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Alle Artikel kategorisiert unter »Glossen & Kommentare«

TaubenSchiss – die „Politik & Kultur“-Trump-Fakes

25.01.19 (Theo Geißler) -
München: Google und die Ethik der künstlichen Intelligenz | Kopenhagen: Smarter Lautsprecher sollen sehen | Dresden: Rassistisches Lehrmaterial | Peking/Washington: Hirnaktivität und Donald Trump. Die aktuellen Fake-News, zusammengestellt von Theo Geißler

Kurz-Schluss – Wie ich einmal die überaus wunderbaren Vorzüge künstlicher Intelligenz (KI) kennen und schätzen lernen durfte

25.01.19 (Theo Geißler) -
Eigentlich schien ich nach etlichen schlaflosen Nächten ganz sanft träumend in jenen Tag – daran erinnere ich mich noch genau – hineinzugleiten. Ich saß an meinem DOS-betriebenen 386er PC. Es musste wohl bald ein halbes Jahrhundert her sein. Jedenfalls war ich dabei, mittels einer kleinen Manipulation der Konfigurationsdatei den gut 500 Kilobyte großen Arbeitsspeicher weitere zehn bis zwölf hinzuzufügen. Da wurde es plötzlich hell. [Vorabdruck aus der Politik & Kultur 2019/1-2]

Einer geht noch, …

25.01.19 (Martin Hufner) -
… einer geht noch raus. Oder auch Hunderte. Es fehlen nur die Schlagzeilen eines großen Hamburger Boulevard-Blattes nach dem Muster: „PANIK IN DER ELPHI – Ausländischer Pianist schoss mit Jazzharmonien auf harmlose Kaffeefahrer! – ELPHI UNRETTBAR AKUSTISCH ZERSTÖRT“. Da hat die 11phi aber eine Delle mehr auf ihrer gläsernen Fontanelle. Dabei war es nur ein Konzert mit Jazz-Pianist Vijay Iyer. Zufall oder System?

Der fließende Übergang

09.01.19 (Moritz Eggert) -
Für viele Kompositionsstudenten sind die letzten Studienjahre von einer gewissen Unruhe geprägt: Kurz bevor man ins Berufsleben „entlassen“ wird, ist den meisten Studenten nämlich gar nicht klar, wie dieses Berufsleben eigentlich aussehen wird. Ähnlich wie beim Philosophiestudium ist ein Kompositionsstudium ja keineswegs ein Garant für ein gesichertes Berufsleben. Wird man je davon leben können, Musik zu komponieren? Und dann auch noch vielleicht Musik, die keineswegs dem Mainstream entspricht, anders als Filmmusik auch keinerlei „Zweck“ erfüllt, vielleicht auch noch sperrig, schwer zu spielen oder anspruchsvoll ist?

Kulturrechte

04.01.19 (Martin Hufner) -
„‚Kultur für alle!‘ heißt aber noch lange nicht: ‚Kultur umsonst für alle!‘“, sagte die Kulturstaatsministerin Monika Grütters in ihrer Rede zum 6. Urheberrechtskongress in Berlin am 19. November und spannte damit wieder einmal ein Problemfeld auf, das bis heute ungelöst ist. Sie zitiert aus der Erklärung der Menschenrechte Artikel 27: „Jeder Mensch hat das Recht auf Schutz der geistigen und materiellen Interessen, die ihm als Urheber von Werken der Wissenschaft, Literatur oder Kunst erwachsen.“ Das allerdings ist nur der zweite Satz, der erste geht so: „Jeder hat das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, sich an den Künsten zu erfreuen und am wissenschaftlichen Fortschritt und dessen Errungenschaften teilzuhaben.“

Das Herz der ganzen Straße

19.12.18 (Gordon Kampe) -
Wanderer/-innen, die ihr nie nach Essen – die Einkaufsstadt! – kommt, ihr verpasst etwas, gerade jetzt in der Adventszeit: den supertruper Klampfenmann. Er war immer schon da, und es ist nicht nachzuvollziehen, dass er nicht längst Teil des Stadtwappens ist. Er gehört zu Essen wie Rot-Weiß, Xaver (der Holsterhauser Hähnchenmann) oder die Folkwang Uni.

Musik ist unantastbar

06.12.18 (Sven Ferchow) -
Herzlichen Glückwunsch, liebe Amateurmusiker! Und vor allem Helikopter- Eltern! Da hat euch der BGH ja kurz vor Weihnachten einen frechen Freibrief an die noch ungestimmten Tröten geklammert. Musizieren ist also ein Grundrecht. Glaubt der BGH. Egal wer und egal wann. Jedem Brezensalzer steht es somit frei, ein Instrument zu lernen und zu üben. Unabhängig von Hautfarbe, Religion, Geschlecht und leider auch Talent. Um es grundrechtlich zu subsumieren. Was aber bedeutet das Urteil? Dass sämtliche Amateurfußballer 51 Wochen grölend durchs Dorf ziehen dürfen, um ihr Repertoire für den jährlichen Ballermann-Ausflug zu festigen („Geh doch zu Hause, du alte Scheiße, geh doch zu Hause komm nicht mehr“)?

Fischen beim Singen

29.11.18 (Sven Ferchow) -
Geiler „move“ von RTL. Nachdem die letzte DSDS-Jury“ komplett mit Nieten besetzt war, die inklusive Dieter Bohlen keiner kannte (Ella und Carolin Schießmichtot) beziehungsweise deren musikalisches Erbe sehr überschaubar war (Mousse T.), hat RTL die Faxen dicke. Ein Fachmann muss her. Nichts gegen Bohlen, aber den Regler am Mischpult hochziehen bekommt selbst der Wendler auf die Kette. RTL holt sich also Xavier Naidoo ins Boot. Moment. Kann man das in der aufgeheizten Stimmung noch sagen? „Ins Boot holen“? Oder ist man dann gleich ein Flüchtlingsgegner und wird direkt vom Stammtisch weg nach Lampedusa geschleift und von einer Flüchtlingsorganisation an einen gestrandeten Blauwal gekettet? Egal. RTL nimmt das große Besteck. Nicht Kollegah oder Farid Bang, die beiden ECHO-Pumpen. Nein. Direkt Xavier Naidoo.

Unzeitfrei

29.11.18 (Martin Hufner) -
Es war ja nur eine kleine Meldung im Strom der überbordenden Nachrichten. Gleichwohl macht sie sehr nachdenklich. „Musizieren, Malen und Dichten zählen in Deutschland zu den unbeliebtesten Freizeitbeschäftigungen.“ So steht es im sogenannten Freizeit-Monitor 2018. Angeführt werde diese „Schwarze Liste“ vom Spielhallenbesuch (89 Prozent), was kein Wunder ist, sind sie doch so selten geworden. Musizieren, Dichten und Malen sowie E-Book-Lesen folgen auf Platz zwei (alle mit 78 Prozent). Also, nur dass das klar wird, das sind nicht nur jeweils die Dinge, die laut Umfrage Menschen in Deutschland in ihrer Freizeit „auf keinen Fall“ machen, sondern sie sind sogar total unbeliebt. Vielleicht auf einer Stufe mit Zimmeraufräumen, Steuererklärung machen oder Toilettenputzung.

Moment mal!

21.11.18 (Gordon Kampe) -
Als ich jung war und mich durch die Publikationen unserer putzigen Nische wühlte, keuchte ich während der Lektüre oft und zog mich schmollend und unverstanden in meine noch kleinere, aber eigene Nische zurück. Heutzutage kräusele ich lediglich die linke Augenbraue und feiere die volle Faltenpracht meiner mittelalten Stirn. Es vergeht kaum eine Woche, ohne dass jemand die Paradigmen wechselt, Begriffe abschafft, einführt, erweitert, umpflügt, auflöst.
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