Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Andreas Kolb«

Bregenz baut auf die Kunst aus der Zeit

01.07.08 (Andreas Kolb) -

Seit fünf Jahren gibt es nun KAZ, so das Kürzel für die junge Reihe der Bregenzer Festspiele Kunst aus der Zeit. Im Oktober vergangenen Jahres übernahm die US-Dramaturgin und Kuratorin Laura Berman die künstlerische Leitung der Schiene Kunst aus der Zeit. Berman, die auch das Augsburger Konzept für „Mehr Musik“ fürs Netzwerk Neue Musik mitgestaltete und das Projekt nun leitet, hat bereits für die Wiener Festwochen, die Bayerische Staatsoper, die Berliner Festspiele, das Freiburger Theater oder das Zürcher Ballett gearbeitet. Sie ist Präsidentin des Musiktheater-Komitees des „Internationalen Theaterinstituts“ und Beiratsmitglied im „Fonds experimentelles Musiktheater NRW“.

Musik steht am Anfang und am Ende

01.07.08 (Andreas Kolb) -

Alle zwei Jahre treffen sich die Leiter und Direktoren der VdM-Musikschulen zur Hauptarbeitstagung im Wechsel mit den Musikschulkongressen. Da gibt es die Bundesversammlung mit Reden und Tagespunkten und natürlich auch den Wahlen zum Präsidium und manches Politikum mehr. Claudia Wanner berichtet ausführlich auf den Seiten 30/31. Hier interessiert, was so eine Hauptarbeitstagung darüber hinaus noch ist, nämlich ein wichtiger Think Tank für die Verantwortlichen der 925 im VdM zusammengeschlossenen öffentlichen Musikschulen. Gekommen waren zwar nur 175, das ist etwa jeder fünfte Musikschul-Chef Deutschlands.

Klassik am Odeonsplatz

01.07.08 (Andreas Kolb) -

„Klassik am Odeonsplatz“ in München, „Sommernachtskonzerte“ vor dem Schloss Schönbrunn in Wien, „Oper für alle“ aus der Bayerischen Nationaloper am Marstallplatz – und eine Premiere: die Siemens Festspielnacht „Bayreuth für jedermann“. 15.000 Zuschauer sollen am 27. Juli Wagners „Meistersinger von Nürnberg“ auf dem Bayreuther Festplatz sehen und hören – live aus dem Festspielhaus übertragen. Idee und Inszenierung: Katharina Wagner.

Der Sound des Jazz

01.06.08 (Andreas Kolb) -

Nils Wogram: Root 70 on 52nd1/4 Street
Intuition INT 3425 2

Immer am Puls der Zeit und des Musiktheaters

01.05.08 (Andreas Kolb) -

Das Musikland Italien trauert. 200 Jahre nach seiner Gründung durch Giovanni Ricordi, geht der Verlag Ricordi an die Universal Music Group, während das Ricordi-Archiv bei Bertelsmann bleibt. „Aufstieg und Fall eines Verlagshauses in Zeiten des kulturellen Niedergangs in Italien“, so beschreibt Giordano Montecchi die Situation in der Zeitschrift Giornale della Musica.
Was ist geschehen? Werfen wir doch anlässlich des 200-Jahr-Jubiläums einen Blick auf die Geschichte und Gegenwart der Casa Ricordi. Bereits 1994 ging die Aktiengesellschaft G. Ricordi & Co in den Besitz der Bertelsmann Music Group (BMG) über. Seit 2007 gehört der Verlag der Universal Music Group, der Musiksparte des französischen Konzerns Vivendi. Ein Novum insofern, als Universal im Klassikbereich vorher verlegerisch nicht tätig war. Die Headquarters von Universal Music sind in Los Angeles, die europäische Führung sitzt in London. Universal teilt sich auf in den Bereich der Tonträger, zu nennen wären hier etwa Deutsche Grammophon oder Decca, und in einen Verlagsbereich, zu dem nun Ricordi zählt.
Die neuen Inhaber von Casa Ricordi, Ricordi London, Ricordi München, Durand-Salabert-Eschig und Editio Musica Budapest verfügen mit dem italienischen Traditionshaus und mit Durand-Salabert-Eschig über wahre Schätze an Rechten: geschützte jüngere Werke und teilgeschützte kritische Werkausgaben. Man benötigt für das Geschäft mit der Kunst in der Regel sicheres Gespür für gute Musik, ein inhaltlich diversifiziertes Verlagsprogramm; und darüber hinaus natürlich langen Atem. Die teils enormen Investitionen etwa in eine zeitgenössische Oper – die durchaus im unteren sechsstelligen Bereich liegen können – sind natürlich immer mit einem hohen geschäftlichen Risiko verbunden. Hier ist absolutes Vertrauen zum Komponisten und dessen Arbeit nötig, wie es der Verlag etwa im Fall der vor einigen Wochen uraufgeführten vierstündigen Oper „Das Märchen“ von Emmanuel Nunes aufgebracht hat, in der Überzeugung, hier die Entstehung eines Jahrhundertwerks mit ermöglich zu haben.
Ricordi verfügt im schmalen Markt der Gegenwartsmusik über kommerziell erfolgreiche lebende Komponisten wie zum Beispiel Giorgio Battistelli und Mauro Lanza in Mailand, Peter Eötvös, Enno Poppe und Heiner Goebbels in München oder Liza Lim in London. Diese Namen stehen aber auch für etwas im Unternehmen Ricordi, das man Italianitá nennen könnte: Progressives Musiktheater spielte seit der ersten Stunde des Verlagshauses stets eine Hauptrolle.

Festival und Marktplatz für den neuen Jazz

01.05.08 (Andreas Kolb) -

Eine Musikmesse, das sind Hallen voller Instrumente, Notenausgaben und technischem Equipment. Händler in Boxen machen Geschäfte, und Musiker probieren die neuesten Modelle ihres jeweiligen Instrumentes und produzieren dabei eine Soundkulisse, die einem Orchesterwerk von Dror Feiler oder einer gut verstärkten Big Band jederzeit Konkurrenz machen könnte – was die Lautstärke betrifft. Ordermesse nennt sich das Ganze – und genau dieser Prototyp einer Messe ist das, was die innovative Bremer Jazzmesse jazzahead nicht ist. Sie ist im Gegenteil Festival und Leistungsschau deutscher und internationaler Jazzkünstler, sie ist Symposium, und auf ihr wird Kulturpolitik gemacht.

Nur auf die Marke kommt es an

01.04.08 (Andreas Kolb) -

Die Neue Musik ist angekommen: bei der maßgeblichen Instanz, die heute gesellschaftliche Relevanz misst, bei der Fernsehwerbung. Zwei namhafte Fahrzeughersteller benutzen zeitgenössische Musik als Werbeträger für ihre Produkte aus der unteren bis gehobenen Mittelklasse. Ein Ford Focus wird mit Szenen aus einer futuristischen Konzert-Uraufführung inszeniert, ein Mercedes-Kombi spielt die Hauptrolle in einer fiktiven Opernstory. Zwei Auto-Marken, die darauf setzen, ihr Image via Musik an den Kunden zu transportieren.

Carte blanche für Renaud Capuçon

01.02.08 (Andreas Kolb) -

Zwischen Weihnachten und Neujahr ist das Engadin lebendig wie nie – die ganze Welt läuft Ski, rodelt, schießt Eisstöcke und geht shoppen. Nur kulturell ist das Engadin in der Zeit zwischen den Jahren fast eine Wüste. Ein Zustand, den die Tessiner Privatkundenbank BSI, ehemalige Banca della Svizzera Italiana, definitiv beenden will. Vor drei Jahren gründete man das BSI Winter Festival unter der künstlerischen Leitung von Renaud Capuçon.

Hinein in die Mega-City

01.02.08 (Andreas Kolb) -

Into … hinein. Hinter diesem einfachen Wort verbirgt sich eine auf den ersten Blick waghalsig anmutende Unternehmung des Siemens Arts Program. „Hinein“ sollen sechzehn Komponisten aus aller Welt in vier Mega-Städte: Istanbul, Dubai, Johannesburg und in die Agglomeration Pearl River Delta in China, wo an die zehn Millionen Menschen leben.

Soziales Engagement, Sponsoring, Werbung

01.12.07 (Andreas Kolb) -

„Hier bin ich Mensch, hier kauf ich ein“, so lautet frei nach Goethes Osterspaziergang ein Werbeslogan der Drogeriemarktkette dm-Markt. Nicht Kunde, nicht Konsument, nicht Käufer – Mensch ist man in den Augen des dm-Gründers Götz W. Werner, wenn man eine seiner 940 dm-Filialen allein in Deutschland betritt. Der als vehementer Verfechter eines Grundeinkommens in den Medien präsente Geschäftsmann macht jetzt wieder von sich reden: Dieses Mal mit der Initiative Zukunftsmusiker, für die Kulturpartner wie der Verband deutscher Musikschulen, das Institut für Neue Musik und Musikerziehung in Karlsruhe, das Klingende Museum Berlin, die Bundesvereinigung deutscher Musikverbände, das Festspielhaus Baden-Baden, Yamaha und die Kulturstiftung der Länder gewonnen werden konnten.

Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: