Lieder und Tänze der Welt

Harald Genzmers Volksliedbearbeitungen und weitere Harfen-Neuscheinungen


(nmz) -
Ein Artikel von Monika Wischnowski

Harfe klassisch. Spielstücke für Harfe Solo. Herausgegeben von Xenia Schindler. Edition Hug 11702 (2008)

Dieses Notenbuch enthält Originalwerke für Harfe (Nägeli, Parry, Dussek) und Bearbeitungen von Klaviersätzen (Mozart, Cimarosa, Beethoven, Haydn). Viele Stücke dieses Bandes sind auch auf der Einfachpedalharfe spielbar und somit eine große Bereicherung für den Harfenunterricht auch mit jüngeren Schülern. Die Stücke sind durchweg von mittlerer Schwierigkeit und – wo nötig – mit Spielerleichterungen versehen. Eine kurze Vita der Komponisten findet man im Vorwort.

Harald Genzmer (1909–2007): Lieder und Tänze der Welt. 20 Volksliedbearbeitungen für Keltische Harfe. Edition Peters Nr. 11215 (aus der Reihe Unterricht und Spiel) (2008)

Zum 100. Geburtstag von Genzmer 2009 ist es erfreulich, dass ein Spielbuch mit einigen seiner Werke für die Hakenharfe herausgegeben wurde. Die Stücke sind progressiv angeordnet, und der Band empfiehlt sich zur Auswahl zum Beispiel beim „Jugend musiziert“-Wettbewerb. Dort herrscht oft Mangel an einfachen, für Hakenharfe geeigneten zeitgenössischen Werken. Es wäre wünschenswert gewesen, den zumeist unbekannten Liedern deren Texte hinzuzufügen. Bei einigen Stücken fehlen die Tempoangaben; hier haben die Interpreten Freiheiten, die eventuell unsicher machen.

Gioachino Rossini (1792–1868): Andante et Allegro brillante pour Harpe. Bärenreiter Urtext BA 10541 (2008)

Dieses kurze Originalstück für Harfe Solo von Rossini ist auf Grund seiner Tonart und der fehlenden Chromatik auf allen Harfentypen zu spielen. Anmerkung für Hakenharfenspieler: An zwei Stellen ist schnelles Umstellen der Haken und das Spielen der Noten für die linke Hand mit Rechts nötig.

Johann Melchior Molter (1696–1765): Sonata a 3 in Es-Dur für Harfe, Violine und Cembalo. Edition Walhall, Erstausgabe EW 544 (2008)

In der Besetzungsangabe der Urschrift dieses zweisätzigen Werkes heißt es ausdrücklich „per L’Harpa“, so dass man es sicher mit einem Originalwerk zu tun hat. Die hier vorliegende Erstausgabe basiert auf der Originalhandschrift und enthält außer der Partitur die drei Solostimmen. Die Harfenstimme ist als gleichwertiger Partner zur Violine ausgeschrieben. Die Cembalostimme besteht nur aus der Basslinie (mit Generalbassziffern) und ist identisch mit dem Bass der Harfe. Es empfiehlt sich also durchaus, das Werk auch als Duo aufzuführen.

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