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Alle Artikel kategorisiert unter »Glossen & Kommentare«

Planerfüllung

21.11.18 (Moritz Eggert) -
Viele Menschen stellen sich das Komponieren als eine Art freies Fabulieren vor – die Töne fliegen einem zu (sodenn man inspiriert ist), und man muss es alles nur aufschreiben, damit schöne Musik draus wird. Diese vollkommene Freiheit ist natürlich eine idealisierte Vorstellung. Eine begabte Schriftstellerin zum Beispiel kann sicherlich auch einfach mal drauf los schreiben, irgendwann wird aber auch sie anfangen, das Geschriebene zu strukturieren, zu ordnen und zu unterteilen. Selbst im komplett spontan improvisierten Free Jazz gibt es keine vollkommene Freiheit, da sich das, „was in den Fingern liegt“ oder durch die Instrumente „angeboten“ wird, oft als bestimmender für die Musik erweist als die eigentliche Phantasie der Interpreten.

Der Fisch und sein Kopf

12.11.18 (Burkhard Baltzer) -
Fast sah es so aus, als wollte das Bauhaus in Dessau mal selber in den politischen Ring steigen, um sich – befeuert von Zurufen sachsen-anhaltinischer Landes- und Parteienvertretern – eigenhändig eine Niederlage zuzufügen. Wochenlangen negativen Schlagzeilen über eine Konzert-Absage folgte zwar eine Entschuldigung, doch man blieb bei der Absage. Die antifaschistische Punk-Band „Feine Sahne Fischfilet“ darf nun im Anhaltinischen Theater auftreten, das zwischenzeitlich auch schon einmal abgesagt hatte.

Mit klarem Blick

31.10.18 (Leserbrief) -
Mit Interesse und Gewinn lese ich regelmäßig die nmz, nun ist es allerdings das erste Mal, dass ich nicht umhin komme, Ihnen zu einem Artikel eine Stellungnahme mit deutlicher Kritik zukommen zu lassen.

AAA

31.10.18 (Gordon Kampe) -
Ich wiederhole mich ja ungern. Ist ja nicht so, als ob es nix zu Nölen gäbe. Aber vielleicht hilft’s, denn stetes Möppern höhlt den Stein. Es geht ums Geld. Ich bat an dieser Stelle vor ein paar Jahren bereits darum, dass auch in unserem Bereich Verträge rechtzeitig geschlossen werden. Putzig, dass man das sagen und über derlei Selbstverständlichkeiten nachdenken muss. Vielleicht sind wir zu nett? Oder fürchten uns vor der Hand, die einen „nährt“, die beißt man ja nicht – und vielleicht kommt ja noch mal etwas hinterher, irgendwann … Garstig, derlei Gedanken! Okay. Ich habe ja gut Reden, ich bekomme jetzt immer Geld, denn ich gehöre dem Staat. Die meisten Kolleg/-innen aber nicht.

Kurz-Schluss: Wie ich einmal – ganz ohne mein Zutun – meinem geliebten Heimatland seine übel verletzte Ehre rettete

26.10.18 (Theo Geißler) -
Für mich als gestandenen Oberbayer, Hausgeburt aus Gmund am Tegernsee, war es ein grober Schock, ein emotio­naler Tsunami, ein Blitzeinschlag in die Großhirnrinde: unser bayerisches Landtagswahl-Ergebnis. Dass die Christlich-Soziale Union ihre demokratisch in der Verfassung verankerte absolute Regierungsmehrheit in derart drastischem Umfang einbüßte, hatten gewisse kommunistische Auguren zwar orakelt. Aber dass der Arm von Putins Wahlfälschungssoftware (oder waren es diesmal die Amis?) bis nach München reicht, hatte wohl kein rechtschaffener Bürger erwartet.

Opus, Pokus, Fidibus

14.10.18 (Martin Hufner) -
Raider heißt jetzt Twix. Echo heißt jetzt Opus. So nennt sich nämlich jetzt der Echo-Klassik-Nachfolge-Preis. Der „Echo“ als Marke galt ja nach den Skandalen um die Nominierung und Bepreisung der Rapper Kollegah und Farid Bang als verbrannt. Der Neustart ersetzt auf der Verpackung ein griechisches Wort durch ein lateinisches. Opus, das Werk. Statt des Bundesverbandes Musikindustrie hegt nun eine PR-Agentur die klingenden Schäfchen auf den Silberscheiben ein, ausgerichtet (im doppelten Sinn) wird „Opus Klassik“ vom Verein zur Förderung der Klassischen Musik e.V.

Nachschlag: Kreative können durchatmen? Noch nicht!

13.10.18 (Martin Hufner) -
So viel Einigkeit findet man selten. Gema, Bundesverband Musikindustrie, Deutscher Musikrat, Deutscher Komponistenverband ..., sie alle begrüßten das Ergebnis einer positiven Abstimmung im Europa-Parlament zur EU-Richtlinie zum Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt. Die Freude war umso größer, als noch ein paar Wochen zuvor dieser Entwurf eben keine Mehrheit fand, sondern zur Überarbeitung in einen Ausschuss zurückgesendet wurde.

Biografie und Ausbruch

09.10.18 (Moritz Eggert) -
Irgendwann kommt der Punkt, an dem ehemalige Studenten selber zu Kompositionslehrern werden. Der akademische Kreislauf beginnt von neuem – Lehrer unterrichten Schüler, die wiederum zu Lehrern werden, ad infinitum. Wird es irgendwann nur noch Musikhochschulen und Konservatorien geben? Wenn auch nur jeder vierte Kompositionsstudent selber zum Lehrenden wird – natürlich um finanziell ein wenig Sicherheit zu bekommen – kommt ein immer größer werdendes Häuflein zusammen, ein komplexer und sich verästelnder Stammbaum, wie in dem Gleichnis mit dem Schachbrett und den Reiskörnern.

Come together

26.09.18 (Sven Ferchow) -
Was los in D? Keine Hysterie mehr? Vor ein paar Monaten lief ein empörtes Volk mit Tollwut-Koteletten durch die Republik, weil die Kameraden Kollegah & Farid Bang mit ihren – hüstel hüstel – zuweilen humorlosen Texten den „Echo“ ruinierten. Was waren wir da alle hysterisch. Und jetzt? Kommt uns Paul McCartney im viagrapflichtigen Alter von 76 mit Schweinskram daher: Wenn den Beatles John & Paul langweilig war, kam es vor, dass sie gemeinsam masturbierten. Wo bleibt denn bitte jetzt DER Aufschrei? Also der der Entrüstung. Den anderen können Sie verschweigen. Will keiner hören. Da ist nix mit „#fünfgegeneinen“.

Der große Pan ist tot!

25.09.18 (Bojan Budisavljevic) -
Nun ist der Kipppunkt erreicht, und der Balken der Waage hebt das Gewohnte in die Höhe und hin zu den Sphären der Bedeutungslosigkeit. Noch nicht ganz, aber sehr bald! Worum es geht? Um den physischen Musikkonsum und zuweilen auch -genuss. Laut dem jüngst veröffentlichten Halbjahresreport 2018 des Bundesverbandes der Musikindustrie (Link) hat die digitale Musiknutzung zum ersten Mal den Musikerwerb vermittels materialer Träger überholt: 58,9 Prozent zu 41,1 Prozent.
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