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Alle Artikel kategorisiert unter »Glossen & Kommentare«

Was haben wir gelacht

25.02.20 (Sven Ferchow) -
Tolles neues Jahr! Wirklich! Da nippen eine paar WDR-Redaktörchen am weihnachtlichen Rest-Kinderpunsch. Oder sind high von den übrig gebliebenen Zimtsternchen. Und herauskommt ein neu getextetes Kinderlied: „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad … Das sind tausend Liter Super jeden Monat, meine Oma ist ‘ne alte Umweltsau“. Wie witzig! Ich würde mich schämen. Klar. Öffentlich-rechtlicher Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

Theos Kurz-Schluss – Wie ich einmal auf der Suche nach Werten vom Wertewandel in den Börsenwert und zurück auf den Allerwertesten geschleudert wurde

24.02.20 (Theo Geißler) -
Vorsicht, diesmal wird’s ein bisserl ernster hier: Vor ein paar Tagen ertappte ich bei einem Spaziergang meinen elfjährigen Enkel dabei, wie er – glaubte ich – Steinchen in den Wald warf. Glaubte ich, denn bei näherem Hinsehen stellte ich fest, dass er aus seinen prall gefüllten Hosentaschen Ein- und Zwei-Cent-Münzen kramte und, so weit es ging, wegwarf. Gutgläubig wie ich nun mal bin, fragte ich ihn, ob er Geld säe, damit es ordentlich wachse (nicht ohne gleich eine Minipredigt anzuschließen, dass dies ein ziemlich hoffnungsloser Weg zum Reichtum sei). „So ein Schmarrn, Opa – glaubst, ich bin doof?“, antwortete er, nicht ohne mit dem Finger an die Stirn zu tippen. „Ich hab nur mein Sparschwein ausgemistet, damit mehr Platz für Silbergeld und Scheine bleibt.“ „In Dänemark“, fügte er weise hinzu, „ist dieser Kupferschrott schon gar nix mehr wert. Außerdem könntest du mein Handy mal für Apple-Pay freischalten, du hast doch eine Kreditkarte.“ Mir lag zwar eine Moralpredigt samt Schimpfkanonade auf der Zunge. Im Wissen, noch nie ein guter Pädagoge gewesen zu sein, entschloss ich mich zu einer Art Moratorium. Ich bot meinem Enkel an, mir den „Kupferschrott“ auszuhändigen mit der Zusage, ihn in Euro-Münzen (selbstverständlich samt Aufrundung) umzutauschen.

Blumen

19.02.20 (Gordon Kampe) -
„Vielen Dank, für die Blumen. Vielen Dank, wie lieb von Dir!“ Haben Sie jetzt auch den Udo Jürgens-Superhit im Ohr? Dann sind Sie jetzt bester Laune. Wir müssen nämlich, Sie ahnen es, über Blumen reden. Wenn Sie Musikerin oder Musiker sind, dann kennen Sie das: Nach dem Konzert bekommen Sie Blumen (vulgo: Jubelgemüse) geschenkt und wissen dann im Hotel nicht, wohin damit.

Endlich: Beethoven, ja

19.02.20 (Martin Hufner) -
Nein, ein Beethoven-Jahr ist nicht endlich. Das haben Musikwissen­schaftler/-innen und die Werbebranche längst festgestellt. Auch wir sagen zu Beethoven: Ja. Immer. Zu jeder Tages- und Nachtzeit und dazwischen. „Ewig, ewig – immerzu, immerzu“, singt ja auch die Subkontra-Countertenorin im sechsten Satz seiner zehnten Sinfonie, die gerade mit Hilfe Künstlicher Intelligenz in irgendeinem pfälzischen Forschungszentrum für Klingeltöne auf Initiative der Deutschen Telekom zusammengebastelt wird.

nachschlag: das nationale kleinod, das keiner will

12.02.20 (Hans W. Koch) -
köln, 11.1.2020 – parallel zum wirtschaftswunder hat das junge nachkriegsdeutschland noch ein anderes wunder hervorgebracht, das ebenfalls bis heute nachwirkt: eine neue art über musik und klang nachzudenken, die auch eine neue art von musik gebar.

Kurz-Schluss: Wie ich einmal in Schlangenlinien durch die Bildungspolitik raste und fast bei den Identitären gelandet wäre

29.01.20 (Theo Geißler) -
Das Letzte 2020/02: Ausnahmsweise starte ich diese üblicherweise schräge Fake-Text-Rubrik mal mit einer kurzen Story aus dem wirklichen Leben: Berlin, Machnower Straße, Bushaltestelle gegenüber eines Gymnasiums. Im Hintergrund die Front einiger Häuser, gebaut um die beginnenden 1900er Jahre. Davor ein gemauerter Ein- oder Ausstieg, versiegelt von einem Gitter mit der verschrammten Randaufschrift „Luftschutz“.

Die Donalt-Trump-Fakes – Politik & Kultur Februar 2020

27.01.20 (thg) -
Daswars: Donald Trump will Aufenthaltsverbot für Thunberg +++ Bayern: Forschungsgeld für Künstlicher Intelligenz +++ Nrw: schlechtes Zeugnis in der Bildungspolitik +++ Berlin: Gesichtserkennung stärkt Kosmetikfirmen +++ Süden: Kretschmann hält Rechtschreibunterricht für nicht mehr so wichtig +++ Mitte: Horst Seehofer als Homer Simpson +++ Salzburg: Wilson macht "Messias" ohne religiöse Symbolik.

Schlager – dialektisch

17.01.20 (Martin Hufner) -
Die „Junge Union“ hat in Berlin zu einer Weihnachtsfeier eingeladen, die unter dem Motto „Schlager gegen Links“ steht. Angeblich ist der Zuspruch so groß, dass man die geplante „Location“ wechseln muss. Wie man aus gut unterrichteten Kreisen gehört hat, soll es sich bei den zahllosen Interessentinnen vor allem um Musikwissenschaftlerinnen handeln, die sich auf dieser Veranstaltung fortbilden möchten. Welche Werke der Musik haben die Heldinnen der „Jungen Union“ denn da im Blick? Wo sind all die Schlager, die explizit „gegen Links“ wären. Außer eher den Schlägerinnen von rechts eben.

Beruhigt Euch

02.01.20 (Gordon Kampe) -
Um mit den Worten eines berühmten Bochumer Philosophen zu beginnen: „Früher war nichts besser. Aber es gab Sachen, die waren früher gut!“ Zum Beispiel: das Streiten. Himmel, was wir uns gestritten haben. Nach Klassen­abenden und Konzerten, in der Kneipe oder noch beim Vibraphon-Verstauen im Keller: „Das kannste so nicht machen! Das hat doch schon … ne, das ist ein Allgemeinplatz. Uiuiui.“ Glasklar aber war: wir sitzen im gleichen Boot. Wir wurden nicht persönlich, sondern feierten einfach weiter. Manchmal vermisse ich das, auch wenn zäher Widerspruch der Eitelkeit ja nicht immer guttut.

Stille Nacht – ein Lied für Quereinsteiger

26.12.19 (Anja Bossen) -
Kurz vor Beginn des neuen Schuljahres feiert Pia Pauper ihren 50. Geburtstag – den schönsten, den sie je hatte. Denn zum allerersten Mal kann sie alle ihre Freunde und Bekannten einladen und auch die Geburtstagstorte selbst bezahlen. Früher, als sie noch Klavierlehrerin an der Musikschule „Guldenfern & Preker“ war, haben immer ihre Schüler zusammengelegt und ihr eine Geburtstagstorte geschenkt. Allerdings haben sie die Torte dann mit Pia zusammen auch selbst aufgegessen, und für die Freunde und Bekannten blieb kein Krümel übrig.
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