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Musikmagazin "taktlos" Ausgabe 128 Chor-Kultur: Kunst fürs Land

31.10.08 (thg) -
Künstlerische Spitzenleistungen findet man angeblich nur in den Metropolen. Dorthin fließen feine Subventionen. Dort singen auch die Superstars. Auf dem platten Land herrscht Provinzialismus oder gar Wüste. Was ist dran an dieser Diagnose?

Goldene Worte

01.12.04 (thg) -

„Die PISA-Studie ist missverstanden, wenn wir jetzt das Pauken anfangen und das Musizieren ausfallen lassen,” meinte Altbundespräsident Johannes Rau vor einem Jahr. (Bildungspolitisch betrachtet findet sich der FC Deutschland 06 aus aktueller OECD-Sicht, was die Schlüsselkompetenzen für das Lernen in Schule und Beruf betrifft, gerade mal auf dem undankbaren 20. Tabellen-Platz unter 44 Teilnehmerländern)

Die Hochkultur-Zentrale

01.06.03 (thg) -

Unsere nmz steht gewiss nicht im Verdacht, eine wohlfeile Plattform für industrie-musikalische Produkte aus dem Dekadenz-Prozessor der Major-Con-troller abzugeben. Gern aber pfriemeln wir aus den Schlamm-Torten vom Hitparaden-Fließband die gar nicht so seltenen authentischen Rosinen, haben längst erklärt, dass der Unterschied zwischen „U” und „E” mit musikalischer Wirklichkeit wenig zu tun hat. Klang-Konstrukte, die stinkend zum Himmel dröhnen, werden – proportional betrachtet – von gewissen Ausstattern Donaueschinger Experimentalflächen in gleicher Masse produziert wie von Dieter Bohlen. Dass die Haupt-Quelle des wirtschaftlichen Ertrages allerdings übel röche, konnten wir den immer noch auf Zuwachs getrimmten Jahresberichten der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (vulgo GEMA) keinesfalls entnehmen. Eher schien sich eine nasenschleimhaut-verhornte Non-olet-Mentalität breitgemacht zu haben. Die paar in Stiftungen und Fonds abgezwackten Sozial- oder Kultur-Kröten erregen nicht mal mehr die Begehrlichkeit ansonsten verbissen centfuchsender Jingle-Generateure. Ausgerechnet bei der Feier zum hundertsten Gema-Geburtstag wurden wir drastisch eines Besseren belehrt. Die Gema sieht sich als Hochkultur-Zentrale. Anders lässt sich die Programmgestaltung zum Jubelfest im Schinkel-Bau des Berliner Konzerthauses (vom Volksmund inzwischen – wegen der zahlreichen Moden-Shows dort in „Schinken-Burg” umgetauft) nicht erklären.

Spiegel-Eier

01.05.03 (thg) -

Zwei Seiten im „Spiegel“ über, sagen wir mal, Musikwirtschaft: und sofort ein echtes Gipfeltreffen. Auf der Macher-Seite Andreas Mölich-Zebhauser, Intendant und Geschäftsführer des Festspielhauses Baden-Baden. In lumpigen fünf Jahren hat es dieser Tausendsassa des Musik-Managements vermocht, aus der mentalen und baulichen Investitionsruine mitteleuropäischer Konzertsaal-Megalomanie eine offensichtlich rentable Kultur-Veranstaltungsstätte zu zimmern. Auf der anderen Seite Deutschlands begabtester Musikjournalist: Klaus Umbach. Der Zauberkünstler verworteter Klangsprache.

Affenfelsen

01.09.02 (thg) -

Die Forschungsgruppe „Brunftverhalten“ liefert exklusiv für unsere Rubrik zur „Rettung der Menschheit vor dem Weg in die Kulturgesellschaft“ eine Kurzanalyse des ersten direkten Aufeinandertreffens der Bewerber um die Maximalgunst des chronischen Fernsehpublikums: Der erste Revierkampf auf dem Pavianfelsen im Zoo Adlershof verlief überraschend aggressionsarm. Die Beisslust des Beta-Primaten Edmund visualisierte sich allenfalls in gelegentlichen Speicheltröpfchen auf der Unterlippe, während Alpha Gerhard immerhin einmal deutlich die Zähne zeigte. Der Austausch ritualisierter Grunz- und Knacklaute verlief diszipliniert, bei Edmund unerwartet perlend – was ihm Reviervorteile verschafft haben mag. Gerhard intonierte aus dem vollen Volumen eines prall gefüllten Brustkorbes verhalten, während Edmund konsequent das Belüftungspotential seines überlegenen Kehlsackes zum Einsatz brachte. Wenig überraschend die Konfiguration der Brunft-Lappen: Mattrot bei Gerhard, laublau bei Edmund.

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