Denk ich an Chor …  

… mit Dolf Rabus


(nmz) -
Herr Rabus, kaum jemand in der deutschen Chorszene ist vor allem auch international so präsent wie Sie, außerdem haben Sie als Vizepräsident der ADC und Ausrichter des internationalen Kammerchorwettbewerbs und des Festivals Musica Sacra International in Marktoberdorf sehr viele Einblicke und beste Kontakte. Was scheint Ihnen im beginnenden Sommer 2011 an der Chorszene in Deutschland besonders bemerkenswert?
Ein Artikel von Dolf Rabus

Bei aller Qualitätssteigerung über die Jahre, vor allem durch den Deutschen Chorwettbewerb, fällt auf, dass bei internationalen Festivals und Wettbewerben relativ wenig deutsche Chöre erscheinen beziehungsweise für eine Teilnahme ausgewählt werden. Wenn, wie nun zum wiederholten Male, zum Welt-Chorsymposium ein deutscher Männerchor eingeladen wird, sagt dies auch etwas aus über die international nicht ausreichende Qualität junger, deutscher, gemischter Chöre. Hier besteht Nachholbedarf!

Welcher Aspekt in Bezug auf das Chorsingen heute stimmt Sie besonders hoffnungsvoll?

Die zunehmende Klangqualität vieler Chöre und der Einsatz von Stimmbildung/Stimmbildnern in vielen Ensembles.

Und was würden Sie sofort anordnen, wenn Sie heute als Erster zum „Minister für das Chorwesen in Deutschland“ ernannt würden?

Dass endlich der Text in der Chormusik ernst genommen wird und die Chorleiter dazu gezwungen werden, sich mit ihren Textinhalten zu befassen, diese zu interpretieren und in Musik umzusetzen.

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