Buch-Tipps 2019/05

Instrumentalpädagogik | Musikwissenschaft | Musikausstellungen


(nmz) -
Instrumentalpädagogik – wie und wozu? Entwicklungsstand und Perspektiven, hg. v. W. Rüdiger, Schott +++ Musikausstellungen. Intention, Realisierung, Interpretation. Ein interdisziplinäres Symposium, hg. v. A. Meyer, Olms +++ Wege zur Musikwissenschaft. Gründungsphasen im internationalen Vergleich, hg. v. M. Wald-Fuhrmann/St. Keym, Bärenreiter/Metzler
Ein Artikel von Michael Wackerbauer

Instrumentalpädagogik – wie und wozu? Entwicklungsstand und Perspektiven, hg. v. W. Rüdiger, Schott, Mainz 2018, 238 S., Abb., € 22,95, ISBN 978-3-7957-1496-3

Als recht junger Zweig der Musikpädagogik reflektiert das Fach seine Positionierung nach drei Jahrzehnten, definiert aktuelle Aufgabenbereiche und die gesellschaftliche Verortung der Akteure, benennt die Anforderungen der Professionalisierung, beschreibt Forschungsfelder und gibt in zwei Podiumsgesprächen Einblick in den Stand der aktuellen Diskurse.

Musikausstellungen. Intention, Realisierung, Interpretation. Ein interdisziplinäres Symposium, hg. v. A. Meyer, Olms, Hildesheim 2018, 367 S., Abb., € 58,00, ISBN: 978-3-487-15702-3

Die „Ausstellung“ immaterieller Dinge ist grundsätzlich eine Herausforderung und im Falle der Musik in vielfältiger Weise mit Klängen, Objekten, Orten und Personen verknüpft. Dass die Ideen der Präsentationskonzepte ebenso vielgestaltig sind wie die zu vermittelnden Inhalte, zeigen die recht disparaten Beispiele aus verschiedenen Museumsbereichen – eine anregende Bestandsaufnahme aus der aktuellen Praxis, die zu kritischer Diskussion herausfordert.

Wege zur Musikwissenschaft. Gründungsphasen im internationalen Vergleich, hg. v. M. Wald-Fuhrmann/St. Keym, Bärenreiter/Metzler, Kassel/Stuttgart 2018, 240 S., € 69,99, ISBN 978-3-7618-2442-9

Angesichts der immer noch spürbaren Selbstbezogenheit der Musikwissenschaft im deutschsprachigen Raum, die in der internationalen Geschichte des Faches natürlich sehr prägend wirkte, ist dieser erste umfangreichere Blick über den Tellerrand außerordentlich erhellend. Die vorgegebene inhaltliche Grundstruktur der Fallstudien ermöglicht, die Institutionalisierung und inhaltliche Ausrichtung in den untersuchten Ländern gut zu vergleichen.

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