Die Kunst der Improvisation

Landeswettbewerb „Jugend jazzt“ Bayern 2017


(nmz) -
Der Landeswettbewerb Jugend jazzt Bayern ist kein Wettbewerb im eigentlichen Sinne, sondern eine Jazzbegegnung, die der Anregung zum Musizieren und der Förderung des musikalischen Nachwuchses dient. Im Dezember 2017 nutzten 9 Jazzorchester mit rund 200 jungen Musikern die Möglichkeit, ihre musikalischen Fähigkeiten öffentlich vorzustellen, zu vergleichen, Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen. Um den Begegnungscharakter zu stärken, standen auch Workshops und Sessions mit den Juroren zum Zuhören und Mitmachen auf dem Programm.
Ein Artikel von VBSM

Parallel zum Landeswettbewerb fand – ebenfalls in der Musikakademie Marktoberdorf – der Vorentscheid zur 16. Bundesbegegnung Jugend jazzt statt. Die Big Band des Gymnasiums Weilheim, unter der Leitung von Arthur Lehmann, wird Bayern beim Bundeswettbewerb im Mai 2018 in Frankfurt am Main vertreten.

Der Musikpädagoge gibt seine Erfahrung und Begeisterung für den Jazz seit 25 Jahren an die Weilheimer Schüler weiter. Beim Landeswettbewerb in Marktoberdorf waren diese mit zwei Big Bands vertreten und erhielten beide Höchstwertungen.

Die versierte Jury, mit Anne Czichowsky, Jörn Marcussen-Wulff, Axel Prasuhn und Thomas Zoller, nahm sich für die Gespräche im Anschluss der Wertungskonzerte viel Zeit und konnte wertvolle Tipps und Anregungen vermitteln. Im Rahmen der Jugend jazztMatinee wurden am Sonntagvormittag die mit Spannung erwarteten Ergebnisse bekannt gegeben. Die 13-jährige Altsaxophonistin Sara Olberz aus Obergünzburg erhielt ein Stipendium der Gunter und Waltraud Greffenius Stiftung.

„Vor allem die vielen jungen, begeisterten Teilnehmer haben uns sehr gefreut”, resümiert Willi Staud, Organisator von Jugend jazzt Bayern. Sylke Merbold vom Bayerischen Jazzinstitut ist überzeugt, dass der Jazz Auswirkung auf das Miteinander hat: „Kinder nehmen da was mit, was sie begleiten wird: im Jazz und im Leben ist Improvisation gefragt, die am besten auf einem soliden Fundament funktioniert.“ Thorsten Krebs, Kulturbeauftragter der Stadt Marktoberdorf, sieht im „Ansatz des Jazz, auf andere einzugehen, Strömungen aufzugreifen und auch mal Exotisches anzunehmen“ gerade heute eine ganz wichtige Bedeutung.

Am Samstagabend hatte das BamesreiterSchwartzOrchestra zu einem Begegnungskonzert eingeladen. Ein mitreißendes Konzert, bei dem die Zuschauer differenzierte Programmmusik erleben durften, die in einer eigens für den Klangkörper geschaffenen Fantasiewelt spielt. Alle Werke stammen aus der Feder von Richard Schwartz und Lukas Bamesreiter und wurden speziell für das Orchester geschaffen. Das Ensemble gilt als eines der fortschrittlichsten und innovativsten in der Jazzszene – als Abbild einer jungen Generation professioneller Jazzmusiker im gesamten deutschsprachigen Raum. In der Gruppe finden sich viele bekannte Gesichter wieder, die ehemals im Landes-Jugendjazzorchester Bayern spielten.  

Auf der neuen Internetseite des Landes-Jugendjazzorchester Bayern (www.ljjb.de) finden Sie alle Ergebnisse von Jugend jazzt Bayern, das Programmbuch sowie Impressionen in Bildern.

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