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Alle Artikel kategorisiert unter »Glossen & Kommentare«

Popperlapop

23.05.17 (Martin Hufner) -
Nein, nicht schon wieder auf den ECHO, den Preis der Musikindustrie, draufhauen. Der Industriepreis wird geliebt: Von Musikerinnen, von Institutionen, von Plattenfirmen. Den ECHO zu bekommen, das ist wie einen Orden zu erhalten. Man wird schließlich geadelt. Ob Klassik, ob Jazz, ob Pop, der ECHO bringt es. Außer für die ARD, die die Übertragung des ECHO Pop das erste Mal an jemanden abgab, der wirklich was vom Geschäft mit musikalischen Chemiefasern versteht, nämlich den Privatsender VOX.

Konkurrenzis belebt

13.05.17 (Martin Hufner) -
Wir erinnern uns an einen offenen Brief von 160 Dirigentinnen und Dirigenten wegen der Zwangsfusionierung der SWR-Orchester: „Kein Dirigent – und damit ausdrücklich auch keiner der Unterzeichnenden – wird in der Lage sein, auf absehbare Zeit aus den zwangsfusionierten Musikern einen Klangkörper zu formen, dessen Rang mit dem der beiden mutwillig zerstörten, traditionsreichen Sinfonieorchester auch nur im Entferntesten konkurrieren könnte.“ Keiner, außer vielleicht einer: Teodor Currentzis nämlich.

Werdegang eines Komponisten

11.05.17 (Moritz Eggert) -
Viele meiner Leser werden sich fragen, wie ein typisches Kompositionsstudium eigentlich verläuft und was es von anderen Musikstudiengängen unterscheidet. Mit dem Komponieren hat man natürlich die geringsten Aussichten auf ein geregeltes Einkommen. In dieser Hinsicht ähnelt das Kompositionsstudium also dem Philosophiestudium – es ist hochinteressant und wichtig, aber eher ein erweiterndes Studium. Der „reine“ Kompositionsstudent – früher noch recht häufig anzutreffen – ist inzwischen eine Seltenheit, die meisten meiner Studenten haben zusätzliche Instrumental-, Vokal- oder Theoriestudiengänge hinter oder vor sich.
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Im Stechschritt

01.05.17 (Leserbrief) -
Als der Große Zapfenstreich (eher zufällig) über meinen TV-Bildschirm lief (natürlich nicht lief, sondern stramm aufmarschierte), wurde ich von einer Schockstarre überrumpelt, die verhinderte, mich von der Fernsehübertragung zu lösen, und sie bewirkte, dass ich von Anfang bis Ende den Zeremonismus verfolgte.

Kurz-Schluss – Wie ich einmal auf der CeBIT in Hannover der „Gesellschaft 5.0“ auf reichlich unangenehme Weise begegnete

26.04.17 (Theo Geißler) -
Man wird nicht jünger, nicht stärker. Eigentlich redet ein harter Schnüffel-Knochen wie ich nicht über persönliche Schwächen. Das ist bekanntlich geschäftsschädigend. Bedauerlicherweise blieb allerdings mein Zusammenbruch beim Besuch der diesjährigen CeBIT in Hannover dank der allgegenwärtigen Videoüberwachung ohnedies nicht geheim. Auf der Facebook-Seite „Messe-intim“ finden sich schamlose Bilder. Deshalb zunächst Hintergründiges zur Klärung: … [vorab aus Politik & Kultur 3/2017]

Leucht-Turmbläser [update, 22.4.]

20.04.17 (Andreas Kolb) -
Radialsystem oder Neuköllner Oper in Berlin, Theaterhaus in Stuttgart, Schwere Reiter in München, IRCAM in Paris, ZKM in Karlsruhe, Ensemble Modern Akademie in Frankfurt, INNM in Darmstadt, Hellerau in Dresden – die Akteure der Neuen Musik, neuerdings auch als Gegenwartsmusiker unterwegs, zählen meist genauso zu einer freien Szene wie die Kollegen aus dem Jazzsektor. Augenscheinlich haben sie es jedoch wesentlich besser verstanden als die Jazz-Kollegen, sich zentrale Orte für ihre Musik zu schaffen.

Hochschulen-Absturz

19.04.17 (Martin Hufner) -
Die gute Nachricht: Nach wie vor ist die Hochschule für Musik und Theater München (HMTM) laut Hochschulranking durch Quacquarelli Symonds die Nummer 1 unter den deutschen Hochschulen. „Die sehr gute Platzierung der Hochschule für Musik und Theater München im internationalen Hochschulranking von Quacquarelli Symonds ist ein Beleg für die hervorragenden Studienbedingungen an der renommierten Hochschule hier in München (…). Zur sehr guten Platzierung in dem internationalen Ranking gratuliere ich der Hochschule für Musik und Theater München sehr“, kommentierte Wissenschafts- und Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle das Hochschulranking noch vor einem Jahr.

Bremer Zwerge

12.04.17 (Gordon Kampe) -
„Autsch. Hier tut’s weh.“ – „Da können wir nicht helfen, unsere Ärzte sind in Rente.“ – „Das ist doch ein Krankenhaus?“ – „Ja, wir verkaufen jetzt Turnschuhe. Man muss sich weiterentwickeln.“ Was hier nach Mumpitz tönt, das geht als Argument im Kulturbereich offensichtlich ganz gut durch: Mit dem Fortgang verdienter Personen, werden Inhalte gleich mitpensioniert.

Das innere Ohr

07.04.17 (Moritz Eggert) -
Der Beginn jeden Komponierens ist das, was man im Kopf hört, bevor man eine Taste drückt, einen Mausklick macht oder ein Sample auslöst. Ohne dieses innere Hören ist Komponieren nicht Komponieren, sondern Ausprobieren.
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