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Alle Artikel kategorisiert unter »Theo Geiẞler«

Kurz-Schluss – Wie ich einmal bei der Umsetzung eines beschlossenen Heftschwerpunktes massiv ins Schleudern geriet

27.05.21 (Theo Geiẞler) -
Bekannt und beliebt in gewissen gebildeten Kreisen bin ich für die trockene Präzision meiner Sprache, für die wissenschaftliche Exaktheit meiner Abhandlungen gerade im Rahmen dieser Rubrik unserer Kultur- und Naturzeitschrift. Während die meisten Autorinnen und Autoren des vorliegenden Themenheftes sich etwas überraschend teils mit der faszinierenden Vielfalt und Historie der Kerbtiere befassen oder mit deren auch pestizidverursachten Auslöschung, samt den für uns Menschen verheerenden Folgen, gerate ich in die mentale Zwangsjacke einer dramatischen Kindheitserinnerung: … [Vorabdruck aus Politik & Kultur 2021/06]

Theos Kurz-Schluss – Wie ich einmal versuchte, mich IT-technisch nützlich zu machen, und der erste Anlauf leider etwas enttäuschend verlief

28.01.21 (Theo Geiẞler) -
Offengestanden ist so ein staatlich heruntergefahrenes öffentliches Leben auch für einen eigentlich abgehalfterten ollen Kulturjournalisten nicht nur materiell sehr unangenehm, sondern auch gewissermaßen ideell recht langweilig und inhaltsarm. Statt Festival-Infos, kleinen finanziell interessanten Denunziationen oder opportunistischen und deshalb auch rentablen Interviewanfragen füllen mein Postfach fette Mails von Lieferdiensten für Pizzas oder günstige Treppenliftangebote. Das Nachrichtenstudium gerade im Netz gerät schmalspurig unangenehm. Da fand ich in mehreren recht glaubwürdigen Infoangeboten – völlig unerwartet – eine nahezu märchenhafte Story. Übereinstimmend und scheint’s authentisch – ausgerechnet über unseren Holpermaut-Produzenten und Daten-Highway-Schläfer, den Bundesminister für digitale Infrastruktur – ja, den gibt es und er heißt Andreas Scheuer, CSU.

Kurz-Schluss: Wie ich einmal einer Abschiebung entkam, um die nächste irrtümlicherweise zu erleben

28.05.20 (Theo Geiẞler) -
Gewiss entsinnen Sie sich der Schilderung meiner verzweifelten Situation in der vergangenen Ausgabe unserer Kulturzeitschrift: Ich hatte meine Dienste als Quereinsteiger-Hilfslehrer von Herzen sozial engagiert dem Kultusministerium angedient – und war im Kittchen gelandet. Völlig zu Unrecht wegen angeblich verschwiegener Inkompetenz und offensichtlicher Versuche, meine Schülerinnen und Schüler linksradikal zu indoktrinieren. Beides natürlich totaler Quatsch. Ich hatte mit meinem Unterricht noch gar nicht begonnen, als ich von einer Rotte rechtsnational verdorbener Glatzen in den üblichen „sozialen“ Netzen aufs Übelste geshitstormed und dank Fake News via Twitter und Instagram unter jeder Gürtellinie verleumdet wurde. Kurz vor der Abschiebung trotz deutscher Staatsbürgerschaft in ein ungarisches Grenzlager – „innerhalb der EU aus Kostengründen durchaus üblich“, so der Staatsanwalt – erhielt ich noch mal die Chance, meine Kompetenz und Harmlosigkeit als des Deutschen mächtiger Altpädagoge unter Beweis zu stellen.

Kurz-Schluss – Wie ich einmal aus gegebenem Anlass versuchte, einen halbwegs seriösen Beitrag für Politik & Kultur zu verfassen

21.02.18 (Theo Geiẞler) -
So: Es folgt an dieser Stelle ein teils ungewohnt sachlicher, nahezu informativer Text, offen gestanden nicht ohne die üblichen schrägen Quengeleien. Seit Monaten herrscht hierzulande gar grausig Gejaule über die politische Wackelpudding-Situation nach der Bundestagswahl. Angesichts zunehmend bräunlicher Färbung unserer moralischen Unterwäsche teils auch verständlich. Sorgen sollten wir uns auch über gewisse dynamisch-sozialpolitische Jusos machen, die versuchen, eine immerhin noch demokratisch getroffene Wahlentscheidung, die eine klare Regierungsmehrheit ermöglicht, durch ein Stürmchen in einem mittlerweile auf 16 Volumenprozent geschrumpften Partei-Flacon Marke SPD zu kippen. Ein interessantes Demokratieverständnis, sollten solche Grundrechen-Kunststücke künftig den demokratischen Zustand unseres Landes definieren. [Vorabdruck aus Politik & Kultur 2018/02]

Kurz-Schluss – Wie ich sportiv dazu beitrage, die Fußball-WM 2018 nach Deutschland zu holen

24.06.15 (Theo Geiẞler) -
Was prädestiniert ein Volk für einen internationalen Spitzenplatz und schafft zugleich Glück und Zufriedenheit im Lande? Etwa die Oper als Kraftwerk der Gefühle? Lächerlich. Literatur, die gewachsene unübertreffliche Geistesnahrung? Quatsch, vor allem in Zeiten des Internets. Es ist natürlich der Sport, und hier vor allem der Fußball, edles, faires Mannschafts-Gladiatorentum, identitätsstiftende Quelle berechtigter nationaler Euphorie, gelegentlich sogar im Stahlgewitter der Niederlage. [Vorabdruck aus Politik & Kultur 4/2015]

Kurz-Schluss – Wie ich einmal die Gründung einer Akademie fürs gesunde Volksempfinden einleiten durfte

22.08.14 (Theo Geiẞler) -
Horror, Notstand, Abgrund: Deutschlands Brutto-Inlands-Produkt (BIP) sinkt ebenso aktuell wie überraschend um Nullkomma-Zwo Prozent. Galoppieren wir blind in nordkoreanische Ökonomie-Verhältnisse? Italien rumpelt in die Rezession. Die Euronen-Zone stottert und humpelt. Angeblich denken Österreich, die Schweiz und Liechtenstein schon darüber nach, ihre Grenzen vor abgemagerten bundesrepublikanischen Wirtschaftsflüchtlingen zu schützen, auch um deren Flucht übers Mittelmeer nach Nordafrika etwas schwerer zu machen. Der DAX röchelt kurz vor dem Erstickungstod knapp über der Neuntausender-Marke herum. Krauss-Maffei, Heckler & Koch, Sig Sauer sowie weitere wichtige Protagonisten unseres Wirtschafts-Wunderlandes denken über Werksschließung nach. Und wer ist schuld? Natürlich die Politik.
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