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Alle Artikel kategorisiert unter »Christian Kröber«

Eine Walküre trägt Bubikopf

01.04.03 (Christian Kröber) -

Wagners Gesamtkunstwerke zeichnen sich nicht nur durch ein hohes Maß an Komplexität aus, sondern verlangen von Regisseur und Publikum Einfühlungsvermögen und Geduld. Wenn dann mit dem Ring des Nibelungen ein musikalischer Gesellschaftsentwurf an vier Abenden verwirklicht werden soll, kommt dazu noch ein notwendig langer Atem aller Beteiligten. Dass das Pläne machen das Eine, die Lebensläufe aber ein anderes sind, mussten die Münchner Verantwortlichen bei ihrer jüngsten Ringproduktion schmerzlich erfahren: Der für die Regie veranwortliche Herbert Wernicke verstarb mitten in der konzeptionellen Arbeit an der Walküre und jeder, der nun das Werk fortsetzen wollte, hatte mit diesem Handicap zu leben.

Drache aus dem Ei

01.12.02 (Christian Kröber) -

Was ist nur los mit unserer Kulturlandschaft, dass keine so richtige Freude mehr aufkommen mag? Fehlt es an der kritischen Neugierde oder an der notwendigen Demut vor dem künstlerischen Schöpfungsprozess? Eine satte Trägheit scheint sich breit zu machen, die jeden Neuanfang als längst Dagewesenes verspottet. Einzig der Skandal, die Randale taugt zum Qualitätsmaßstab in unserer eventverliebten Spätbürgerlichkeit. Und so flüsterten die Eingeweihten schon Tage vor der Münchner Siegfried-Premiere, dass es dieses Mal ganz schrecklich werden würde das Theater im Theater.

München: Stadt, Land, Fluss

01.09.02 (Christian Kröber) -

Nun hat es also auch München erwischt – jene Stadt, die doch immer fürs Leuchten zuständig war. Im Zeichen von Laptop und Lederhose war man spendabel und konnte sich manches gönnen, was bei nord- oder ostdeutschen Schwestern mehr als nur Neidgefühle verursachte. Doch plötzlich und scheinbar überraschend bricht auch über diese kulturelle Vorzeigestadt Deutschlands das wirtschaftliche Unwetter herein, lodern die Blitze sinkender Steuereinnahmen; das Ende scheint nah.

Die K-Frage

01.07.02 (Christian Kröber) -

Der Anfang ist immer am schwersten. Und so stellt sich seit einiger Zeit die Frage, wann und wie beginnen sie den, diese Münchener Opern-Festspiele, traditionell oder unkonventionell? Das „Festspiel+“-Programm will der diesjährigen Thematik „Überväter” projektbezogen im aktuellen Stilmix nachspüren.

Weißt du, wie das wird?

01.04.02 (Christian Kröber) -

Was haben der 5. Februar 1975, der 19. März 1987 und der 24. Februar 2002 gemeinsam? Diese drei Daten dokumentieren jeweils den Beginn eines neuen Rings in München und damit den Beginn einer der größten Herausforderungen, der sich ein Opernhaus stellen kann.

Kein Geheimtipp mehr, die Adria ist angesagt

01.09.01 (Christian Kröber) -

Ravenna ist bekannt und unbekannt zugleich. Wer wüsste nicht vom Reichtum der Mosaiken, dem Grab Theoderichs des Großen oder ähnlichen Fragmenten deutscher Italienkenntnis zu berichten.

Musikalische Sommersprossen

01.09.01 (Christian Kröber) -

Von einem Sommerloch zu sprechen fiele im Bereich der Kultur schon seit langen Jahren niemandem mehr ein. Die Zeiten, in denen ein Staatsoper- direktor, wie weiland Gustav Mahler, in der vielmonatigen Sommerpause abendfüllende Symphonien aufs Papier brachte, sind wohl endgültig vergangen. Manchmal erscheint es dem Betrachter unserer Musiklandschaft, als ob diese aus einer Aneinanderreihung von Festivals, Veranstaltungsreihen und Musiktagen bestünde. Dass Musik und Kunst Zuhörer und Interessierte auch als Touristen für die jeweilige Hotellerie anzulocken vermag, darüber gab nicht erst jüngst Mortiers bittere Bilanz der Salzburger Verhältnisse beredtes Zeugnis.

Wo sich Tell und Rihm die Hände reichen

01.05.01 (Christian Kröber) -

Wilhelm Tell ist nicht weit und Richard Wagner auch nicht, der unweit von Luzern in Tribschen residierte. Daraus hat die Stadt, für die der Fremdenverkehr bereits seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts eine große Bedeutung besitzt, immer wieder Kapital geschlagen. Unweit am Vierwaldstätter See befindet sich, durch einen steilen Fußmarsch erreichbar, die Tell-Kapelle und findet sich auch das Richard-Wagner-Museum mit seiner reizvollen Instrumentensammlung. Wer von der Natur so reichhaltig belohnt wurde, wie die größte Stadt der Zentralschweiz, die in jeder schweizerischen Schokoladenwerbung Platz finden könnte, hat es eigentlich nicht nötig, risikoreiches Neuland zu betreten.

Vermittlung zwischen Urheber und Nutzer

01.03.01 (Christian Kröber) -

Zwischen dem DTKV und der GEMA wurde ein Gesamtvertrag geschlossen, wonach Mitgliedern des DTKV für deren eigene Musiknutzungen auf die Normalvergütungssätze der GEMA ein Gesamtvertragsnachlass von 20 Prozent eingeräumt wird. Insbesondere wurden zwischen den Vertragspartnern die Vergütungssätze E (Konzerte mit ernster Musik), E-P (Konzerte der ernsten Musik, die ausschließlich pädagogischen Zwecken dienen) und U-VK (Unterhaltungsmusik mit Musikern) in der jeweils gültigen Fassung vereinbart. Im Folgenden soll die Lizenzierung nach den Vergütungssätzen E beziehungsweise E-P mit ihren jeweiligen Besonderheiten dargestellt werden.

Wo alles Spaß ist, ist das Weinen nah

01.03.01 (Christian Kröber) -

Es ist eine müßige Frage, ob Gedenktage und Gedenkjahre dem Gegenstand dessen, womit sie sich befassen, immer gerecht werden, da sie sich im öffentlichen Kulturkalender seit langer Zeit als treue Fixpunkte eingenistet haben. Und so verwundert es nicht, dass die musikalische Welt den hundertsten Todestag Guiseppe Verdis zum Anlass nimmt, diesen überragenden Opernkomponisten des neunzehnten Jahrhunderts mit einer Vielzahl dann so genannter Gedenkveranstaltungen zu würdigen.

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