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Alle Artikel kategorisiert unter »Martin Hufner«

Schlager – dialektisch

17.01.20 (Martin Hufner) -
Die „Junge Union“ hat in Berlin zu einer Weihnachtsfeier eingeladen, die unter dem Motto „Schlager gegen Links“ steht. Angeblich ist der Zuspruch so groß, dass man die geplante „Location“ wechseln muss. Wie man aus gut unterrichteten Kreisen gehört hat, soll es sich bei den zahllosen Interessentinnen vor allem um Musikwissenschaftlerinnen handeln, die sich auf dieser Veranstaltung fortbilden möchten. Welche Werke der Musik haben die Heldinnen der „Jungen Union“ denn da im Blick? Wo sind all die Schlager, die explizit „gegen Links“ wären. Außer eher den Schlägerinnen von rechts eben.

Aus einem Schuhkarton wird kein Weinberg

30.11.19 (Martin Hufner) -
„Das Gegenteil von gut ist gut gemeint“, sagt ein Sprichwort. Es trifft auf das diesjährige Jazzfest Berlin zur Hälfte zu, wesentlich bestimmt jedoch zur akustischen und optischen. Die Auftritte der Jazzmusikerinnen im Haus der Berliner Festspiele fanden nach wie vor zwar auf der hauseigenen Bühne statt, die aber nun ebenerdig liegt und an der Seite wie von hinten durch weitere Zuschauerränge gerahmt wurde. Die ersten Sitzreihen wurden abgebaut und durch Liegematten ersetzt. Alles offenbar mit dem Wunsch, zwischen Publikum und Musikerinnen eine gewisse Nähe zu schaffen. Das Ergebnis, je nach Platz oder Lage, war jedoch sowohl akustisch wie optisch annähernd katastrophal.

Musik und Katzewas?

28.11.19 (Martin Hufner) -
Der Südwestrundfunk (SWR) besitzt nach eigenen Angaben über 2 Millionen Audiodaten mit Musik. Das ist ganz schön viel. Kein Mensch kann die alle durchhören und so bleibt vieles davon gewissermaßen in einem archivalischen Darknet. Eine dunkle Musikmasse. Ausmisten ist keine Option, denn dazu müsste man ja wissen, was da so schlummert. Ein Computer muss also ran.

Von der Zukunft getrieben, die Gegenwart vergessend

20.11.19 (Martin Hufner) -
In den letzten Jahren war insgesamt wenig Positives zu vermelden, wenn über den internen Zustand im Bereich des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der nmz zu berichten war. Es sei erinnert an die Fusion der Rundfunkorchester beim SWR, an die geplante und dann wieder verworfene Ver- und Abschiebung von BR-KLASSIK ins Digitalradio DAB+, an die Umgestaltung der Jazzformate beim WDR. Glaubt man den Rundfunkmacherinnen, dann ging es immer darum, den Rundfunk – und hier genauer: die Kulturwellen – in die Zukunft zu führen, sie zukunftssicher zu machen. Genauer besehen geht es aber fast immer nur darum, Etat-Kürzungen der Wellen als Kulturmaximierungen zu verkaufen.

[nmz-newsletter] 20.11.2019 – Festschriftkrise | Öffentlich-rechtlicher Rundfunk | Ferchows Fenstersturz | Rezensionen | Neuer Podcast mit Irene Kurka | Nachrichten

20.11.19 (Martin Hufner) -
Update: Festschriftkreise – Wer hätte je gedacht, dass sich der Streit um eine Festschrift zu einem solchen Schadensfall für das Netzwerk aus Musikwissenschaft und Kunst entwickeln würde. Das Schweigen zu diesem Unfall der Publikationsgeschichte bröckelt merklich und langsam zieht der Streit um die Mauser-Festschrift größere Kreise. Nun bezieht auch ein renommiertes musikwissenschaftliches Forschungsinstitut Stellung.

[nmz-newsletter] 19.11.2019 – „Die Festschrift“ und die Folgen

19.11.19 (Martin Hufner) -
Neues zur „Festschrift für Siegfried Mauser“ – Chronologie, Klarstellung von Helmut Lachenmann, eine Meldung der Herausgeberinnen. Jetzt also eine Art Schadensabwicklung in Bruchstücken.

[nmz-newsletter] 12.11.2019 – Aufklärung – Hass – Selbstjustiz – Kritik

12.11.19 (Martin Hufner) -
Leider kein Ende – der Streit um eine Festschrift und um das Verhalten des ehemaligen Präsidenten der Hochschule für Musik und Theater München, Siegfried M., reißt nicht ab. Jetzt hat sich jetzt auch die Mitherausgeberin Susanne Popp in einem Gespräch mit onetz.de geäußert. Sie verteidigt die Festschrift, jetzt vor allem gegen „Hassausbrüche“, die angeblich in den „sogenannten“ sozialen Medien dieser Publikation entgegenschlagen.

[nmz-newsletter] 11.11.2019 – Kein Ende im Fall Siegfried M. in Sicht

11.11.19 (Martin Hufner) -
Das moralisch chaotische Musikleben bleibt leider Dauerthema in unserem Newsletter. Man zieht nur an einem Punkt des Netzes und schon setzt sich eine Kettenreaktion in Bewegung in die beteiligte Unbeteiligte hineingezogen werden. Hier eine ganze Gruppe von Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen, die sich an einer Festschrift zu Siegfried Mausers 65. Geburtstag beteiligt haben und bis auf einen Beiträger sich nicht von den dort im Vorwort getätigten Zeilen distanzierend geäußert haben.

[nmz-newsletter] 31.10.2019 – Vielerlei Haltung [Bushido, Alma Deutscher, Deutscher Musikrat …]

31.10.19 (Martin Hufner) -
Der Deutsche Musikrat fordert auf, Haltung zu zeigen; Moritz Eggert sieht erzreaktionäre Haltungen bei mancherlei Musikvorstellung; die Bayerische Akademie der Schönen Künste übt sich im Haltungsturnen. Ein paar Gedanken zum Thema „Haltung“ und „Unterhaltung“ in unserem Newsletter vom 31.10.2019.

Prollitik und Verantwortung

25.10.19 (Martin Hufner) -
Die FDP und ihr Verhältnis zur (Musik)-Kultur – kannste streichen. Begründung: Unfähigkeit. Was war passiert? Die FDP-Fraktion im Frankfurter Römer stellte einen Etat-Antrag zum Produkthaushalt: „Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Zuschuss in Höhe von 22.000 Euro für das Archiv Frau und Musik e. V. (Haushaltsentwurf 2019, Band 2, S. 1400) wird gestrichen.“ Eine „Begründung“ haben sie gleich mitgeliefert: „Im Hinblick auf die notwendige weitere Konsolidierung des städtischen Haushaltes sollten die Mittel für Archiv Frau und Musik e. V. zugunsten anderer Aufgaben verwendet werden.“ Klingt logisch und nachvollziehbar, oder?
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