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Alle Artikel kategorisiert unter »Glossen & Kommentare«

Zahnlos

30.03.19 (Gordon Kampe) -
Manchmal dachte ich, ich stumpfe ab. Zu viel gehört, zu viel gequatscht, zu viele Konzerte, zu viele Töne. Vielleicht ist es Ihnen auch schon einmal so gegangen, liebe Kollegen/-innen? Ich erinnere mich dann immer wieder an den zahnlosen Jungen, er ist Teil meiner Abstumpfungsvermeidungsstrategie, die ich Ihnen gerne empfehlen möchte:

Aufbruch, Abbruch – Halle, Hölle

29.03.19 (Martin Hufner) -
Seit Jahren schon gibt es unter der Oberfläche des regulären Theaterbetriebs an den Bühnen Halle ein Hickhack. Seit 2016 leitet Florian Lutz das Musiktheater. Er kam in einen Betrieb, der alles andere als reibungslos ver­lief, der von der Landesregierung finanziell gegängelt wurde und der viele innerbetriebliche Probleme zu bewältigen hatte. Keine guten Voraussetzungen, einerseits. Besonders gute, wenn man aus dem Scherbenhaufen Neues entstehen lassen will. Aufbau Halle.

Kompositions-Handwerk

27.03.19 (Moritz Eggert) -
Wenn Handwerker wie Kompositionsstudenten (und ihre Kompositionen wie Aufträge) wären…

Études de concert – sans musique

21.03.19 (Bojan Budisavljevic) -
Regelmäßig alle vierzehn Tage ein Konzert zu besuchen, das kann einem das Leben um sage und schreibe neun Jahre verlängern. Das fand im vergangenen Jahr eine Studie der Londoner Goldsmith‘s University heraus, deren Auftraggeber, der Mobilfunkanbieter und Hallenbetreiber O2, den Userappell stehenden Fußes hinterherschickte:

Onkel Toms Camp

27.02.19 (Sven Ferchow) -
So. Heute mal PISA. Bitte ergänzen Sie die Lücken (X1–X5) in folgendem Text: „Tauche ein in den Sommer deines Lebens und verbringe ein unvergessliches Wochenende mit deiner „X1“. Es erwartet dich eine magische und spirituelle Reise in eine Welt, die „X2“, „X3“, „X4“ und „X5“ für dich geschaffen haben.“

Kurz-Schluss – Wie einmal Donald Trump fast von selbst auf die Idee kam, am menschengemachten Klimawandel könnte was dran sein

25.02.19 (Theo Geißler) -
Manchmal sind es überraschende Einzelschicksale, allenfalls noch im Verbund mit nahestehenden Menschen, die das Weltgeschehen verändern. Zum Beweis schildere ich in gebotener Kürze eine entsprechende Situation: Soeben sitze ich mit meinem alten Schulkameraden Ischinger (genannt Isch, der Fisch – ich hab ihn nie wirklich gemocht) ganz oben im linken Zwiebelturm der Münchener Liebfrauenkirche. Wir hatten ein Interview für RTL 2 in der Mache. Dank seiner Ortskenntnis und seines überlegenen Kommunikationssystems konnten wir uns gerade noch vor der Trump-Flut retten. Jetzt hocken wir vor einem Glasziegel, gucken auf den langsam sinkenden Wasserspiegel, der gerade den unteren Rand der Turmuhr freigibt. Sie möchten wissen, wie das kam? Bitte! [Vorabdruck aus Politik & Kultur 2019/03]

Grenzwerte

21.02.19 (Martin Hufner) -
Die Deutsche Musikhilfe klagt gegen die deutschen Opernhäuser und den deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Seit Jahren schon würden die Aufführungswerte für Neue Musik (uraufgeführte Opern an Theatern und Uraufführungen bei Konzerten) von 0,01 Prozent des Gesamtrepertoires dauerhaft unterschritten. Gefordert wird außerdem ein Grenzwert von wenigstens 0,011 Prozent: Das heißt, eine Opern-Uraufführung pro Opernhaus innerhalb von 1001 Jahren. Gibt es nicht?

Die Wiederentdeckung der Gefühle

17.02.19 (Moritz Eggert) -
Eines der Hauptprobleme beim Komponieren ist es, die musikalische innere Welt so in Noten zu übertragen, dass sie von anderen verstanden und umgesetzt werden kann. Wie schwierig das ist, beweist schon die Interpretationsgeschichte von berühmten klassischen Werken. Je weniger dasteht, desto freier ist der Interpret, deswegen kann zum Beispiel Bach so unterschiedlich gespielt werden (meistens allerdings leider immer unterschiedlich langweilig im mezzoforte und gepflegtem, his­torisch falschen Pedallegato). Wenn mehr drinsteht, mag der Interpret zwar auf den ersten Blick weniger Freiheiten haben, in Wirklichkeit sind aber auch die Interpretationen ausführlich bezeichneter Werke so unterschiedlich wie deren Interpreten.

Neues vom Urheberrechtsextremisten

31.01.19 (Matthias Hornschuh) -
Die Reform des EU-Urheberrechts ist erneut ins Stocken geraten. Der so genannte Trilog (Verhandlungen zwischen EU-Staaten, Europaparlament und EU-Kommission) zum Thema wurde abgebrochen. Besonders umstritten sind Artikel 11 und 13. Letzterer soll Youtube & Co. stärker in die Pflicht nehmen, damit weniger urheberrechtlich geschützte Werke ohne Erlaubnis im Netz landen. Ein Nachschlag zur Sache von Matthias Hornschuh, Komponist, Vorsitzender des Berufsverbandes mediamusic e.V. und Mitglied im Aufsichtsrat der GEMA:

Wenn der Tänzer zweimal fummelt

30.01.19 (Sven Ferchow) -
Ganz ehrlich. Es geht mir nicht gut. Überhaupt nicht. Seit Helene und Florian ihre Trennung twitterten, verharre ich in Embryonalstellung. Ich wippe unkoordiniert vor und zurück. Ich rieche. Was ich aber erst feststellen kann, wenn ich die IKEA-Decke „Deckys“ aus meinem Gesicht nehme, um Luft zu holen. Ich überlebe mit Traumeel und Glühweinresten. Es war doch alles so schön. Vorher: Dem deutschen Dieselfahrer wird ein Grundrecht entzogen. Brasilien biegt rechts ab. Der Bundesrat versagt auch digital. Und aus dem Nichts dieser Betrug. Helene und der Tänzer. Es sind immer die Tänzer. Diese Frauen im Wolfspelz.
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