Ehrenamt in der Musik – und wie!?

Nachrichten aus dem Landmusikrat NRW


(nmz) -
Zeit ist knapp, Arbeitsbelastungen werden mehr und trotzdem engagieren sich Menschen in einem Verein und in Vereinsvorständen. Kann das funktionieren? Und wenn, dann wie? Die Landesmusikakademie NRW hatte gemeinsam mit den in der Arbeitsgemeinschaft Laienmusik zusammengeschlossenen Verbänden den Kurs „Ehrenamt in der Musik – und wie!? Wege in eine erfolgreiche und motivierte Vereinsführung“ geplant, den Helen und Bernhard van Almsick und Armin Kaster konzipierten und leiteten.
Ein Artikel von Eva Luise Roth

Ziel war es, Wege aufzuzeigen in eine zukunftsorientierte und den Gegebenheiten der Zeit angepasste Vorstandsarbeit, die alle mitnimmt und leistbar ist. Und natürlich ist der Weg für jeden Verein ein anderer. Und genau hier setzte das Konzept an: die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, allesamt Vorstände in den unterschiedlichsten Vereinen, wurden gebeten, eine Art Familienaufstellung für ihren Verein zu machen. Auf einem Flügel fanden sich unterschiedliche Püppchen, die die verschiedenen Teile eines Vereines repräsentierten. Vorsitzende, Beisitzer, musikalische Leiter, Publikum, Geldgeber et cetera. Diese Püppchen wurden von den Teilnehmern so angeordnet, wie sie ihren Verein sehen. Dort wo es „hakt“, konnten sie einen „Haken“ hinlegen.

Die Aufstellung brachte die Beteiligten dazu, ihren Verein genauer zu betrachten und Schwierigkeiten zu benennen. Mit einer Einführung in verschiedene Kommunikationsmodelle startete der zweite Tag. Es folgte ein Rollenspiel zum schwierigen Thema Pressearbeit, in dem ein Vereinsvorstand mit einem Zeitungsredakteur spricht. Was will der Redakteur wissen? Worüber soll er schreiben? Was soll er wissen? In den Gesprächen musste improvisiert werden. Das war nicht nur lustig, sondern brachte auch die Erkenntnis, dass eine gute Vorbereitung Grundlage für eine perfekte Improvisation sein kann.

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