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Alle Artikel kategorisiert unter »Andreas Kolb«

Abschied von vertrauten Stimmen

19.03.19 (Andreas Kolb) -
Jazz ist nicht tot, er riecht nur komisch – dieses Diktum von Frank Zappa ist schon tausendfach bemüht und – was die Geruchsbelästigung angeht – schon oft widerlegt worden. Zum Beispiel jede Woche aufs Neue von Martin Hufner, dem Online-Redakteur der neuen musikzeitung. Woche für Woche publiziert er für Jazzzeitung.de hörenswerte Programm-Preziosen von zwölf öffentlich-rechtlichen Rundfunkstationen unter dem Titel „Jazz im Radio“. Auch wenn die meisten Sendungen nur für Nachtschwärmer geeignet sind, ist seine Recherchearbeit doch jedes Mal ein Beweis für ein diverses, qualitativ gutes und lebendiges Jazz-Radio.

Den Mythos der Abwesenheit widerlegen

06.03.19 (Andreas Kolb) -
Musikgeschichtsschreibung findet nicht nur in Büchern statt. Auch Medien wie das Fernsehen sind daran beteiligt, welches Bild und welche Erzählung von der musikalischen Avantgarde überliefert wird. In „Tele-Visions“, einem der Programmschwerpunkte des Berliner Festivals MaerzMusik (22. bis 31.3.2019), werden selten zu sehende Filmraritäten und Dokumente aus über 20 Fernseharchiven gezeigt, erläutert und kommentiert. Einer der Kuratoren ist der amerikanische Komponist, Posaunist und Musikwissenschaftler George Lewis. Die nmz stellte ihm Fragen zu seiner Programmierung für MaerzMusik.

Vielfalt der kulturellen Angebote produktiv gestalten

03.03.19 (Andreas Kolb) -
Angestoßen von Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur im rheinland-pfälzischen Kabinett Dreyer, war erst Sommer 2018 eine Diskussion unter den Kulturminis-tern der Länder entstanden, bei der man sich darüber verständigt hatte, die Kulturminister der 16 Bundesländer in ein eigenständiges Gremium zu bringen. In einem sehr schnellen Verfahren wurde das auch umgesetzt. Die Kulturministerkonferenz beschloss dann bereits im Herbst 2018, dass man unter der Kultusministerkonferenz als eigenständiges Gremium gegründet werden sollte. Diesen Januar ist die neue Kulturministerkonferenz unter dem Vorsitz des Hamburger Senators für Kultur und Medien Carsten Brosda an den Start gegangen. Die nmz traf sich mit ihm zum Gespräch.

Schulterschluss zwischen den Disziplinen

13.02.19 (Andreas Kolb) -
Das Institut für Neue Musik und Musikerziehung Darmstadt versteht sich als Forum des interdisziplinären Diskurses zwischen Produktion, Reproduktion und Reflexion innovativer künstlerischer Konzepte der Gegenwart und der jüngsten Vergangenheit und ihrer musikpädagogischen Vermittlung. Im Rahmen seiner Frühjahrstagung schafft das Institut durch Konzerte, Vorträge, Seminare und Workshops Möglichkeiten der Information, der Diskussion und des Erfahrungsaustausches zwischen Komponisten, Interpreten, Wissenschaftlern, Pädagogen und einer musik- und kunst­interessierten Öffentlichkeit. Für den Vorstandsvorsitzenden Jörn Peter Hiekel ist die Tagung unter dem Titel „ÖFFENTLICH/privat. (Zwischen)Räume in der Gegenwartsmusik“ vom 24. bis 27. April 2019 die letzte, die er mitverantwortet. In diesem Jahr will er als Vorsitzender des Instituts aufhören. Anlass für ein Gespräch mit dem Musiktheoretiker und Professor für Musikwissenschaft/Neue Musik an der Hochschule für Musik Dresden.

Das Klavier in unserem Leben – Eindrücke vom Eclat Festival Stuttgart

12.02.19 (Andreas Kolb) -
37 Uraufführungen in fünf Tagen, das ergibt einen Schnitt von etwa sieben neuen Werken am Tag. Mehr als je zuvor war das Eclat Festival vom 6. bis 10. Februar 2019 im Stuttgarter Theaterhaus – übrigens nach wie vor eine der architektonisch besten Produktionsstätten für neue Musik – eine Messe der musikalischen Möglichkeiten der Gegenwart. Was die eingeladenen 26 Komponistinnen und 24 Komponisten alles präsentierten, reichte vom „harmlosen“ (in Anführungszeichen!) Schubert-Abend über neue Musik als sozialreformerische Bemühung bis hin zu auf höchstem Niveau gefertigter und dargestellter Kammer-, Chor- und Orchestermusik.

Ein rumorendes Konzert an der Akademie – Streichquartette von Halffter und Gubaidulina

02.02.19 (Andreas Kolb) -
2012 erhielt die Europäische Union den Friedensnobelpreis für ihren Einsatz für Frieden, Versöhnung, Demokratie und Menschenrechte. Zurecht wie der Autor dieser Zeilen meint, gerade aus musikalischer Sicht ist ein – wenn auch im brüderlichen Wettstreit – vereintes und friedliches Europa eine der größten Errungenschaften seit Jahrhunderten. „Alle Menschen werden Brüder“: der Europäer Beethoven war nicht der einzige Musiker, der sich Kunstfreiheit und Menschenwürde in einem geistigen Europa wünschte. Bis in unsere Zeit reichen die politischen Verwerfungen, unter denen auch die beiden Komponisten zu leiden hatten, die der Musikdirektor der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, Peter Michael Hamel, aufs Podium in der Residenz lud. Er stellte der russischen Komponistin Sofia Gubaidulina und dem spanischen Komponisten Christobal Halffter die Frage: „Wie klingt Europa im 21. Jahrhundert?“

Was bis zehn nicht gesungen wird, ist verloren

30.01.19 (Andreas Kolb) -
Durch den Fächerverbund MeNuK – Mensch, Natur und Kultur –, in den Heimat- und Sachunterricht, Bildende Kunst, Textiles Werken und Musik jeweils integriert waren, war das Fach Musik an den Grundschulen des Landes Baden-Württemberg mehr als ein Jahrzehnt lang de facto unter den Tisch gefallen. Seit dem Schuljahr 2016/17 ist mit der Einführung eines neuen Bildungsplans Musik wieder Einzelfach an Grundschulen. Eine lange gestellte Forderung von Pädagogen, Musikern und Verbänden ging damit in Erfüllung. Doch noch ist die Welt nicht in Ordnung. Spontan nach Einführung dieses Bildungsplans konstatierte die Schulbehörde: Es herrscht Mangel an entsprechend qualifiziertem Lehrpersonal.

Die Musik-Erlebnis-Messe

30.01.19 (Andreas Kolb) -
Bereits im Jahr 1895 gab es in der Musikstadt Leipzig eine erste Musikmesse. 124 Jahr später will die neue Musikmesse „musicpark“ an dieses Tradition anschließen. Die Spanne der Aussteller reicht vom traditionellen Instrumentenbau in Sachsen bis hin zu HighTech-Produkten. Andreas Kolb (nmz) unterhielt sich mit Messedirektorin Stephanie Scholz über den Aufschlag im November 2019.

Migration, Pluralität, Diversität

30.01.19 (Andreas Kolb) -
Das Forum neuer Musik des Deutschlandfunks wird Anfang April 20 Jahre alt. Kurator Frank Kämpfer hat es zu einem diskursiven Musik-Wort-Veranstaltungsformat entwickelt, bei dem sich Projekte mit neuer Musik auf gesellschaftlich relevante Themen und Fragen beziehen. Das 20. Forum widmet sich dem Themenfeld „Migration / Integration“. Chefredakteur Andreas Kolb sprach mit dem Deutschlandfunk-Redakteur:

Die subversive Lust am Neuen

30.01.19 (Andreas Kolb) -
Das Klavierspielen lernte er bei Elly Ney. Doch besonders positiv erinnert er sich an deren Mitarbeiter am Salzburger Mozarteum, den Pianisten Hans Ehlers, der den jungen Franz Hummel vom Kindesalter bis zur Bühnenreife förderte und begleitete.
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