Filmstart: Licht - Ein Film von Barbara Albert

Kinostart: 1. Februar 2018 (mit Verlosung)


(nmz) -
Basierend auf dem Bestseller „Am Anfang war die Nacht Musik“ von Alissa Walser erzählt der Film die Geschichte des blinden Wunderkindes Maria Theresia „Resi“ Paradis (gespielt von Maria Dragus), das 1777 in Wien für Furore sorgt.
Ein Artikel von Ursula Gaisa

Die 18-jährige Pianistin wird von ihren überehrgeizigen Eltern in den Salons der Adligen wie ein Zirkuspferd vorgeführt. Nach zahllosen medizinischen Fehlbehandlungen wird sie dem wegen seiner neuartigen Methoden umstrittenen Arzt Franz Anton Mesmer (Devid Striesow) anvertraut. Langsam beginnt Resi in dem offenen Haus der Mesmers, zwischen Rokoko und Aufklärung, im Kreise anderer seltsamer Patienten und dem Stubenmädchen Agnes, das erste Mal in ihrem Leben Freiheit zu spüren. Als Resi in Folge der Behandlung erste Bilder wahrzunehmen beginnt, muss sie aber mit Schrecken feststellen, dass ihre musikalische Virtuosität mit zunehmendem Augenlicht langsam verloren geht …

In ihrem Spielfilm „Licht“ erzählt die österreichische Regisseurin Barbara Albert eine Parabel über die Macht der Musik zur Zeit Mozarts in Wien. Aufwendig inszeniert und mit gro­ßem Einfühlungsvermögen beschreibt das Historiendrama die Suche nach der eigenen Identität – dabei tun sich seelische Abgründe auf, wenn die Mutter plötzlich auf die Tochter einzuschlagen beginnt oder der Freund des Hauses das Stubenmädchen verführt.

Das hervorragende Ensemble agiert souverän in oftmals grellbunten und lauten Welten des Arzt-Haushalts und in den Räumen der hysterisch gelangweilten, vornehmen Wiener Gesellschaft. Und natürlich stellt sich am Ende die Frage: Will Maria überhaupt gerettet werden? Und für was entscheidet sie sich: ein Leben in farbenfroher Freiheit oder für die seelischen Freuden der Musik?


Verlosung

Verlosung 2x2 Karten im Kino Ihrer Wahl, mailen Sie mit dem Betreff LICHT und unter Angabe Ihrer Postadresse bis 8.2. an gaisa@nmz.de!

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