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Alle Artikel kategorisiert unter »Georg Beck«

Bewegte Pianisten und die Kunst des Schwebens

05.06.13 (Georg Beck) -
Düsseldorf im Mai: „Pianists and Motion“ – „Klavierspiel und Bewegung“. Keine Frage, ein weites Feld, das die deutsche EPTA-Sektion mit diesem Thema abgesteckt hatte. 30 Lectures in vier Tagen haben ausgereicht, um 160 Pianisten und Klavierlehrer ihrerseits in motion zu versetzen und auch sonst einiges freizusetzen. Jede Menge kreative Bewegungsfantasie, dazu eine Sorte bewegte Kreativität, die für Überraschungen, ja für (Wieder-)Entdeckungen gut war.

Cry Out in verschiedener Gestalt

04.06.13 (Georg Beck) -
Köln, im April – ein „Ort der Begegnung und der Debatte“. Für Festival-Kurator Frank Kämpfer bleibt das Forum neuer Musik beim Kölner Deutschlandfunk auch in seiner 14. Ausgabe mit einem gesellschaftspoli­ti­schen Anspruch verbunden. In diesem Jahr mit dem Focus auf Nachwehen, Folgelas­ten, Potenzialen von Postkolonialismus und Globalisierung.

Ein Kotzbrocken wird besichtigt

03.06.13 (Georg Beck) -
Gottfried Wagner ist viel gefragt in diesen Tagen. Seitdem sein jüngstes Wagner-Buch auf dem Markt ist, seitdem es verlagsseitig als „Abrechnung des Urenkels“ beworben wird, werden ihm die Mikrophone hingehalten, richten sich die Kameraobjektive auf ihn.

Sperrig, aber gerade so ganz richtig: Viktor Ullmanns „Kaiser von Atlantis“ am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

09.04.13 (Georg Beck) -
Unbekümmert kommt der Beifall. Kaum würde man am munteren Gekreische speziell für die tapferen Akteure des MIR-Jugend-Orchesters vermuten, dass hier soeben eines der bedrückendsten Dokumente des jüngeren Musiktheaters über die Bühne gegangen ist.

So bleibt man in der Unübersichtlichkeit auf Augenhöhe: „Nocturno“ von Georg Friedrich Haas in Bonn uraufgeführt

26.03.13 (Georg Beck) -
Ein heiteres Ende schreiben ohne Sentimentalität – soviel hatte sich Georg Friedrich Haas vorgenommen wie er gut gelaunt im Vorfeld der „Bonn Chance“-Premiere seiner jüngsten Musiktheaterarbeit „Nocturno“ mitteilte. In dem Maß wie Musik, Text, Szene glücklich zusammenwirken sollten, realisierte sich am Ende auch das erhoffte Ende in Heiterkeit.

Sehnsucht sehnsüchtig vermisst: Helmut Oehrings neuestes Bühnenprojekt „SehnSuchtMEER“ in Düsseldorf uraufgeführt

10.03.13 (Georg Beck) -
So kann es gehen: Groß war sie angekündigt – dann blieb sie doch aus. Wo Goethes Mignon noch leiden musste, weil sie die Sehnsucht kannte, musste man im Düsseldorfer Opernhaus manches erleiden, weil sich dieselbe unerkannt im Hintergrund hielt. Dabei hatte Helmut Oehring eigentlich kompetente Geburtshelfer aufgeboten. Hatte Heinrich Heine („Memoiren des Herrn Schnabelewopski“) und Hans Christian Andersen („Die kleine Meerjungfrau“) mittels eines „Erzählers 1“ und „Erzählers 2“ einfließen lassen. Und hatte ebenso großflächig wie unbekümmert die allersehnsuchtsvollsten Passagen aus Wagners „Fliegenden Holländer“ in seine Partitur hineinkopiert.

Späte Hommage an einen Vergessenen: Zur Wiederentdeckung des Komponisten Aldo Finzi (1897–1945) und seiner Oper „La Serenata al Vento“

13.02.13 (Georg Beck) -
Bergamo, Teatro Donizetti, im Dezember. Der Andrang ist groß, die Neugier gewaltig. Ein singuläres Theaterereignis steht bevor. Soviel spürt man hier. Und tatsächlich gibt es gleich mehrere Gründe, sich die Augen zu reiben. Zunächst darüber, dass es ein Menschen­alter gebraucht hat, bis diese Oper das Licht der Öffentlichkeit erblicken durfte. Eingelöst damit ein Versprechen, das der Komponist noch auf seinem Sterbebett im Februar 1945 seiner Familie abgenommen hat – dafür zu sorgen, dass sein Werk nicht in Vergessenheit gerät.

So also hat sich Wagner das gedacht! Thomas Hengelbrock musiziert einen historisch informierten „Parsifal“

23.01.13 (Georg Beck) -
Die Spannung war groß. Hochgestimmt die Erwartungshaltung, von Thomas Hengelbrock, mehr noch von den Veranstaltern Konzerthaus Dortmund und Philharmonie Essen im Vorfeld nach Kräften befördert. Von beglückten Sängern war die Rede, von ganz neuer Transparenz im Orchester. Ein neuer Parsifal?

Am liebsten heiter: Ein PerformanceKonzert in der Kunsthalle Düsseldorf feiert Fluxus

20.01.13 (Georg Beck) -
Nicht nur das Private, auch das Nostalgische ist politisch. So in etwa könnte sie lauten, die Überschrift über ein paralleles PerformanceKonzert in den Räumen einer aktuellen Ausstellung der Düsseldorfer Kunsthalle.

Es gibt doch ein Leben nach dem Blut: Fulminante Wiederentdeckung von Wolfgang Fortners „Bluthochzeit“ an den Wuppertaler Bühnen

14.01.13 (Georg Beck) -
Am Ende sind es die Frauen, die übrig bleiben. Da hocken sie in ihren Ecken und können es nicht fassen. Und auf einmal hat sich dieses Stück selbst verwandelt aus einem über eine rasante Talfahrt der Gewalt in eines über die Frage: wie weiterleben in einer Gesellschaft, die den „Weg des Blutes“ gegangen ist? In ein Stück, das hinter das Mantra der ewigen Mitläufer blickt. Derjenigen, die es nicht schaffen, nein zu sagen, wenn Dinge passieren, die mit den Überzeugungen, mit den Gefühlen nicht zusammengehen. So gesehen, ist die Braut, die dies schafft, bei aller Tragik, das Hoffnungszeichen dieses düsteren Lorca-Stoffs.
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