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Alle Artikel kategorisiert unter »Georg Beck«

Was alles so möglich war

06.05.14 (Georg Beck) -
40 Jahre dauern Wüstenwanderungen. Wenn eine Konzertreihe für neue Musik ebenso lange dauert, um nach eben diesen 40 Jahren und drei „Zugaben“ aufzuhören, stellen sich Fragen: Sind die Beteiligten des langen „Umherirrens“ müde und „das ganze Geschlecht aufgerieben“? (4. Mose 32, 13) Oder ist man womöglich und endlich ins „gelobte Land“ eingetreten?

Ist doch toll, wenn aus wilden Jungen junge Wilde werden

06.05.14 (Georg Beck) -
Ein Bild des kollektiven Gedächtnisses. Gezogene Hüte, gereckte Arme, strahlende Gesichter. Kriegsfreiwillige ziehen im August 1914 durch Berlin. Teens noch, gerade Twens. Ausnehmend gut gekleidet. Anzug, Weste, Krawatte. Das verhasste Gewand der Zivilisation. Bald wird man es tauschen mit Feldgrau. Was die Jubler verbindet, ist ihre Jugend. Und die Bereitschaft, sie mit Hurra! auf den Lippen wegzuschmeißen. Die Schlachtbank dazu wird ja gerade installiert.

Warum nicht auch mal touren? – STATIONEN: Ein Schul- und Konzertprojekt neuer Musik aus NRW

14.04.14 (Georg Beck) -
Mit neuer Musik auf Tournee gehen? Eine schöne Idee. Nur eben: Leider nicht realisierbar, weil kaum kommunizierbar. Ein „Arbeitskreis Neue Musik im Landesmusikrat NRW“ hat es trotzdem probiert. Hat zehn Musiker aus zehn der neuen Musik verpflichteten Gesellschaften binnen vier Wochen in zehn Städten auftreten lassen. Ergebnis: Die Nische lebt. Nicht einmal schlecht. Zumal wenn sie im Rheinland eingerichtet wird. Ein Erfahrungsbericht von Station 10.

Axthieb gegen das Uraltgespenst von Zeit und Raum – Winklers „Der Universums-Stulp“ im Wuppertaler Opernhaus

01.04.14 (Georg Beck) -
Zwei Würfel, die sich heben und senken, Räume öffnen für Aktion und Verwandlung, zugleich Projektionsfläche bieten für ein Videozuspiel neuen Typs. Dies die Kernidee einer Inszenierung, die auch in der letzten Vorstellung unter Beweis gestellt hat, dass sie imstande gewesen ist, ein fürs Musiktheater neues und vor allem neugieriges Publikum zu kreieren. Womit die Förderinstitution Kunststiftung NRW, gerade 25 Jahre jung geworden, sich selber sicher das schönste Geschenk gemacht hat.

West-östlicher Wintertraum

02.03.14 (Georg Beck) -
Frau Bang lacht. Etwas verlegen, als ob Sie jetzt Dinge erzählen sollte, die man eigentlich ungern erzählt. Das Alter, Ärger mit dem Finanzamt, solche Sachen. Dabei war die Frage doch nur, was Frau Bang von Beruf ist. Die Reaktion: ein kurzes Zögern, ein suchender Blick zur Seite und dann dieses mehr geflüsterte, unter einem Lachen versteckte: „Ich bin Komponistin“. Ein Dialog ent­spinnt sich.

Nur wer Fragen stellt, bekommt auch Antworten

28.02.14 (Georg Beck) -
Friedrich Cerha winkt ab. „Dreißig? Ist doch kein Alter!“ Der Wiener Meister, der notabu vor gut zehn Jahren als „Ohren auf Europa“-Kurator kennen- und schätzen gelernt hat, muss es wissen. Mit der „Reihe“ hatte Cerha vor gefühlten Urzeiten selber ein Solisten­en­semble gegründet.

Zu Besuch bei Pablos probenden Erben

20.02.14 (Georg Beck) -
Es funkelt und sprüht. Schöne Idee, vier Minguets bei der Arbeit zuzuhören. Nur einmal anders. Einmal nicht, wenn das Quartett vor sein Publikum tritt. Mit Mendels­sohn, mit Rihm und Ruzicka, mit Widmann und Isang Yun. Was es so immerhin schon im 25. Jahr macht und uns damit ganz nebenbei auf den Umstand aufmerksam, dass es ein formidables Ensemble-Jubiläum (nach­)zufeiern gilt.

Heiter bis wolkig – Schönes Wochende – In Düsseldorf startete ein „Festival für modernes Hören“

08.02.14 (Georg Beck) -
Drei bis an den Rand vollgepackte Veranstaltungstage. Kammermusikalisches in großer und kleiner Besetzung, Orchestrales, Performance und auch noch so ein geheimnisvolles Ding wie „modernes Hören“. Für alle schien hier etwas dabei. Wer vieles bringt, wie ja schon unser aller Klassiker wusste, wird manchem etwas bringen. Was brachte das „Schöne Wochenende“?

Prinzessinnen-Wunder vom Rhein – Eine Düsseldorfer Kirchengemeinde erkämpft sich eine Orgel-Rekonstruktion

17.12.13 (Georg Beck) -
Es geht auch andersherum: Gewöhnt daran, Kunst und Kultur als Angelegenheiten des Zentrums zu betrachten, tun wir uns schwer mit den Aktivitäten in der Peripherie. Was kann da schon kommen?! Dass aber Provinz nicht automatisch provinziell bedeutet, belegt jetzt noch einmal der Kampf einer rheinischen Kirchengemeinde zugunsten einer qualitativen Orgel-Rekonstruktion. Ein Weihnachtsgeschenk nach Maß. Mit Selbstbeteiligung.

Musiklandschaft mit Flurschäden

10.12.13 (Georg Beck) -
Warum immer die Ambitioniertesten? Und auch dies fällt auf: Weshalb muss es eigentlich stets zum Äußersten kommen? – Gerade erst die Offenen Briefe von 160 Dirigenten und 148 Komponisten, die sich gegen die Zerschlagung des SWR-Orchesters wenden, jetzt ein Offener Brief von 60 Künstlern aus dem In- und Ausland, die für den Erhalt der Kammer­philharmonie Amadé eintreten. Zwei Klangkörper, unterschiedlich nach Struktur und Repertoire. Dort ein der zeitgenössischen Moderne verpflichtetes Rundfunk­sinfonie­orchester, hier ein auf „freiwillige Leistungen“ der öffentlichen Hand angewiesenes Orchester ohne institutionelle Bindung mit einem Schwerpunkt erste bis zweite Wiener Schule.
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