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Alle Artikel kategorisiert unter »Georg Beck«

Starke Gruppenbildung für 12 bis 15 Instrumente

22.09.16 (Georg Beck) -
Freiburg, im Juli. – Eigentlich haben sie gar keine Zeit, alte Ensemble-Akten zu wälzen. Anderer­seits: Dreißig Jahre Aventure sind mehr als ein einziger Aventurler im Kopf behalten kann. Weswegen man am Gang durch die Ensemble-Geschichte, und sei er noch so kursorisch, gar nicht vorbeikommt, allein schon, um die jetzt im Jubiläumsmonat gehäuft auftretenden Festredner, Grußwortspender, Porträt­schreiber entsprechend zu munitionieren.

Der Nachwuchs lässt die Muskeln spielen – Komische Oper im Doppelpack am Theater Aachen

29.06.16 (Georg Beck) -
Die Stimmen wie die Gesichter. Auf der Bühne, im Graben, sogar im Parkett die Welt zwischen Zwanzig und Dreißig. So gewollt, so praktiziert am Theater Aachen seit 20 Jahren. Seitdem kooperiert man mit der Hochschule für Musik und Tanz Köln, Standort Aachen. Die letzte Opernpremiere der Spielzeit, dies der Deal, gehört den Gesangsstudenten und dem Hochschulorchester.

Der Berg, der immer weiter wächst

12.06.16 (Georg Beck) -
Ein außergewöhnliches Leben, ein kaum zu überblickendes Werk. Hansjörg Pauli, der beides aus dem Effeff kannte, hat gerade deshalb gewusst, dass eine verläss­liche Scherchen-Biographie selber ein Titanenwerk wäre. Bis heute steht sie aus. Die Stationen nur anzuschauen, könnte einen schwindlig machen. Zwischen Berlin-Schöneberg, wo Scherchen am 21. Juni 1891 als Sohn eines Gastwirts zur Welt kam und Florenz, wo er am 12. Juni 1966 nach dem Dirigat von Gian Francesco Malipierios „L‘Orfeide“ gestorben ist, liegt die Welt.

Interreligiös auf doppelter Ebene

06.06.16 (Georg Beck) -
Ob das Schöne im Hässlichen gedeiht, gedeihen kann, ist eine alte Frage. In Köln hat man sie jetzt noch einmal aufgeworfen, unfreiwillig. Vermutlich war es einmal mehr Gedankenlosigkeit, mit der man die Uraufführung des in jeder Hinsicht anspruchs­vollen Requiems von Christina Messner zusammen mit drei weiteren Kammermusik-Aufführungen in einen Disco-Schuppen verlegt hatte.

Provinz lebt, wenn sie schöne Nebenwege hat

31.03.16 (Georg Beck) -
Immer im Februar besinnt sich Trier, die Stadt mit dem 2000-Jahre-Erbe auf dem Buckel, auf das Gegenwärtige – in der Kunst. In Kooperation mit der „Gesellschaft für aktuelle Klangkunst Trier e.V.“ veranstaltet man im städtischen Kulturzentrum TUFA ein Festival auf der Grenze von notierter, improvisierter, installativer Musik, ein „internationales Festival für aktuelle Klangkunst“. Dieses Jahr in der 16. Ausgabe: zehn Konzerte, eine Klangkunstausstellung, Workshops für Schüler – ein dicht gepacktes Wochenende.

Wie die Wut klingt – James Rhodes auf der lit.COLOGNE

13.03.16 (Georg Beck) -
Da sitzt dieser Wuschelkopf und schaut uns aus großen Brillengläsern an. Etwas scheu, etwas überrascht, etwas ratlos. Und genauso schauen wir zurück auf dieses, sagt man in Köln: schmale Hemd. Das soll dieser Typ sein mit dieser unglaublichen Geschichte? Der mit seinem Buch jetzt allerorten von sich Reden macht? Mit diesem Beruf, der den meisten der Anwesenden im vollbesetzten Schauspielhaus wohl ebenso abenteuerlich vorkommen musste wie Astronaut oder Kampfschwimmer.

Wenn die Zeit zum Raum werden soll

01.03.16 (Georg Beck) -
Was uns so alles gewünscht wird. Keine Zeitung kann man kaufen, keine Besorgung machen, an jeder Supermarkt-Kasse ist es unvermeidlich: „Schönen Tag noch!“ Jeder weiß, was er davon zu halten hat. Angeschaut wird man dabei ja ohnehin selten – es sei denn, man legt seine Payback-Karte vor. Belohnt mit frommen Wünschen, mit Rabattvorteilen wird der Konsum, das erklärte, das deklarierte Kundesein. So weit, so bekannt.

Warum Flug MH370 vom Radar verschwand! Lesen Sie hier!

01.03.16 (Georg Beck) -
Eine Kölner Musiktheater-Produktion kennt die Hintergründe. Natürlich ist „format BLACKBOX:“ ein rätselhafter Name für ein Stück neues Musiktheater. Als solches ist es annonciert im Freien Werkstatt Theater Köln. Zugleich als ein Stück Autorentheater. Komponist Sergej Maingardt und Librettistin Rosi Ulrich zeichnen in diesem „düsteren Cyber-Märchen“ verantwortlich für Regie und Dramaturgie. Nur, dass wir nach einer Stunde das Gruseln immer noch nicht gelernt haben. Wie konnte das passieren?

Jenseits von Main und Stream

30.12.15 (Georg Beck) -
Geschichte ist ungerecht, heißt es. Wie wahr. Man muss sich ja nur einmal anschauen, wie sie so geschrieben wird. Was da alles in Wegfall kommt! Zum Beispiel Thema Achtundsechzig, rebellische Generation. Als ob es den RCDS nicht gegeben hätte! Oder Thema jüngere Kunstmusik. Als ob es tatsächlich keine Welt gegeben hätte jenseits, unter- und außerhalb einer mit selbstredend großem N geschriebenen Neuen Musik. Eine Welt im Schlagschatten, über die man im Prinzip wenig weiß, weswegen man zum Beispiel auch Thomas Blomenkamp kaum kennt.

So ist die Welt! Nur muss sie auch so sein? – Philippe Boesmans „Au Monde“ am Theater Aachen erstaufgeführt

07.12.15 (Georg Beck) -
Das Ambitionierte dieses Premierenabends war spürbar. Perfektion allenthalben. Szene, Bühne, Kostüm. Und es lief ja auch wie geschmiert. Auf- und Abtritte durch Schiebetüren, Umbauten auf offener Szene in immer neuen Sitz- und Hackordnungen zu einer Musik, die niemals störte, aufmuckte, vielmehr immer artig aus dem Graben verrätselte Bläser-Fragezeichen, gemurmelte Halbsätze gespielten Erschreckens versendete. Etwa so: „O, Welt!“
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