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Alle Artikel kategorisiert unter »Jörn Peter Hiekel«

Die Sinne denken

29.10.19 (Jörn Peter Hiekel) -
„Omnia tempus habent“ hat Hans Zender eine Konzertreihe genannt, die er einige Jahre an seinem langjährigen Wirkungsort Freiburg durchführte. Dieser sprechende Titel, an ein Werk von Bernd Alois Zimmermann angelehnt, ist typisch für Zenders jahrzehntelange Neigung zur intensiven Reflexion kultureller Traditionen und existenzieller Fragestellungen. Die auf Dialoge zwischen alter und neuer Musik konzentrierte Reihe steht überdies aber exemplarisch für die zahlreichen visionären, für die Musikkultur enorm hilfreichen, stets zum denkenden Hören stimulierenden Initiativen und Ideen, die wir Hans Zender verdanken.

Schulterschluss zwischen den Disziplinen

13.02.19 (Andreas Kolb) -
Das Institut für Neue Musik und Musikerziehung Darmstadt versteht sich als Forum des interdisziplinären Diskurses zwischen Produktion, Reproduktion und Reflexion innovativer künstlerischer Konzepte der Gegenwart und der jüngsten Vergangenheit und ihrer musikpädagogischen Vermittlung. Im Rahmen seiner Frühjahrstagung schafft das Institut durch Konzerte, Vorträge, Seminare und Workshops Möglichkeiten der Information, der Diskussion und des Erfahrungsaustausches zwischen Komponisten, Interpreten, Wissenschaftlern, Pädagogen und einer musik- und kunst­interessierten Öffentlichkeit. Für den Vorstandsvorsitzenden Jörn Peter Hiekel ist die Tagung unter dem Titel „ÖFFENTLICH/privat. (Zwischen)Räume in der Gegenwartsmusik“ vom 24. bis 27. April 2019 die letzte, die er mitverantwortet. In diesem Jahr will er als Vorsitzender des Instituts aufhören. Anlass für ein Gespräch mit dem Musiktheoretiker und Professor für Musikwissenschaft/Neue Musik an der Hochschule für Musik Dresden.

Porträt einer faszinierenden Persönlichkeit

20.03.18 (Jörn Peter Hiekel) -
Dass Söhne oder Töchter bedeutender Künstlerpersönlichkeiten über ihre Väter (oder Mütter) Bücher schreiben, kommt nicht allzu oft vor. Und wenn dies dann doch geschieht, liegt oft der Verdacht nahe, es ginge ihnen vor allem um Beschönigung, Rechtfertigung oder gar Abrechnung. Das nun zum 100. Geburtstag Bernd Alois Zimmermanns von seiner Tochter Bettina vorgelegte, im Titel treffend „persönliches Portrait“ genannte Buch umschifft solche Gefahren mühelos.

Pluralistische Horizonterweiterungen

20.03.18 (Jörn Peter Hiekel) -
Der Komponist und Dirigent Hans Zender, mit Bernd Alois Zimmermann in dessen letzten Lebensjahren eng befreundet und mit dessen Schaffen so vertraut wie kaum eine anderer, hat vor wenigen Jahren im Rahmen eines Portraitfilms über den 18 Jahre Älteren eine bedenkenswerte Einschätzung formuliert: Man könne, so Zender, erst jetzt allmählich die Bedeutung und den enormen Facettenreichtum von Zimmermanns Komponieren erkennen.

Aspekte des Körperlichen in Neuer Musik

01.03.16 (Jörn Peter Hiekel) -
Vom 30. März bis zum 2. April 2016 findet die 70. Frühjahrstagung „Body sounds“ des Instituts für Neue Musik und Musikerziehung statt.

Gewichtiger Materialstand

03.02.15 (Jörn Peter Hiekel) -
Unter den bedeutenden Komponisten des 20. Jahrhunderts gehört Bernd Alois Zimmermann zu jenen, deren Schaffen in den letzten zwei Jahrzehnten ein stark gewachsenes Interesse nicht nur des Musiklebens und der nachwachsenden Generationen von Komponisten, sondern auch von musikwissenschaftlicher Seite verbuchen konnte.

Befreiung zu neuem Hören

06.05.14 (Jörn Peter Hiekel) -
Die oft beklagte Scheu vieler Musiktheoretiker gegenüber der Neuen Musik hat an etlichen Ausbildungsinstituten zu einer eher konservativen Ausrichtung in den Bereichen Harmonielehre und vor allem Gehörbildung geführt. Warum und auf welchen Wegen man dies ändern kann und welche Nachdrücklichkeit gerade die Schulung der Fähigkeit und Bereitschaft zum Hören verdient, erfährt man aus dem lesenswerten Buch „Ganz Ohr? Neue Musik in der Gehörbildung“. Eine Gruppe von Zürcher Musiktheoretikern erläutert darin auf sinnfällige Weise Strategien und Konzepte einer Einbeziehung jenes Feldes der Musik des 20./21. Jahrhunderts, das von manchen Vertretern des Faches schlichtweg ignoriert wird – vermutlich weil diese Dimension in ihrer eigenen Ausbildung nur ein Schattendasein erlebt hat und daher, leider typisch für viele Musik(hoch)schulen, ein Umdenken außerhalb des Vorstellungsvermögens liegt.

Ins Offene? Neue Musik und Natur

01.03.13 (Andreas Kolb) -
Das Institut für Neue Musik und Musikerziehung e.V. in Darmstadt ist eine Einrichtung zur Auseinandersetzung mit neuer Musik und ihrer pädagogischen Vermittlung. Die neue musikzeitung sprach mit dem Vorstandsmitgleid Jörn Peter Hiekel über die besvorstehende Tagung.

Die digitale Revolution und ihr virtuelles Orchester

01.03.13 (Jörn Peter Hiekel) -
Erlebt die Musik von heute gerade eine umfassende „digitale Revolution“? Ein jüngst erschienenes Buch von Harry Lehmann behauptet dies (H. Lehmann: Die digitale Revolution der Musik. Eine Musikphilosophie, Schott, Mainz: 2012). Als wesentlichen Anhaltspunkt seiner Thesen dient dem Berliner Philosophen und Physiker die Überzeugung, dass künftig auch die ungewöhnlichsten Klänge der Neuen Musik mittels Klangdatenbanken reproduzierbar sein werden. Zumindest dieser Teil der Zukunft hat, so kann man konstatieren, schon unmittelbar nach Drucklegung des Buches zur „digitalen Revolution“ begonnen. Denn Thomas Hummel, Komponist, Informatiker und seit langem einer der kreativen Köpfe im Freiburger Experimentalstudio des SWR, hat in sechsjähriger Entwicklungsarbeit mit Hilfe von 30 hochqualifizierten Musikerinnen und Musikern eine „conTimbre“ genannte Klangdatenbank mit Spieltechniken der Neuen Musik geschaffen, die alles bis dahin in diesem Bereich Verfügbare in den Schatten stellt.

Wege im Pluralismus der Gegenwartsmusik

01.03.06 (Jörn Peter Hiekel) -

Unter dem Stichwort „Orientierungen. Wege im Pluralismus der Gegenwartsmusik“ sucht die diesjährige Frühjahrstagung des Darmstädter Instituts für Neue Musik und Musikerziehung (INMM) in der Darmstädter Akademie für Tonkunst nach einer umfassenden Standortbestimmung der Gegenwartsmusik und zugleich nach Möglichkeiten ihrer schlüssigen Vermittlung. Es sollen Perspektiven und Erfahrungsmöglichkeiten diskutiert werden, die dazu angetan sein könnten, aus einem von Beliebigkeit geprägten Pluralismus herauszuführen, denkbare Wege im Dickicht der durch Jürgen Habermas zum Schlagwort gewordenen „Neuen Unübersichtlichkeit“ unserer Gegenwartskultur.

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