Musik(er) in Bewegung

Kongress des DTKV NRW in der Musikschule der Stadt Düren


(nmz) -
Was bewegt Musikerinnen und Musiker? Um dieser spannenden Frage auf den Grund zu gehen, fanden am 18. April rund 45 Musikerinnen und Musiker aus ganz Nordrhein-West falen den Weg in die Musikschule der Stadt Düren, wo der DTKV-Bezirksverband Köln-Aachen den alle zwei Jahre stattfindenden Kongress des DTKV NRW ausrichtete.
Ein Artikel von Felix Krause

Die vier Dozentinnen Anna Kuwertz, Cornelia Harloff, Sabine Roderburg und Karoline Renner haben den Kongressteilnehmern einen sehr facettenreichen und bewegenden Gedankenaustausch zu diesen Themen ermöglicht.

Nachdem sich die Dozentinnen vorgestellt hatten, teilten sich die Kongressteilnehmer in Gruppen auf. Die Arbeit in kleineren Gruppen ermöglichte eine persönliche und intensive Arbeit.

Anna Kuwertz aus Freiburg beleuchtete das Thema „Musik und Bewegung im Dialog“. Die Art der zwischenmenschlichen Kommunikation kann die musikalische Qualität bei der Arbeit in Ensembles oder im Unterricht entscheidend beeinflussen. In der Gruppe haben die Kursteilnehmer erfahren, bei sich selbst zu bleiben und die Umgebung wahrzunehmen, aber nicht zu bewerten. Störungen in der Gruppe sind wichtig, haben sogar Vorrang.

Wie kann man mit Störungen umgehen und trotzdem eine Balance zwischen sich selbst, der Gruppe und der Musik bewahren? Um diese Erfahrung greifbar zu machen, lud Anna Kuwertz zu verschiedenen Gruppenimprovisationen ein.

Was bewegt Musikerinnen und Musiker vor einem Konzertauftritt? Wie gehe ich mit Lampenfieber um? Dieser inneren Bewegung, die wohl jeder ausführende Musiker kennen dürfte, näherte sich Cornelia Harloff. Es ist schwer, sich bei einer mit beiden Armen gen Himmel gestreckten Körperhaltung einen wirklich negativen Gedanken vorzustellen. Genauso schwierig ist es, in der Ecke kauernd die größte Freude zu empfinden. Cornelia Harloff aus Köln ließ die Kursteilnehmer erfahren, wie sehr Gedanken und Körperhaltung den Musiker beeinflussen.

„Bitte eine Decke und bequeme Kleidung mitbringen.“ Diese Aufforderung in der Einladung zum Kongress ließ erahnen: Hier findet wirklich Bewegung statt. Ohne wirklich sichtbare Bewegung gäbe es auch keine Musik.

Für die Bewegung mit und am Instrument waren zwei Spezialistinnen aus dem Bereich der Dispokinesis geladen. Sabine Roderburg aus Düsseldorf ließ die Kursteilnehmer Bewegungs- und Haltungsaspekte vom Bodenkontakt bis zur Feinmotorik am eigenen Körper erfahren. Karoline Renner aus Konstanz stellte als Querflötistin auch die Atmung in den Fokus.

Die insgesamt sehr kommunikative und inspirierende Stimmung auf dem Kongress hat sicher allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern Lust auf mehr gemacht. Ein herzlicher Dank gilt neben den vier Dozentinnen dem Vorstand des DTKV Köln-Aachen sowie ganz besonders der Leiterin der Musikschule Düren, Andrea Nolte, die die großzügigen und praktischen Räumlichkeiten kollegial zur Verfügung stellte.

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