Linktipps 2015/09 - Musikjournalismus, Stadt und Natur


(nmz) -
Musikjournalismus ist nicht tot. Aber seine Methoden wandeln sich, zumindest im Internet. Manche Idee wird dabei zunächst zur Burg, aber aus Sand, sie zerfällt daher mit der Zeit. Anders bei:
Ein Artikel von Martin Hufner

TerzWerk
http://www.terzwerk.de

Ein dicker Haufen Studierender im Fach Musikjournalismus an der TU Dortmund haben sich unter dieser Adresse ein gut aussehendes und inhaltsreiches „Magazin“ zur Musik aufgebaut. Wie man es heute erwartet, mit allen Medien in Bild, Ton und Text. Kein Nachäffen des großen alten Feuilletons, aber auch kein blankes Kulturgeprolle. Eher schon mal kräftig im Ton, differenziert insgesamt, mit Haltung und mit Position. Durchschauen lohnt sich wirklich, allein schon wegen des Fernsehinterviews mit Gordon Kampe. Das TerzWerk als Brutstätte des nachkommenden Musikjournalismus? Das könnte was werden, wenn die durchhalten. Das erste Jahr ist immer das einfachste.

Stadtklang 2015
http://bit.ly/1eGkMjp

Vom Bundesministerium für Forschung und Bildung initiiert, darf hier in Klangschnipseln Deutschland akustisch durchkartografiert werden. Die Idee ist nicht ganz neu (man denke zum Beispiel an die englischen Küs-tenklänge: https://audioboom.com/channel/sound…), dafür aber niederschwellig angesetzt. Aufnahmen gehen quasi mit jedem Gerät, das Umgebungsgeräusche aufnehmen kann (zum Beispiel ein Smartphone). 15 Sekunden Aufnahme sind sehr knapp, die Orte nie so ganz präzise. Erinnert ein bisschen an musikalische Hundehaufen, die über Deutschland verteilt sind. Aber das wird natürlich alles wissenschaftlich ausgewertet.

Vogelstimmen aus aller Welt teilen
http://www.xeno-canto.org/

Titel spricht für sich selbst. Vogelstimmen, von 3.000 Arten in etwa 26.000 Aufnahmen bilden ein unersetzliches Reservoire an urheberrechtlich gesehen freien Kompositionen. Wir Vogelliebhaber wissen schon genau, warum Olivier Messiaen auf solche Klänge abgefahren ist.

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