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Alle Artikel kategorisiert unter »Glossen & Kommentare«

Kurz-Schluss: Wie ich einmal versuchte, unser verunsichertes, trauriges Land aufzuheitern

23.02.17 (Theo Geißler) -
Ausgerechnet in der „fünften“ Jahreszeit, dem Karneval, süddeutsch auch Fasching genannt, legt sich ein mehltaupappiger Grauschleier, eine eigentlich unerklärliche Depression über unser schönes, heiteres deutsches Land. Ja über dreiviertel Europa. Wo eigentlich endlich mal das Volk die Sau rauslassen darf, gedacht als Ventil für angesammelten Frust – beherrscht Zukunftsangst und Pessimismus selbst die Motivwägen unserer ansonsten so hemmungslos komischen Jecken. Saure Drops, bitterschwarzer Lakritz werden anstelle von Sweet-Karamellen und schmusigen Marshmallows in die überraschend erstarrten Massen am Straßenrand geworfen. Und die Krawatten-Produzenten und Scherenschleifer vermelden drastische Umsatzeinbrüche vor allem im Heiterkeits-Stammland Nordrhein-Westfalen. Höchste Zeit, gegenzusteuern, gerade in dieser oft so trüben publizistischen Rubrik.

Blabla-Schwäche

17.02.17 (Gordon Kampe) -
Praktikant zu Kurator so: „Der Pianist will Ives spielen.“ – „Passt nicht.“ – „Er könnte auch die Grenzen der Gattung ausloten!“ – „Top. Sag ihm, er soll Ives spielen!“ Funktioniert eigentlich so das „Komponieren“ von Konzerten? Was habe ich gelacht, als ich neulich eine Pressemitteilung der „MaerzMusik“ las. Die haben Mumm!

Da weiß man, was man hat

16.02.17 (Martin Hufner) -
Jeder öffentlich-rechtliche Rundfunksender hat mindestens einen Kanal für die Kultur im weiteren und engeren Sinn übrig. Damit das Kulturangebot schärfer umrissen oder positioniert werden kann, bedienen sich die Sender gewissermaßen eines Untertitels zu ihrem Wellennamen, der ja zugleich der Markenname und eher selten sprechender Natur ist. Dabei handelt es sich um Slogans oder, wohl präziser, Claims.

Hast du das wirklich so gewollt?

16.02.17 (Moritz Eggert) -
Als mein Kollege Jan Müller-Wieland einmal als junger Student in Darmstadt zu Besuch war, fragte ihn ein gestrenger Dozent: „In Ihrem Klavierstück, nach diesem langen Tremolo, wiederholen Sie das exakt gleiche Tremolo eine Oktave höher. WARUM AUSGERECHNET EINE OKTAVE???“. Jan zögerte nur kurz und sagte dann trocken: „Weil ich es so gewollt habe“.

Escape first

03.02.17 (Sven Ferchow) -
Lauf, Forrest, lauf! So dachte die amerikanische Popgesellschaft, als es darum ging, bei Donald Trumps Verschwörung, äh Einschwörung zum Präsidenten Spalier zu stehen und einen Hit zu trällern. Da liefen einige Künstler aber schneller davon als manche illegalen Einwanderer über den Grenzzaun zwischen San Diego und Tijuana kraxeln. Eimerweise kübelte es Absagen. Und aus dem „off“ hörte man Heidi Klum piepsen: Sorry, Donald, ich habe auch heute wieder keinen Künstler für dich. Selbst Notnagel Katy Perry (MTV Awards, Super Bowl, Truthahn-Köpfen) musste nach folgenden Tweets des Präsidenten passen: „@katyperry must have been drunk when she married Russell Brand... Katy, what the hell were you thinking when you married loser Russell Brand.“
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Kurz-Schluss: Wie ich einmal von der Realität überrumpelt und nebenbei auch noch arbeitslos wurde

22.12.16 (Theo Geißler) -
Haben Sie es schon mitbekommen? Die USA-Wahl ist ungültig. Donald Trump hat dank seiner Erfahrung mit einarmigen Banditen in Las Vegas tausende Wahlautomaten manipulieren lassen und nur deshalb gewonnen. Beschämt stellte er in Russland einen Asylantrag und lebt jetzt gemeinsam mit Edward Snowden in einer sibirischen Datsche. Wladimir Putin hat ihm regelmäßige Versorgung mit Erdnussbutter schriftlich zugesagt.

Kein Intendant müsste man sein

22.12.16 (Martin Hufner) -
Vor kurzem hat man in Dresden Serge Dorny als designierten Intendanten der Semperoper zuerst engagiert, dann abserviert und schließlich nach einer juristischen Odyssee abfinden müssen. Jetzt könnte sich in Berlin das gleiche ereignen. Auch der Castorf-Nachfolger an der Berliner Volksbühne, Chris Dercon, soll demnach sein Amt ab 2017 nicht antreten. Man munkelt so etwas in den Fluren der Berliner Gerüchteküchen. Fachleute mutmaßen, dass es am Ende um irgendwas zwischen drei und acht Millionen Euro geht, die man dafür aufwenden müsste, damit jemand nicht arbeitet.

Hingehen

22.12.16 (Gordon Kampe) -
Sorry, ich war nicht da. Anstrengende Woche: 24/7 – Du kennst das. Und dann kam ich nicht vom Sofa runter. War aber schön, ja? Erzähl mal. Lieber Gruß. – Wie oft ich derlei schon geschrieben habe. Ich mag aber manchmal wirklich nicht und ich war gestern erst in der Philharmonie. Und Familie hab’ ich auch und es gibt nun einmal zu viel.
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