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Alle Artikel kategorisiert unter »Berthild Lievenbrück«

Spielräume eines professionellen Marketings

01.06.03 (Berthild Lievenbrück) -

Überrascht stellten viele der Musikerinnen und Musiker fest, dass sie den Konzertraum, das Publikum und damit verbunden auch die eigene Bühnenpräsenz häufig „aus den Augen verlieren“. Darüber hinaus wurde für alle Beteiligten in den spielerischen Übungen spürbar, dass Blickwinkel häufig Standpunkten entsprechen: Ein verstohlener Blick nach unten beim Auf- und Abtreten oder ein verlorener Blick in die erste Zuhörerreihe bei der Konzertansage spiegeln oft Angst, Unsicherheit und vor allem Distanz zum Publikum wider. Wird hingegen der ganze Konzertraum bewusst ins Blickfeld genommen, richtet sich die eigene Präsenz automatisch nach außen und der Kontakt zum Publikum lässt sich mühelos herstellen. Selbst die Stimme profitiert von einer bewussten Haltung, wie in den anschließenden Sprachübungen mit Krawutschke hörbar wurde. Auch hier konnten die Teilnehmenden des Seminars selbst erfahren, dass man zunächst einmal Resonanz entwickeln muss, um Resonanz zu erhalten.
Ulrike Klees, Dozentin für mentales Training an der Hochschule für Musik Würzburg und der Orchesterakademie des Bayerischen Rundfunks, widmete sich in ihren Ausführungen und Übungen einem weiteren wichtigen Bereich der Bühnenpräsenz, der schon vor dem Auftritt von großer Bedeutung ist: der mentalen Vorbereitung auf das Konzert. Lampenfieber, Schweißausbrüche und Angst vor einem „Blackout“ – frustrierende Erfahrungen, die fast alle Musikerinnen und Musiker bereits gemacht haben. Dass man diesen Situationen nicht hilflos und resignierend gegenüberstehen muss, sondern sie selbst beeinflussen kann, zeigten bereits einige wenige Übungen. Musikstücke wie auch Konzertsituationen im Allgemeinen lassen sich mental von der ersten bis zur letzten Note im Kopf durchspielen, was sich positiv auf die Konzentrationsfähigkeit und schließlich auf die Bühnenpräsenz auswirkt. Hier wurde wieder deutlich, wie wichtig die innere Einstellung ist, um Fehler annehmen, die eigene Leistung schätzen und sich selbst vertrauen zu können.

Den Prozess gemeinsam in Gang halten

01.12.02 (Barbara Stiller) -

Die „Initiative Konzerte für Kinder“ der Jeunesses Musicales Deutschland geht ihrem Ende entgegen. Über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren haben wir versucht, Konzerte für Kinder aus zahlreichen Blickwinkeln zu beleuchten: Methoden der Konzertpädagogik in Fort- und Weiterbildung, Best-Practice-Modelle, kultur- und bildungspolitische Perspektiven, Musikvermittlung im internationalen Kontext. Diese und andere Aspekte haben gezeigt, dass das Genre Konzerte für Kinder ein bislang wenig fokussiertes und erforschtes Feld ist, obwohl das Thema Musikvermittlung „für junge Ohren“ in Schulen, Orchestern und Ausbildungsinstitutionen zunehmend diskutiert wird. Im Laufe von zwei Jahren konnte die Initiative einige wichtige Impulse geben, die unter anderem zur Entwicklung eigenständiger Projekte und zur Gründung neuer Initiativen an verschiedenen Orten der Republik geführt haben. Damit wurde ein Prozess in Gang gesetzt, dessen Ende noch lange nicht abzusehen ist. Bleibt zu hoffen, dass immer mehr Entscheidungsträger aus Kultur, Wirtschaft und Politik die dringend nötige Verantwortung für diesen Bereich übernehmen. Denn eines ist sicher: Konzerte für Kinder waren, sind und bleiben eine unverzichtbare Investition in die Zukunft.

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