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Alle Artikel kategorisiert unter »Georg Beck«

Lebe dein Leben und deine Musik

13.06.18 (Georg Beck) -
Wer sich ihren Terminkalender, ihre Repertoireliste anschaut, glaubt ihr „neue musik leben“, diesen schönen, diesen redenden Titel für ihren brandneuen Podcast sofort. Irene Kurka lebt in der Neuen Musik, lebt für sie.

Ränder, Fehler, Flüstertöne

07.06.18 (Georg Beck) -
Die erste Frage, die diesem Festival-Jahrgang galt, war außermusikalischer Natur: Was eigentlich wird genau gefeiert? – Die Presse- und Öffentlichkeitsabteilung des (haupt)veranstaltenden Westdeutschen Rundfunks war sich sicher: „50 Jahre Wittener Tage für neue Kammermusik“. Was eine ziemlich selbstbewusste Überschrift war zu einer Vorankündigung, die dann lus-tigerweise so weiterging: „Fehler im System, folgenschwere Tippfehler und Versehen, die Veränderung bringen – bei den Wittener Tagen für neue Kammermusik geht es im Jubiläumsjahr um ‚produktive Fehler‘.“

Singen heißt mich das Herz

31.05.18 (Georg Beck) -
Die Zeit vergeht. Wie sie das tut, das hat die jüngste Ausgabe von „Acht Brücken. Musik für Köln“ vorgeführt. Und zwar mit wünschenswerter Klarheit. Dabei hat es die Festival-Dramaturgie verstanden, einerseits Kern und Botschaft des Stücks für alle sichtbar hinzustellen und zugleich ins Überzeitliche zu heben. Man kann das weise, wahlweise geschickt nennen: Geschichte aufarbeiten, ohne Schuldfragen wälzen zu müssen, einfach einen neuen Stand der Dinge verkünden.

Gegenentwurf mit viel Beethoven

29.05.18 (Georg Beck) -
Es gibt Sätze in diesem Buch, für die man ihren Autor noch im Himmel umarmen möchte. Überhaupt bleibt es ein Rätsel, wie ein 30-Jähriger ein solches Thema angehen, finden, es sich zutrauen konnte. Und zwar buchstäblich (hier kann, in diesem Fall muss man es sagen) – allein gegen eine „Welt von Feinden“.

Zimmermann-Oper „Die Soldaten“ an den Uraufführungsort Köln zurückgekehrt

03.05.18 (Georg Beck) -
Man fieberte mit. Wofür man noch nicht einmal Kölner sein musste. Schadete freilich auch nicht, wenn es so war. Man freute sich einfach, dass diese gebeutelte Stadt, in der so vieles versinkt – das Stadtarchiv im bröseligen U-Bahn-Untergrund, die Oper in einer etatlöcherreißenden Permanent-Baustelle, jüngst der 1. Fußball-Club in der Zweitklassigkeit –, man freute sich, dass diese Stadt, offenbar doch noch groß denken, groß handeln kann. Freute sich mit und für den „Leitungsstab“ der Oper Köln, spürte den erhöhten Pulsschlag ihres Dramaturgen Georg Kehren, wenn dieser, nicht ohne Stolz, vorrechnete: „Nach 53 Jahren wieder zurück am Ausgangspunkt!“

Was zwischen Zeit und „derzeit“ so passiert

30.04.18 (Georg Beck) -
Man kommt gern. Allein schon wegen dem Ort. Wo sonst darf man als Freund einer zeitgenössischen Musik sich einmal rechtens im Zentrum fühlen? Hier – Köln, Funk­haus Wallrafplatz – ist man es tatsächlich. Mehr Zentrum geht nicht.

Abenteuerliche Flugmanöver, halsbrecherische Luftkurven

30.04.18 (Georg Beck) -
„Erfolg! Geld! Wir beobachten in neuesten Werken, dass die Musik nicht mehr interessiert. Die Musik wird von den Musikern verlassen.“ [Hans-Joachim Hespos]

„Du verstehst, das Harte unterliegt“

24.02.18 (Georg Beck) -
Nach alter Weisheit (wissen wir von Brecht) braucht es immer auch diejenigen, die „dem Weisen die Weisheit erst entreißen“. Im Rampenlicht stehen sie deshalb nicht. Dabei ist ihr Beitrag nicht unerheblich. Nicht selten sind sie es, die die Dinge in Gang bringen, mit ihren speziellen Fragen am Laufen halten, für ein vorzeigbares Ergebnis sorgen. Wie in diesem Fall. Mit der Monografie zu Leben und Werk des Komponisten und Exil-Forschers Juan Allende-Blin hat das Autoren-Duo Christian Esch und Frank Schneider eine Lücke geschlossen – pünktlich zum 90. Geburtstag des Künstlers am 24. Februar.

Verstörende Gegenwärtigkeit

02.01.18 (Georg Beck) -
Die Vorgeschichte dieses ungewöhnlichen Jubiläums-Festivals lässt sich auf zweierlei Weise erzählen. Die ernste Version geht so: Wo das Verbrechen beschwiegen wird, wo der Mord ungesühnt bleibt, wo die Hilfe unterlassen, verweigert wurde, kann die Kunst nicht schweigen.

Bitte umsichtiges Verhalten am Berg !

31.10.17 (Georg Beck) -
So ist das bei guten alten Bekannten. Man freut sich einfach, wenn man sie sieht. Wie neulich beim Beethovenfest. Immer, wenn sich Vladimir Tarnopolski, dieser grundsympathische Kunstfreund, der in Moskau mit seinem „Studio für neue Musik“ so mutig die Stellung hält, sich mit einer neuen Arbeit ankündigt, ist man erwartungsfroh gestimmt. Das war so 2006 mit seiner den „Fernseh- und Computerabhängigen“ ins Stammbuch geschriebenen Multimedia-Oper „Jenseits der Schatten“, das war so 2016 mit seinem Ensemblestück „Cassandra“ und das war nicht anders als Tarnopolski jetzt sein neuestes Auftragswerk vorgestellt hat.
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