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Alle Artikel kategorisiert unter »Theo Geißler«

Kurz-Schluss – Wie ich einmal versuchte, Europa zu retten und notgedrungen zum Geflügelfreund wurde

25.10.17 (Theo Geißler) -
Jetzt, da Europa den Bach runtergeht und ich meiner clandestinen Funktion als »Regional-Manipulateur« in diversen Mitglieds- und Problemstaaten enthoben bin, kann ich Ihnen ja kurz mitteilen, weshalb Sie so lange nichts von mir gehört haben. Meine Arbeit war ebenso hart wie vergeblich. Zunächst der Versuch, diversen osteuropäischen Ländern die Aufnahme Vertriebener schmackhaft zu machen: [Vorab aus Politik & Kultur 2017/06]

Vom schlechten Gewissen zum lustvollen Wettstreit

28.09.17 (Theo Geißler) -
Im zehnten Jahr des Musikwettbewerbs WESPE, an dem sich ausschließlich Bundespreisträgerinnen und -preisträger von „Jugend musiziert“ beteiligen können, beeindruckten die Musikerinnen und Musiker mit originellen und virtuos vorgetragenen Interpretationen. 38 Musikbeiträge wurden ausgezeichnet, 14 davon waren im Abschlusskonzert im voll besetzten Neuhaussaal in Regensburg zu hören. Die elf Preisstifter hatten Sonderpreise im Wert von insgesamt 29.000 Euro ausgelobt. Eine erste Zwischenbilanz der Wettbewerbsdekade zogen direkt nach den Wertungen nmz-Herausgeber Theo Geißler und der Jugend musiziert-Vorsitzende Ulrich Rademacher im Gespräch.

Im Würgegriff

29.08.17 (Theo Geißler) -
„So kann es nicht weitergehen, aber so geht es weiter“ lautet der pessimistische Titel einer leider selten aufgeführten Opern-Collage aus Zeitungen und Groschenromanen, die Niels Frédéric Hoffmann bei der Hauptarbeitstagung des Deutschen Musikrates 1970 in Bremen uraufführen ließ. Seinerzeit ein musikalisch-politischer Protest weniger gegen die rahmenspendende Organisation, eher wider die herrschenden politischen Verhältnisse. Der Komponist mag es mir verzeihen, wenn ich seine Headline umwidme auf ein mittlerweile jahrzehntealtes kulturpolitisches Ärgernis namens Projektförderung.

Im Würgegriff – Leitartikel von Theo Geißler in der nmz 2017/09

29.08.17 (Theo Geißler) -
„So kann es nicht weitergehen, aber so geht es weiter“ lautet der pessimistische Titel einer leider selten aufgeführten Opern-Collage aus Zeitungen und Groschenromanen, die Niels Frédéric Hoffmann bei der Hauptarbeitstagung des Deutschen Musikrates 1970 in Bremen uraufführen ließ. Seinerzeit ein musikalisch-politischer Protest weniger gegen die rahmenspendende Organisation, eher wider die herrschenden politischen Verhältnisse. Der Komponist mag es mir verzeihen, wenn ich seine Headline umwidme auf ein mittlerweile jahrzehntealtes kulturpolitisches Ärgernis namens Projektförderung. [Vorab aus der nmz 2017/09]

Theos Möhrensalat – die Politik & Kultur-Trump-Fakes

27.08.17 (Theo Geißler) -
Köln: gamescom und Sucht – Kassel: documenta und AfD – Berlin: Wahlkampf und Pampers – Berlin: Süßliche Kulturförderung. Theo Geißlers Möhrensalat ist angerichtet. 100 Prozent ideologisch abbaubar.

Kurz-Schluss – Wie ich einmal zufällig Schrecken und Schönheit der realen digitalen Welt kennenlernen durfte

26.08.17 (Theo Geißler) -
Zugegeben: In letzter Zeit habe ich mich hier viel zu subjektiv mit thematischen Petitessen beschäftigt. Mit den 68ern, dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der Bundeskanzlerin. Das lag auch an meiner etwas schlagseitigen Informantenstruktur. Das hat sich gerade geändert. Aus bestens ausgewiesenen Quellen erreicht mich Grauenhaftes. Um juristischen Problemen aus dem Weg zu gehen, eröffne ich hiermit das Unternasen-Schmalschnauzer-Blog – schon um im sicheren Fake-News-Windschatten des renommierten Breitbart-Networks geschützt dahinzugleiten. [Vorab aus: Politik & Kultur 2017/05]

Auf den Spuren des Musikalischen im Wettbewerb

13.07.17 (Barbara Haack) -
Anfang Juni wurde in Paderborn der 54. Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ durchgeführt. Dort fand auch die „Stabübergabe“ an der Spitze des renommierten Projekts statt: Reinhart von Gutzeit hat den Wettbewerb als Vorsitzender des Projektbeirats über viele Jahre geprägt. Nun übergab er das verantwortungsvolle Amt an Ulrich Rademacher, Bundesvorsitzender des Verbands deutscher Musikschulen (VdM) und Leiter der Westfälischen Musikschule Münster. Reinhart von Gutzeit wird dem Projektbeirat aber mit Rat und Tat erhalten bleiben. Die beiden nmz-Herausgeber Theo Geißler und Barbara Haack nutzten die Gelegenheit für ein Gespräch mit den beiden Kultur- und Musikmenschen über Rück- und Ausblick für „Jugend musiziert“.

Kampf & Kunst

03.07.17 (Theo Geißler) -
Seinen – wie ich finde – vorzüglichen Beitrag in dieser Ausgabe über „Glanz und Elend von Musikwettbewerben“ startet unser Autor Harald Eggebrecht mit einem kurzen Ausflug in die griechische Mythologie – unter Verwertung der Ballade „Die Kraniche des Ibykus“ von Friedrich Schiller. Er hätte auch die alten olympischen Spiele als Beispiel wählen können. Vielleicht der zeitlichen Distanz geschuldet neigen wir dazu, den edlen hellenischen „Athlon“ in Sport und Kultur zu beschönigen. Seinen Tiefpunkt erreichte dieser dann nach Griechenlands Niedergang in den römischen Gladiatorenkämpfen.

Kurz-Schluss: Wie ich als Alt-68er einmal versuchte, gründlich die Gegenaufklärung zu bekämpfen

27.06.17 (Theo Geißler) -
Meine Zeit: Was hätte sich der gute Rudi Dutschke im Grabe rumgedreht, könnte er das Geschreibsel in allen erdenklichen Gazetten von „Spiegel“ bis „Bild“, von „Focus“ bis „Bunte“ über uns sogenannte „68er“ anlässlich des bevorstehenden Geburts- (oder sollte man genauer sagen: „Todes“)-Tages noch lesen. Was sich da selbsternannte Philosophen und Historiker über weite Strecken journalistisch zusammenklittern geht nicht auf die Haut eines Zwanzig-Meter-Pottwales. Und selbst sogenannte „Zeitzeugen“, die sich gegen Honorar in einfältigen Fernseh-Talkrunden ausmähren, scheinen entweder von romantisierender Amnesie oder einer opportunistischen Form von Alzheimer befallen. In unserer Ära der Gegenaufklärung scheint Geschichtsvergessenheit ein wesentlicher Faktor existenzieller Pseudostabilität und maroder Zukunftsvisionen zu sein. [Vorab aus Politik & Kultur 3/2017]

Geld her

31.05.17 (Theo Geißler) -
Als Martin Luther seine 95 Thesen angeblich am 31. Oktober 1517 eigenhändig an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg nagelte, löste er Weltbewegendes aus. Wir gratulieren. Dass Ähnliches den 15 Thesen zu kultureller Integration und Zusammenhalt widerfährt, die der Deutsche Kulturrat in wahrlich mühevoller Kooperation mit Parteien und teils sehr kontroversen Verbänden kürzlich in Anwesenheit hochkarätiger politischer und zivilgesellschaftlicher Persönlichkeiten präsentierte (siehe Seite 8), steht leider nicht zu erwarten. Die hart erkämpften, sehr vernünftigen Leitsätze samt ihrer Exegesen landeten zwar in den Händen unserer hinlänglich geschätzten Bundeskanzlerin. Deren kulturelles Engagement freilich ist trotz vielseitiger Blockflöten-Affinität ungefähr so ausgeprägt wie die Nähe Mozarts zur Atomphysik.
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