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Alle Artikel kategorisiert unter »Hartmut Lück«

Vor 50 Jahren (1972/05)

05.05.22 (Hartmut Lück) -
[…] So sehr Berlioz die Emanzipation der Musik von klerikaler Dogmatik und klassischer Strenge zur Individualisierung, zur rein musikalisch begründeten Funktionalität einer weit über Beethoven hinaus gesteigerten Ausdrucksskala vorantrieb, so sehr hat er aber auch den Star- und Geniekult des aufkommenden Bürgertums mit inszeniert, …

Sechs-Eck auf der Gitarre

28.05.21 (Hartmut Lück) -
Leo Brouwer, Gitarre, spielt Werke von Gaspar Sanz, Luys de Narváez, Fernando Sor, Cornelius Cardew, Hans Werner Henze und Leo Brouwer. Deutsche Grammophon Debut Nr. 2555 001, 30 cm, stereo, 6 DM

Vor 50 Jahren: Luigi Nono im Gespräch mit Hartmut Lück

24.05.20 (Hartmut Lück) -
Immer wieder mit Erstaunen nimmt man zur Kenntnis, mit welcher Vehemenz politische und ästhetische Diskussionen vor 50 Jahren geführt worden sind. Luigi Nono ist hier im Gespräch mit Hartmut Lück in voller Fahrt. „Zuerst müsste man natürlich die Gesellschaft ändern!“

Vor 50 Jahren

15.04.20 (Hartmut Lück) -
Werner Goldschmidt gehört zu den Pionieren unter den Schallplattenherstellern, denn er verschrieb sich und seine WERGO-Produktion ausschließlich der zeitgenössischen Musik. Inzwischen sind andere Firmen mit umfangreichen, mehr dem Markt als der Sache dienenden Repräsentationsalben nachgestoßen, doch Goldschmidt ist schon wieder vorn: Er startete eine „Taschendiskothek Neuer Musik“ mit 17cm/33 U/min-Schallplatten, die nur 6,90 DM kosten und damit die Platte endlich zu dem machen, was sie schon längst hätte sein sollen: zum Gebrauchsgegenstand für wirklich an der Sache Interessierte, zudem für solche, denen 25 DM immer noch eine Menge Geld ist, und das sind mehr, als man gemeinhin glaubt.

Rückblende 2019/09 (Vor 100 und vor 50 Jahren)

29.08.19 (August Halm) -
Vor 100 Jahren: Musikalische Jugendkultur [August Halm, Neue Musik-Zeitung, 40. Jg., 1919, Heft 13] / Vor 50 Jahren: Cluster und Klerus oder: Der unaufhaltsame Abstieg des Krzysztof Penderecki [Hartmut Lück, Neue Musikzeitung, ­XVIII. Jg., 1969, Nr. 4 (Aug./Sept.)]

Traditionen wiederbeleben

04.06.12 (Hartmut Lück) -
Festivals mit überregionaler, ja internationaler Ausstrahlung durch einen finanziellen Federstrich zu beenden, wie es im Jahre 2000 mit „Pro musica nova“ bei Radio Bremen geschah, ist leicht. Aber ein Festival von Grund auf neu zu konzipieren und im Publikum zu verankern, ist schwer, langwierig und reich an Enttäuschungen, weil die ursprünglichen treuen Besucher erstmal weggebrochen sind. Aber nachdem der Bremer Sendesaal gegen die Abrisspläne einer in dieser Hinsicht banausischen Landesregierung und eines willfährigen damaligen Intendanten auch nach dem Umzug Radio Bremens in die Innenstadt erhalten wurde (siehe neue musikzeitung 5-12), schickte sich nun die Crew um Peter Schulze bereits zum zweiten Mal an, mit „Nova – Sendesaal Bremen“ an die einst von Hans Otte begründete „Pro musica nova“ anzuknüpfen.

Stilleben mit Putschgeneral

01.09.04 (Hartmut Lück) -

Der Roman „Der Herbst des Patriarchen“ von Gabriel García Márquez drängt sich nicht gerade als Vorlage fürs Musiktheater auf, denn diese Abrechnung mit dem lateinamerikanischen Diktatoren-Unwesen bietet keine Handlung mit sich entwickelnder Figuren-Konstellation; stattdessen einen perspektivisch wechselnden Bewußtseinsstrom ohne lineare Zeitebene: Leben und Tod des hier „Patriarch“ genannten Caudillo, Vergangenheit und Gegenwart des imaginären, aber ortbaren Landes sind von Anfang an als zeitloses, doch bildmächtiges Tableau präsent.

Die Klippe des Mythos umschifft

01.09.02 (Hartmut Lück) -

„Wer über die Neunte hinaus will, muss fort,“ raunte einst Arnold Schönberg am Grabe Gustav Mahlers. Seit Beethoven mit seiner Neunten sein sinfonisches Œuvre abschloss, gab es den Mythos der Neunzahl; heute eine eher anekdotische Größe.

Wenn es vom Bildschirm klingt

01.06.02 (Hartmut Lück) -

Musik ist im Fernsehen so allgegenwärtig, dass man sich fragen mag, was es denn da überhaupt noch zu entdecken oder gar zu diskutieren geben könne. Kein Action-Film, keine Space Opera ohne „passende“ klangliche Untermalung, kein Naturfilm ohne seichte ökologische Kuschelmusik, kein Werbespot ohne begeistert krähenden Tortenchor – die Stille kommt fast nur vor, um die nächste Klangwoge entsprechend vorzubereiten.

Ein ruheloser Humorist

01.05.01 (Hartmut Lück) -

Die beiden hochmusikalischen Brüder Paul und Rudolf Hindemith, der eine 1895, der andere 1900 geboren, waren zunächst das Aushängeschild der Familie; später musizierten die einstigen Wunderkinder auch professionell zusammen, nämlich im Amar-Quartett, einer der führenden Quartettvereinigungen in der Neue-Musik-Szene der Zwanzigerjahre. Aber Rudolf Hindemith, der Cellist des Quartetts, blieb nicht lange. Er floh den Schatten des immer berühmter werdenden älteren Bruders, wechselte ins Blasmusik- und Jazz-Milieu, fing an zu dirigieren, und als Paul emigrieren musste, blieb er in Deutschland und landete, obwohl keineswegs ein Nazi-Parteigänger, ausgerechnet am Dirigentenpult des „Sinfonieorchesters des Generalgouvernements“ in Krakau, dem Paradepferd des berüchtigten Gauleiters Hans Frank, der als „Schlächter von Polen“ unrühmlich in die Geschichte einging und am Galgen eines polnischen Militärgerichtes endete.

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