oder ein Bierzelt zum Kochen. Dazu wären zwar prinzipiell auch ihre Frisuren der Abteilung „hyperaktive Seitenscheitel-Fraktion“ in der Lage, aber die Reizschwelle der Amis liegt derzeit eher knapp über dem geplanten Amoklauf. Während sich die Jungs gerade einen vom „Vogelbeerbaum“ (Bandhit) dudeln, wälzt sich ein 200 Kilo BROCKEN, Bauchansatz gleich Kinn und Maßkrughalter, auf die Bühne. Übrigens sind es nur Gerüchte, dass es sich dabei um ein Mitglied der Wildecker Herzbuben beziehungsweise Peter Altmaier handelte.

Der mit einem Bierkrug gerüstete Gute-Laune-Bolzen fackelt nicht lange und huldigt ad hoc dem Gott der Porzellanschüssel. Mitten auf die Bühne. Dass die Blitzdiät über eine Minute dauert, lässt sich erklären: Amerikanisches Bier ist holländisches. Und gleicht eher einer Suppe. Der an Bogenhusten Erkrankte, hatte gemäß seiner Statur wohl zunächst approximative zwei Hektoliter Malz-Schlicke inhaliert, um sich dann über eine Minute lang den Abend durch den Kopf gehen zu lassen und schließlich als Gastgeschenk die beliebte amerikanische Bordsteinpizza ÜBERGEBEN zu können.

Freilich waren die „Dorfrocker“ ob der Lama-Attacke schockiert. Den Boden anschreien, das kannten sie nur vom Bambärcher Volksfest. Allerdings eher im Kollektiv, Arm in Arm und in die Pissrinne des Bauwagen-Gloos. Die Karriere der „Dorfrocker“ ist auf jeden Fall beendet. Zum einen betritt niemand die eigene Bühne, den die Security nicht schon vorher windelweich geprügelt hat. Zum anderen dürfen nur zwei Musiker den Jörg rufen: Lemmy Kilmister und Ozzy Osbourne. Die spielen dann aber weiter, liebe Jungfranken.

Zudem hat die Situation ein juristisches Nachspiel, selbst wenn die „Dorfrocker“ glauben, nichts vERBROCHEN zu haben. Natürlich wurde das Konzert abGEBROCHEN (s.o.) und der Luftraum über St. Louis gesperrt. Das US-Heimatschutzministerium änderte die Terrorwarnstufe von gelb auf dunkelgrün. Neben den entstandenen Kosten für aufsteigende Kampfjets und die Reaktivierung von Dick Cheney droht den „Dorfrockern“ ein Zivilprozess mit Schadensersatzforderungen. So mussten ob der „im Erbrochenen enthaltenen Schadstoffe“ (bild.de) speziell ausgebildete Putzkolonnen (crime scene cleaner) anrücken, um eine Umweltkatastrophe zu verhindern. Da heißt es, tapfer sein, liebe „Dorfrocker“. Und nicht zusammenBRECHEN. Kurz eine Kotzen-Nutzen-Rechnung aufstellen. Äh, Kosten-Nutzen-Rechnung. Dann Neustart unter dem Namen „ERBRICHmeinicht“. Oder „Die AbBRÖCKLER“. Tja, flüssig sprechen ist nicht jedermanns Sache.

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