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Alle Artikel kategorisiert unter »Jörg Clemen«

Wo die Zikaden den Tod übertönen

01.11.08 (Jörg Clemen) -
Es ist sicher ungewöhnlich, bereits zu Lebzeiten eines Komponisten eine Tagung über (s)ein „Spätwerk“ zu veranstalten. Zumal, wenn dabei ein Künstler im Mittelpunkt steht, dessen Schaffen eine veränderliche Vielfalt in den künstlerischen Mitteln prägt, das weit über 200 Werke aller Gattungen umfasst und das ihn, mit Schwerpunkt Opern, in Europa als wichtigsten deutschen Tonkünstler apostrophiert. Dabei ist Hans Werner Henze bis heute ein widersprüchlicher Individualist geblieben. Ein Einzelgänger bezüglich seiner Musiksprache, die immer glutvoll durchpulst und niemals akademisch ist. Die das Traditionelle nicht scheut und dennoch für jedes Werk gültige, innovative Klangwelten erzeugt.

Kein Königsweg für die Musiklehrerausbildung

01.04.07 (Jörg Clemen) -

Anfang März fand an der Universität Leipzig eine Tagung zum Thema „Kooperation und Profilbildung in der Musiklehrerausbildung“ statt. Eingeladen hatte dazu die „Konferenz Musikpädagogik an Wissenschaftlichen Hochschulen Deutschlands“. Die Vereinigung, in der bundesweit rund 50 Ausbildungsstätten für Musiklehrer aller Schulstufen organisiert sind, versteht sich gleichermaßen als politisches Sprachrohr und Fachgremium, und der Themenkreis der Tagung wie auch die Berichte und Vorträge der Referenden markierten nicht nur die Problemfelder innerhalb der Musiklehrerausbildung.

Ein Wettbewerb kommt zurück

01.02.07 (Jörg Clemen) -

Am 11. März 2007 ist es so weit: der Internationale Telemann-Wettbewerb in Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt Magdeburg öffnet seine Pforten und empfängt dazu auf historischem Instrumentarium musizierende Kammermusikensembles aus aller Welt.

Erfolgsgeschichte mit einigen Brüchen

01.02.01 (Jörg Clemen) -

Es begann mit zwei Gastspielen im Leipziger Gewandhaus 1799. Damals bereisten Franz Anton Hoffmeister – vielseitig begabter Musiker, Komponist und Verleger – sowie der Flötist Franz Thurner eine Reihe europäischer Städte. Das aus Wien stammende Duo hatte auch in Leipzig Erfolg, der für Thurner wie üblich mit dem Applaus und der Auszahlung der Gage endete. Hoffmeister dagegen fand Gefallen an der Stadt, blieb hängen und ging auf die Suche nach einem geeigneten Partner „vor Ort“ zwecks Gründung einer Musikfirma. Der unternehmerische Kontrapunkt war bald gefunden: Ambrosius Kühnel, der seinerzeit Organist an der katholischen Kapelle in der Pleißenburg und Geiger im Gewandhausorchester war. Gemeinsam gründeten sie am 1. Dezember 1800 eine Firma mit Notenstecherei, Druckerei, Verlags- und Instrumentenhandlung. Ihr Name: Bureau de Musique. Anfang 1805 trat Hoffmeister aus der Firma aus. Kühnels Erben verkauften den Verlag 1814 an den Leipziger Buchhändler Carl Friedrich Peters (1779–1827), der das Verlagsprogramm gezielt vergrößerte. Peters ist bis heute Namenspatron des Verlages.

Ein Orchester aus vierzig Celli

01.12.99 (Jörg Clemen) -

Eichhorn war exzellenter, zuweilen auch extravaganter Praktiker, der sein Instrument mühelos beherrschte und dessen Repertoire alle wichtigen Kammermusik- und Solowerke umfasste. Über pädagogische und methodische Erfahrungen und Überlegungen hinaus hat er analytische Untersuchungen zur Klanggestaltung angestellt und damit Grundlegendes zur Theorie und Praxis bei Streichinstrumenten offen gelegt. Die These über die wechselseitige Abhängigkeit der drei Faktoren Kontaktstelle, Strichgeschwindigkeit und Bogendruck – damals Neuland in der Streicherpädagogik – hat sich als elementar richtig erwiesen und innerhalb moderner Unterrichtsmethoden weltweit Verbreitung gefunden. Leider hat Eichhorn sein Wissen nie publiziert, sondern lediglich an eine große Zahl von Studenten und Schülern weitergegeben. Diese wiederum haben es nachfolgenden Generationen vermittelt. Anlässlich des 100. Geburtstages von August Eichhorn organisierte der Leipziger Violoncello-Professor Siegfried Pank ein großes Klassentreffen, zu dem Schüler und Enkelschüler Eichhorns eingeladen wurden und dessen Rahmen das dreitägige Symposium in der Leipziger Hochschule für Musik und Theater war. Hier war Eichhorn von 1933 bis zu seiner Einberufung zur Wehrmacht 1942 Solocellist des Gewandhausorchesters und Professor am damaligen Konservatorium. Auch nach dem Krieg, der für Eichhorn katastrophale psychische Folgen hatte, unterrichtete er außer in Mannheim und Heidelberg bis 1961 gastweise in Leipzig. Nach der Schließung der Grenze nahm er seinen Wohnsitz in Westdeutschland.

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