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Alle Artikel kategorisiert unter »Christian Kröber«

Liebe und Tod in Samt und Seide: Vincenzo Bellinis „I Capuleti e i Montecchi“ an der Münchener Staatsoper

28.03.11 (Christian Kröber) -
Manchmal schreibt das Leben die spannenderen Geschichten. Während der Intendant Nikolaus Bachler dem Münchner Premierenpublikum die Absage von Vasselina Kasarova in der Rolle des Romeo mitteilt, verkünden die neuesten Nachrichten den Ausgang der Schlacht in Baden Württemberg. Dort haben zwar weder die Capuleti noch die Montecchi gesiegt, aber ein kleiner Farbsturz weg von Schwarz-Gelb hin zu Grün-Rot bringt die politische Routine ganz schön durcheinander.

Traum oder Albtraum? „L'Enfant et les sortilèges“ und „Der Zwerg“ an der Münchner Staatsoper

01.03.11 (Christian Kröber) -
Dieses Mal ist es gut gegangen, das spannende Zusammenwirken von Münchens Operngeneralen Nikolaus Bachler und Kent Nagano. Bachler, ein Freund der Theaterregisseure, konnte den jungen polnischen Regisseur Grzegorz Jarzyna nicht nur überreden, an der Bayerischen Staatsoper zu inszenieren, sondern ihn auch davon überzeugen, Ravels Kurzoper „L'Enfant et les sortilèges“ mit „Der Zwerg“ von Zemlinsky zu kombinieren.

Im Labyrinth der Gefühle: Calixto Bieito und Daniele Gatti versuchen sich in München an Beethovens „Fidelio“

22.12.10 (Christian Kröber) -
Es waren dann doch viel weniger Buhs, als die sensationslüsterne Öffentlichkeit erwartet hatte, bei dieser ersten Arbeit des katalanischen Skandalregisseurs an der Bayerischen Staatsoper. Und sie galten vor allem dem Dirigenten. Um es vorweg zu nehmen: der Abend in München erfüllte die Erwartungen in keiner Weise. Weder kamen diejenigen auf ihre Kosten, die den Theaterskandal zum Lakmustest für die Lebendigkeit der Oper erheben; noch die Liebhaber großen musikalischen Opernglücks. Über weite Strecken herrschte pure Langeweile und Sänger, Dirigent und Orchester befanden sich, bis auf wenige, allerdings herausragende Ausnahmen, auf dem Niveau einer anständigen Provinzbühne.

Ex oriente lux: Chopin-Preisträger und Wagners „Rheingold“ zu Gast in Ludwigshafen

16.11.10 (Christian Kröber) -
Die Zeichen stehen auf Sturm. Eine große deutsche Wochenzeitung hat den Kulturkampf und die Schlacht um Subventionen ausgerufen. In einer mehrseitigen Reportage wird die Frage nach der Existenzberechtigung mittlerer und kleinerer Opernhäuser gestellt. Gleichzeitig boomt der Starkult um Echo- und andere Sternchen, gehen Kulturmagazine der Frage nach, warum eine junge Pianistin Russisch lernen – wegen Dostojewski – und der große Stargeiger unser großes Boulevardblatt lesen muss. Und wo bleibt die Kunst?

Wagner für Jung und Alt: Public Viewing und Webstream präsentieren in diesem Jahr auch die Kinderoper

21.07.10 (Christian Kröber) -
Bereits zum dritten Mal präsentiert die Siemens Festspielnacht Wagners Werke für Jedermann zum Nulltarif. Am 21. August 2010 gibt es jedoch eine Neuerung: die von Katharina Wagner im letzen Jahr erfolgreich ins Leben gerufene Kinderoper zeigt Tannhäuser nicht nur auf der Bühne, sondern auch nachmittags am Volksfestplatz.

Echtes Mitspracherecht bei Festlegung von Berufsbildern

09.12.09 (Christian Kröber) -
50 Jahre erfolgreiche Gewerkschaftsarbeit: Anlass für die Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer (VdO) zu feiern. Geladen waren neben den Funktionsträgern des Berufsverbands auch Freunde und Gäste. Dass zu diesen auch die erste Garde des Deutschen Bühnenvereins – in Tariffragen der Antipode der VdO – gehört, macht deutlich, dass über allen Auseinandersetzungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern im Theater die Liebe zur Kultur steht – und der Wunsch, diese zu bewahren. Dieser gemeinsame Wille stand Pate bei den Hauptrednern des Tages. Tobias Könemann, Geschäftsführer der VdO, sprach von den Aufgaben, die gegenwärtig anstehen und auf die VdO in Zukunft zukommen. Die Sicherung der sozialen und wirtschaftlichen Lage der Mitglieder ist dabei nur eine unter vielen. Über allem aber steht die Erkenntnis vom Wert der Kultur. Christian Kröber berichtet von der Podiumsdiskussion über die szenische Chorarbeit, die im Zentrum der Festveranstaltung stand. Im Anschluss zitieren wir aus den Ansprachen von Tobias Könemann, Rolf Bolwin und Klaus Zehelein.

Zutritt für Jedermann: Public Viewing und Internet demokratisieren die Hochkultur

02.08.09 (Christian Kröber) -
Einige einzelne Karten wären schon noch zu haben, lässt die freundliche Verkäuferin bei den Salzburger Festspielen wissen. Aber nur noch in der höchsten Preisklasse: Cosi fan tutte für 370 Euro? Das geht auch billiger:

Klangwolke im Wolkenturm: der Musik-Sommer Grafenegg setzt Akustik-Maßstäbe

15.07.09 (Christian Kröber) -
Wer aus München ins niederösterreichische Grafenegg reist, um den diesjährigen Musik_Sommer mit einer Sommernachtsgala einzuweihen, erlebt ein musikalisches Akustikwunder der besonderen Art. In einem 32 Hektar großen Landschaftsgarten wurde vor zwei Jahren neben das neugotische Schloss der Familie Metternich-Sándor ein futuristischer Open-Air Bau gestellt, der 1.750 Zuhörern Platz bietet. Seit 2008 verfügt Grafenegg daneben über einen neuen Konzertsaal.

Politische Bekenntnisse eines Unpolitischen – Pfitzners „Palestrina“ in München

20.01.09 (Christian Kröber) -
Auf den Menschen Hans Pfitzner und seine kruden politischen Äußerungen angesprochen, erwiderte Simone Young, die Dirigentin des Münchner Palestrina vielsagend: „Sagen wir es mal so: Seine Musik ist deutlich besser als seine schriftlichen Werke.“ Dies und die Tatsache, dass die „Musikalische Legende“ Palestrina im Juni des Jahres 1917 im Münchner Prinzregententheater ihre Uraufführung erlebte, sichert dem Stück eine ganz besondere Aufmerksamkeit in der Bayerischen Landesmetropole.

Knietief im Trüben - Andreas Kriegenburgs durchdachte Wozzeck-Inszenierung in München

21.11.08 (Christian Kröber) -
Wie passt das zusammen? Das reiche, schicke Münchner Opernpublikum, zurecht gemacht zur neuesten Premiere – und oben auf der Bühne die schleichende Verelendung und Entmenschlichung des Franz Wozzeck in Alban Bergs Bühnenwerk von 1925. Es passt leider sehr gut zusammen, in der Zeit nach dem Zusammenbruch großer Bankhäuser, mitten in der größten Finanzkrise nach 1929.
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