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Alle Artikel kategorisiert unter »Glossen & Kommentare«

Absicht und Wirkung

12.09.19 (Moritz Eggert) -
Über den Abgrund zwischen „Absicht und Wirkung“ könnte man lange musikhistorische Traktate schreiben. Schubert wollte Beethoven imitieren, und scheiterte auf geniale Weise. Ravel wollte eine einfache Instrumentationsetüde schreiben, heraus kam sein berühmtestes Werk („Bolero“). Schönberg wollte, dass „der einfache Mann“ seine 12-Ton-Melodien auf der Straße pfeift, tatsächlich bildeten sie die Grundlage für eine rein akademische Musikrevolution, die nie die Massen ansprach und nur als Klischee größere Bekanntheit erlangte („atonale Musik“, was inzwischen alles bezeichnet, was man musikalisch nicht versteht).

Klang und Diskriminierung

11.09.19 (Martin Hufner) -
Kürzlich hatte ein Berliner Verwaltungsgericht darüber zu befinden, ob auch ein Mädchen in einen Knabenchor aufgenommen werden müsse. Dabei ging es um den Staats- und Domchor zu Berlin, einen Knabenchor. Der Chor lehnte das Mädchen nach einem Vorsingen ab. Die Mutter des neun Jahre alten Mädchens, das schon auf allerlei Erfahrung in anderen Chören verweisen kann, mutmaßte, hier werde ihre Tochter diskriminiert und da sie zugleich Rechtsanwältin ist, reichte sie für ihre Tochter die Klage bei einem Verwaltungsgericht ein.

ARTE(N)TOD

05.09.19 (Sven Ferchow) -
Was geht denn bitte mit ARTE? Nichts mehr offenbar. Das gebührenfinanzierte Kulturgewissen pumpt heftig. Im Klartext. Früher habe ich ohne Duden und Brockhaus keine einzige Programmankündigung auf ARTE verstanden. Und heute? Heute verstehe ich nicht, dass ARTE David Hasselhoff ein Portrait namens „Being David Hasselhoff“ widmet. Was fast so schlimm klingt wie „Being Lena Meyer-Landrut“. Man möchte beide einfach nicht sein. Fein.

Vielstimmiger Widerspruch

30.08.19 (Leserbrief) -
„Die Mitgliedsschulen des VdM verhindern mit Hilfe von Steuergeldern Teilhabe und Chancengleichheit von Lehrkräften und Schülern.“ Das krude Zitat stammt von einer Kundgebung von Instrumentallehrern des sächsischen Tonkünstlerverbands parallel zur verdi-Kundgebung anlässlich der Eröffnung des VdM-Musikschulkongresses in Berlin diesen Mai. Es war Anlass für einen Leitartikel von Theo Geißler, in dem er über die Zusammenhänge musikalischer Bildung und Ausbildung sowie über musikpädagogische Geschäftsmodelle vor dem Hintergrund seiner eigenen Erfahrungen als Verleger räsonierte.

Die schalltote Stadt

29.08.19 (Martin Hufner) -
Während des Leipziger Bachfestes müssen Straßenmusiker rund um die Thomaskirche ihre Instrumente schweigen lassen. Die Stadt Leipzig teilte mit, dass das Musizieren in den umliegenden Straßen vom 14. bis 23. Juni verboten sei.
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Absolute Beginners 2019/07

27.08.19 (Moritz Eggert) -
In dieser Ausgabe widmet sich Moritz Eggert der Frage: Gibt es Gründe, die denkbar schlecht sind, ein Kompositionsstudium zu beginnen? Ja, meint er und zählt fünf schlechte Gründe auf.

Kurz-Schluss – Wie ich einmal (vergeblich) versuchte, das deutsche Bildungssystem wenigstens an internationale Standards heranzuführen

25.08.19 (Theo Geißler) -
Was waren das für gemütliche Zeiten in meiner dörflichen Zwergschule Mitte der 1950er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. 39 Schüler, drei Klassenstufen in einem Raum. Zum Einschwingen in den Stundenrhythmus – die Bayernhymne. Dann grell quietschende Schiefertafeln, Sütterlin als Zweitschrift, ein Setzkasten, in dem dauernd die E‘s fehlten. Strenge Lehrerinnen, versiert mit dem Tatzenstock Schülerhändchen Hornhaut anzutrainieren. Strenge Lehrer, schnell bei der Hand wenn es galt, mit dem Lineal gestochen scharfe Scheitel zu ziehen oder aufmerksame Stille durch Kopfnuss-Verteilen zu erzielen. Früh begann also die charakterliche Bildung, die intellektuelle folgte dank zweier Ehrenrunden im Gymnasium und dem 20-semestrigen Germanistik- und Philosophiestudium mit immerhin eingeschränktem Abschluss. Sonst wäre aus mir schier gar nichts geworden. Ich brauchte einfach Zeit.

Klang und Diskriminierung – Kunstfreiheit im Fokus des Rechts [Kommentar]

17.08.19 (Martin Hufner) -
Am Freitag (16.8.2019) hatte ein Verwaltungsgericht in Berlin darüber zu entscheiden, ob ein Mädchen in einen Knabenchor in Berlin aufgenommen werden müsse. Die Rechtsvertreterin des klagenden Mädchens, die zugleich ihre Mutter ist, wollte dies mit einer Klage erreichen. Das Gericht verneinte nun diesen Wunsch. Alles im Lot? In Presse und sozialen Netzen wurde viel über den Fall „diskutiert“. Aber ist es eine Frage von Meinungen? Martin Hufner versucht die Sache aufzudröseln.

Abrüsten

13.08.19 (Gordon Kampe) -
Neulich – OMG!!! – war ich total overwhelmed! Ich musste der family und der Welt für their patience, power, love, inspiration und friendship aus dem ganz deepen heart danken, da sie meinen dream so supported hatten – nämlich ein Kräuterbeet anzulegen! Da ich nicht jeden Tag zwei Kilo Kresse essen kann, ist es mittlerweile 50 cm hoch und blüht, aber immerhin: Mir war etwas gelungen! Das war übrigens nicht immer so.
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