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Alle Artikel kategorisiert unter »Theo Geißler«

Raus aus Aus

02.05.17 (Theo Geißler) -
Ausnahmsweise starte ich mit fremdem Federschmuck – mit einer Fabel von Äsop: „Die Glieder des Körpers fingen einst mit dem Bauch einen Prozess an und verlangten, dass er gleich den übrigen Gliedmaßen arbeite, wenn er ernährt sein wollte. Er forderte, dass er Speise bedürfe, aber die Hand schlug sie ihm ab. So verfiel er bald in große Mattigkeit. Durch die Hungersnot des Magens, litten auch die übrigen Glieder. Zu spät erkannten sie ihren Irrtum. Die Hand wollte dem Magen Speise zuführen: Allein er war zu sehr geschwächt und konnte sie nicht annehmen. Er ging zugrunde und alle übrigen Glieder des Körpers starben mit ihm.“

Kurz-Schluss – Wie ich einmal auf der CeBIT in Hannover der „Gesellschaft 5.0“ auf reichlich unangenehme Weise begegnete

26.04.17 (Theo Geißler) -
Man wird nicht jünger, nicht stärker. Eigentlich redet ein harter Schnüffel-Knochen wie ich nicht über persönliche Schwächen. Das ist bekanntlich geschäftsschädigend. Bedauerlicherweise blieb allerdings mein Zusammenbruch beim Besuch der diesjährigen CeBIT in Hannover dank der allgegenwärtigen Videoüberwachung ohnedies nicht geheim. Auf der Facebook-Seite „Messe-intim“ finden sich schamlose Bilder. Deshalb zunächst Hintergründiges zur Klärung: … [vorab aus Politik & Kultur 3/2017]

Ange-Messen?

03.04.17 (Theo Geißler) -
Von rechts stürmt eine Dreier-Kohorte Jedi-Ritter mit blinkenden Laserschwertern durch einen Glas-Gang. Auf der Rolltreppe etliche „Supermen“, die ihre Kostümierung muskelprotzend vergleichen. Auf dem Freigelände haben sich Elfen und Trolle zu einem rituellen Tanz zusammengefunden. Die Musik liefert eine Boombox. Karneval in Leipzig? Falsch: Buchmesse.

Kurz-Schluss: Wie ich einmal versuchte, unser verunsichertes, trauriges Land aufzuheitern

23.02.17 (Theo Geißler) -
Ausgerechnet in der „fünften“ Jahreszeit, dem Karneval, süddeutsch auch Fasching genannt, legt sich ein mehltaupappiger Grauschleier, eine eigentlich unerklärliche Depression über unser schönes, heiteres deutsches Land. Ja über dreiviertel Europa. Wo eigentlich endlich mal das Volk die Sau rauslassen darf, gedacht als Ventil für angesammelten Frust – beherrscht Zukunftsangst und Pessimismus selbst die Motivwägen unserer ansonsten so hemmungslos komischen Jecken. Saure Drops, bitterschwarzer Lakritz werden anstelle von Sweet-Karamellen und schmusigen Marshmallows in die überraschend erstarrten Massen am Straßenrand geworfen. Und die Krawatten-Produzenten und Scherenschleifer vermelden drastische Umsatzeinbrüche vor allem im Heiterkeits-Stammland Nordrhein-Westfalen. Höchste Zeit, gegenzusteuern, gerade in dieser oft so trüben publizistischen Rubrik.

11 Fragen an Theo Geißler

09.02.17 (Theo Geißler) -
Die neuen elf Fragen der nmz gehen an unseren Herausgeber und das Geburtstagskind am 9. Februar. Ideen mit 70?

Babylon

04.02.17 (Theo Geißler) -
Der Medien-Hype in Sachen Eröffnung Hamburgs recht hochpreisiger Elbphilharmonie (Seite 3) scheint den erhabenen Künsten höchst Positives zu signalisieren. Zur Optimierung ihrer Präsentation scheuen Kommunen und Bundesländer, geschweige denn wir Steuerzahler, keine Kosten und Mühen. Wenn man dann die Schlangen von Honoratioren, Politikern, Wirtschaftsfürsten, Stars und Sternchen – viele vermutlich mit Freikarten versehen – in den schicken Musentempel wallen sieht, fühlt man sich vor der heimischen Glotze als Kulturmensch fast stolz. Gibt es ein intensiveres Signal gesellschaftlicher Anerkennung schöpferischer Potenz, allumfassender Herzensbildung als eine cheops-pyramidonale Heimat aus Glas und Beton, deren akustische Qualität dann auch von einschlägigen Koryphäen des Taktstockes maximal gepriesen wird? Soweit – so fragwürdig.

Kurz-Schluss: Wie ich einmal von der Realität überrumpelt und nebenbei auch noch arbeitslos wurde

22.12.16 (Theo Geißler) -
Haben Sie es schon mitbekommen? Die USA-Wahl ist ungültig. Donald Trump hat dank seiner Erfahrung mit einarmigen Banditen in Las Vegas tausende Wahlautomaten manipulieren lassen und nur deshalb gewonnen. Beschämt stellte er in Russland einen Asylantrag und lebt jetzt gemeinsam mit Edward Snowden in einer sibirischen Datsche. Wladimir Putin hat ihm regelmäßige Versorgung mit Erdnussbutter schriftlich zugesagt.

Deutscher Musikrat: Post-Fuck-Tisch

09.12.16 (Theo Geißler) -
Es ist das sogenannte Wort des Jahres: „POSTFAKTISCH“. Bedeutet, das Irreale, das Nicht-Feststellbare hat einen vorzüglichen gesellschaftlichen Wert bekommen. Wir befinden uns also im fröhlichen Aufbruch der Gegenaufklärung. Trump, Petri, die Bertelsmann-Stiftung, Gabriel, die Deutsche Bank und ähnliche Silberfische schwimmen in diesem Teich. Jetzt auch der Deutsche Musikrat? Das jedenfalls lässt eine kürzlich veröffentliche „Pressemitteilung“ vermuten. Sie ist angeblich mit dem Präsidium (ca. 19 wichtige Persönlichkeiten des Musiklebens – siehe www.musikrat.de ) abgeschmeckt, in der Realität aber wohl in einem kleinen Gremium, wobei man – wie mir Präsident Martin Maria Krüger übermittelte – die sogenannte „Generalversammlung“ bewusst aussparte - für gut befunden w0rden. Es folgt der „Text“:

Ein Brief an den Verleger-Vater

02.12.16 (Theo Geißler) -
Lieber Bernd, ein gutes halbes Jahrhundert haben wir teils sehr eng, teils auch in respektvoller Distanz miteinander verbracht. Als Zögling, Lehrling, Mitarbeiter – und schließlich als Dein Nachfolger im Gustav Bosse Verlag durfte ich viele Stationen Deiner vielfarbigen, erfolgreichen Tätigkeiten und Visionen miterleben. Voraussetzung dafür war die Entwicklung unserer Beziehung hin zu einer vertrauensvollen Freundschaft, die Du und Deine Frau Marianne mir ermöglichten.

Milde Gaben ?

02.12.16 (Theo Geißler) -
Weihnachten neuerdings im November? Für gewisse Sparten der Musikszene scheint sich der Gabensack schon etwas vorzeitig geöffnet zu haben. Um 660 Millionen Euro erhöhte der Deutsche Bundestag den Etat von Kulturstaatsministerin Monika Grütters für das kommende Jahr. Mit gut vier Millionen verdoppelte der zuständige Haushaltsausschuss die Mittel der „zentralen Export- und Fördereinrichtung für Rock, Pop und Jazz“ namens „Initiative Musik“ unter der lobbykompetenten Ägide von Dieter Gorny. Von solcher Künstler- und Infrastrukturförderung profitieren unter anderem Spielstätten dank des „APPLAUS-Programmes“, das „Reeperbahn-Festival“ und Bremens Messe „jazzahead!“ [Vorab aus der nmz 12/2016-01/2017]
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