Wie bunt ist mein Leben?

Landesmusikakademie Hamburg: 2. Symposium Musik und Inklusion


(nmz) -
Der Begriff Inklusion ist in kurzer Zeit zu einem zentralen Begriff in Pädagogik und Gesellschaft geworden. Er wird auf allen Ebenen diskutiert: in Fachkreisen und in den Medien, in der Theorie und in der Praxis. Der Begriff ist populär, obwohl er sehr komplex ist und es kaum zwei Menschen gibt, die die gleiche Definition und Vorstellung davon haben.
Ein Artikel von Winfried Stegmann

Wie bunt ist mein Leben – wie sieht Inklusion in meinem persönlichen Leben und Erleben, in meinem Umfeld und in meinen sozialen Beziehungen aus? Wir brauchen den Anderen und das Anderssein, um uns selbst zu spüren, um uns weiterzuentwickeln und kreativ zu sein. Wann ist das Anderssein bereichernd und wann ist es bedrohlich? Wie viel „Anderes“ lasse ich zu, lasse ich an mich heran?

Inklusion wird in Politik und Gesellschaft in erster Linie als eine Aufgabe wahrgenommen. Dafür braucht es gute Bedingungen, Konzepte und Ressourcen. Die Künste können hier einen eigenen, freieren Zugang schaffen. Der eigene, persönliche Ausdruck und der Kontakt und die Kommunikation mit dem Gegenüber bestimmen den künstlerischen Prozess. Die Künste, Tanz, Musik leben vom Wechselspiel von Spannung und Auflösung , Distanz und Nähe, Dissonanz und Konsonanz. Das gemeinsame künstlerische Tun und Erleben kann das Anderssein verbinden und gestalten.

„Wie bunt ist mein Leben?“ – so heißt der Workshop der Musiktherapeutin Judith Sonntag im Rahmen des 2. Symposiums „Musik und Inklusion – Musik verbindet“ am 28. November 2015 an der Landesmusikakademie Hamburg. Die Landesmusikakademie Hamburg will im 2. Symposium Musik und Inklusion die Chancen und Möglichkeiten inklusiven Musik-, Tanz- und Instrumentalunterrichts beleuchten. In Workshops werden Dozentinnen und Dozenten aus ganz Deutschland ihre Konzepte und Erfahrungen vorstellen und gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutieren.

Folgende Themen stehen auf dem Programm des Symposiums:

  • Tanztheater mit jugendlichen Flüchtlingen
  • Inklusive Ensemblearbeit – Offene Jazz Haus Schule Köln
  • Computerbasierte Instrumente für körperbehinderte Menschen – Anna-Freud-Schule Köln
  • Einschätzung Beziehungsfähigkeit (EBQ-Instrument)
  • Musiktherapie mit Flüchtlingen,
  • Jamliner – Macht Eure Musik! – JMS Hamburg
  • Lieder, die in die Sprache locken
  • Projekt Superklasse
  • Inklusiver Musikunterricht an Schulen
  • Experimentelle Klanggestaltung.
  • Wie bunt ist mein Leben?

Weitere Informationen zum Symposium, Tagesprogramm und Anmeldung gibt es unter: www.landesmusikakademie-hamburg.de

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