Buch-Tipps 2021/05

Mozart interpretieren | Paul Klee und die Musik | Robert Schumann als Redakteur


(nmz) -
„Weil jede Note zählt“. Mozart interpretieren. Gespräche und Essays, hg. v. Stephan Mösch, Bärenreiter/Metzler +++ Von der Fuge in Rot bis zur Zwitschermaschine. Paul Klee und die Musik, hg. v. Thomas Gartmann, Schwabe +++ Jochen Lebelt: Robert Schumann als Redakteur 1834–1844. Eine Studie über Robert Schumanns Tätigkeit als Redakteur der „Neuen Zeitschrift für Musik“, Studio Verlag
Ein Artikel von Michael Wackerbauer

„Weil jede Note zählt“. Mozart interpretieren. Gespräche und Essays, hg. v. Stephan Mösch, Bärenreiter/Metzler, Kassel/Berlin 2020, 401 S., Abb., € 29,99, ISBN 978-3-7618-2090-2

100 Jahre Mozartfest Würzburg – wie sehr wünscht man eine Jubelfeier mit den Konzerten im Mai und Juni! Konkret greifbar ist bereits ein stattlicher Band, der anlässlich des Jubiläums herausgekommen ist, und neben Blicken auf die Festivalgeschichte schwerpunktmäßig wissenschaftliche Abhandlungen und persönliche Äußerungen renommierter Interpret*innen bereithält, die ihre Erfahrungen und Reflexionen zum Umgang mit Mozarts Musik artikulieren – ein lehrreiches Handbuch nicht nur für die kommenden 100 Festival-Jahre.

Von der Fuge in Rot bis zur Zwitschermaschine. Paul Klee und die Musik, hg. v. Thomas Gartmann, Schwabe, Basel 2020, 142 S., Abb., € 38,00, ISBN 978-3-7965-4255-8

Dass Klees enges Verhältnis zur Musik ein ebenso ergiebiges Thema ist, wie Klee als Inspirationsquelle für eine große Zahl an Komponisten, zeigt einmal mehr der sehr inspirierende Band, der (wie der Titel verrät) ästhetische Netzwerke von Bach bis Klebe verfolgt – eine wunderbar illustrierte Vermittlung zwischen den Künsten.

Jochen Lebelt: Robert Schumann als Redakteur 1834–1844. Eine Studie über Robert Schumanns Tätigkeit als Redakteur der „Neuen Zeitschrift für Musik“, Studio Verlag, Würzburg 2021, 356 S., Abb., € 49,80, ISBN 978-3-8260-7204-8

Sehr detailliert und quellenreich wird Schumanns Weg zum Musikpublizisten, die Gründungsphase der NZfM, sowie Schumanns Selbstverständnis, seine musikpolitischen Zielsetzungen und sein Verhältnis zu Autoren während der zehnjährigen Redaktionstätigkeit herausgearbeitet – eine Studie, die das Schumann-Bild als Musiker und Musikschriftsteller weiter konkretisiert und deutlich bereichert.

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