Link-Tipps 2016/06

niusic.de


(nmz) -
Das Internet scheint manchem unendlich groß, endlich aber ist die Anzahl der Magazine, die sich speziell mit Musik der Sparte „E“ oder „Klassik“ auseinandersetzen. Da gibt es natürlich die Fachmagazine, die oft aber hinter einer Bezahlschranke verborgen sind, und da gibt es jetzt aber auch ein journalistisches Produkt, was sich ganz offen zeigt.
Ein Artikel von Martin Hufner

niusic.de
www.niusic.de

Hervorgegangen ist niusic aus der Heidelberger Schreibwerkstatt und weiteren Schreibschulen (Köln, Darmstadt) – da trägt die Dortmunder Schule um den Professor für Musik und Medien/Musikjournalismus an der TU Dortmund, Holger Noltze, jetzt Früchte; entstanden in Kooperation der Kunst- und Kulturpublikationen RONDO GmbH mit dem Internationale Musikfestival Heidelberger Frühling gGmbH. Hier tummelt sich also der musikjournalistische Nachwuchs in Form von sieben Autorinnen und probiert es mit modern-pfiffiger Website-Gestaltung und vor allem dem geschriebenen Wort. Das Themenspektrum reicht von Starportraits bis zur klassischen Konzertkritik plus Verlosungsecke.

Was sich hinter den Rubriken „Nahaufnahme“, „Hörstoff“, „Musikleben“ und „Verspielt“ genau verbirgt, darf der Nutzer gerne selbst mutmaßen und herausfinden. Nach Selbstbeschreibung sei man „auf der Suche nach dem Besonderen: Deutlich und dissonant, sprachverliebt und vielstimmig. Mit allen medialen Mitteln, die das Internet bietet“. Das freilich wird noch wenig eingelöst: Man führt ein leider noch sehr lebloses Blog [mittlerweile ungelinkt versteckt; 14.6.2016] und twittert gelegentlich – das ist zu wenig. Überhaupt wird die Zukunft zeigen, ob da genügend Material eingespeichert wird, dass sich der regelmäßige Besuch für „Musikbegeisterte und Musikverliebte“ lohnt. Man nennt sich selbst „das Onlinebiotop für Klassik und Musikkultur“ – und da ist eben auch Platz in alle Formate, vom kleinen Tümpel am Waldesrand bis zur Weite einer mittelasiatischen Steppenlandschaft.

Das könnte Sie auch interessieren: