Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Georg Beck«

Toll, was da so alles nachkommt: Neues von den Tagen Alter Musik in Herne

14.11.12 (Georg Beck) -
Eine Ausgabe Tage Alter Musik Herne, die (fast) jeden erfreut hat und in der tatsächlich auch (fast) alles hocherfreulich war. Gelernt haben wir vor allem wieder einmal, dass alt etwas anderes ist und sein kann als veraltet.

Rede Künstler, bilde mich! „NOW!“, das Festival Neue Musik in Essen stellt die Gretchenfrage

06.11.12 (Georg Beck) -
Wie bei jedem anständigen „Symposium“ blieben die gestellten Fragen ohne Antwort. Woher sollen auch ausgerechnet Komponisten wissen, was adornitisch kontaminierte Veranstalter so umtreibt: „Wo ist vorn? Welchen Weg beschreiten wir? Welche Perspektive hat unsere Gesellschaft?“

Nicht irgendwann, sondern Utopie jetzt! 10. Festival Neue Musik im Raum Kirche in Mülheim an der Ruhr

03.11.12 (Georg Beck) -
Utopie? Wissen wir doch. Ist, ganz klar, die bessere Welt, die schönere. Nur, weit weg. Weshalb wir uns auch nicht groß zu mühen brauchen. Also weiter im Text. – Eine Logik, die einem Kirchenmusiker aus Mülheim an der Ruhr nicht mehr recht eingeleuchtet hat. Weswegen es jetzt zum zehnten Mal auf und rund um den Kirchenhügel der alten Petrikirche hieß: Utopie jetzt!

Auch die kleinen Flüsse füllen das Meer

31.10.12 (Georg Beck) -
Für vier Wochen im Spätsommer schaut die große Kunst-Welt aufs kleine Bonn. Dann lädt ein opulent programmiertes Beethovenfest zum Stelldichein der Stars und solcher, die es werden wollen. Bliebe die Frage, was sich unterhalb der Wahrneh­mungs­­schwelle so tut. Ist da (noch) was? – Im Prinzip ja, lautet die Antwort. Ein Streifzug.

Bin ich zu deutsch? Eschenbach/Goerne mit Schuberts Müllerin-Zyklus als Dramma per musica

29.10.12 (Georg Beck) -
Glänzender hätte die Eröffnung seiner Residenz an der Philharmonie Essen für Christoph Eschenbach nicht ausfallen können. Kunststück! kann man sagen. Mit einem solchen Partner an der Seite muss es ja gelingen. Einer, der hingeht, um uns mit einem Ruck den Grauschleier unserer Liederabend-Konvention von den Lidern zu reißen. Bewegender als von Matthias Goerne wird Schuberts Müllerin-Zyklus gegenwärtig nicht musiziert.

Auf Neunaug ruht ein Innerblick: Wie Cornelie Müller und Thomas Beimel an den Wuppertaler Bühnen „Geplapper“ in neues Musiktheater verwandeln

24.10.12 (Georg Beck) -
Bis dann. Schönen Tag auch. – Wer kennt sie nicht, wer praktiziert sie nicht, die Floskeln, mit denen wir unser kommunikatives Miteinander gestalten? Und so doch nur unseren täglichen Beitrag zum Sprechmüll liefern. Dass ein Kraut dagegen einerseits bitter nötig, andererseits nicht so recht in Sicht ist, treibt so manchen um. Auch die Münchner Autorin Cornelie Müller und den Wuppertaler Komponisten Thomas Beimel. Der Frust, aber auch die Lust daran ist jetzt eingegangen in ein Stück Musiktheater: „Vom guten Ton. Die Welt ist voll Geplapper.“ Wie wahr.

Mehr Licht auf dunkle Materie: Wie die Interessengemeinschaft Freiburger Komponisten ihre Interessen wahrnimmt

15.10.12 (Georg Beck) -
Aufgewachsen und ausgebildet ist man als es das alles nicht gab: die Mischfinanzierung, das Sponsoring, den Freundschaftspreis, die Flügel- und Raummiete senkende Kooperation und den Zwang dazu. „Damals“, sagt Vereinsvorsitzender Johann Christian Schulz, „konnten wir Komponisten leben von den öffentlichen Aufträgen.“ Tempi passati. Jetzt braucht es sie wieder, die zünftige Organisation, die „Interessengemeinschaft Freiburger Komponisten e.V .“ beispielsweise.

Kleider machen Leute: Wie Nico Muhly und Gavin Bryars in Düsseldorf mit prominenter Hilfe alte Musik in neue Schläuche füllen

06.10.12 (Georg Beck) -
Düsseldorf, 3. Oktober – Zur Zugabe war das Düsseldorf Festival-Publikum wieder wach. Da ging es Hilliard Ensemble und Gambenconsort Fretwork tatsächlich noch einmal um Gibbons pur – und nicht um seine postminimalistischen Wiedergänger. Nico Muhly heißt der eine, ist Anfang dreißig und hat sich neuerdings eine punkige, irgendwie an Milos Formans Amadeus erinnernde Sturmfrisur zugelegt. Wichtiger ist natürlich, dass der amerikanische Komponist volle Auftragsbücher hat.

Die fröhliche Theaterwissenschaft des Heiner Goebbels

02.10.12 (Georg Beck) -
Bochum, Duisburg, Essen im September – wahrscheinlich sind wir ganz nah bei Heiner Goebbels, wenn wir uns seine (erste) Ruhrtriennale als Ring­beschleuniger vorstellen. Man kennt diese Technik, die mit Riesen­aufwand Riesenrennbahnen für Elementar­teilchen in der Erde versenkt – möglichst fern von störenden Umwelt­einflüssen. Ist alles am Platz, treten erwar­tungsfroh gestimmte Ingenieure auf den Plan, die den Schalter umlegen, um ihre Teilchen (oder was sie dafür halten) auf Kollisionskurs zu schicken. Und dann – Peng!

Coro und Courage: Grenzüberschreitende Ensemble-AG beim Berio-Festival Amsterdam

01.10.12 (Georg Beck) -
Amsterdam, Muziekgebouw 29. September. – Volles Haus und ein Publikum, das aus dem Häußchen ist. Stehende Ovationen für einen bewegenden „Coro“, dem großen Bekenntniswerk von Luciano Berio. Lautstark artikulierte Dankbarkeit für die Courage einer grenzüberschreitenden Arbeitsgemeinschaft aus Doelen Ensemble Rotterdam, Capella Amsterdam, notabu.ensemble Düsseldorf. Denn immerhin, soviel wurde am Rande dieses kleinen Berio-Festivals auch klar: Holland ist in Not.
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: