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Alle Artikel kategorisiert unter »Glossen & Kommentare«

What shall we do with the drunken sailor?

27.05.10 (Sven Ferchow) -
Unfassbar, was den Reiseveranstaltern so einfällt. Aber nach zwanzig Jahren Wiedervereinigung scheinen die „All Inclusive Buffets“ dieser Welt ratzekahl leer geaast zu sein. Neue Angebote müssen her. Ohne Tabus. Das darf dann schon mal ein Paniktörn auf Prozac sein. Heißt: Sie blättern ein paar chillige Tausis hin und dürfen mit dem Schiffchen „Rock-Liner“ raketenmäßige wie „geilomatige“ Seetage im Mittelmeer mit Udo Lindenberg und musikalischen Freunden (Nina Hagen, Jan Delay, Ich & Ich) erleben. Hammermäßige Konzertchen inkludiert. Zwei Wochen turbo-easy Johnnie Walker mit Udo schlürfen. Im VIP-Paket enthalten: „safer sniffen“ (kein gemeinsamer Gebrauch von Schnüffel-Utensilien, weil Infektionsgefahr und „safer sex“ zielgruppenmäßig ausfällt), mit Lindi über die Reling reiern oder Walter Mixa als Türsteher mit Schlagring. Am 5. Mai war Premiere.

Architektonische und andere Visionen

04.05.10 (Rupert Hörbst) -
Wenn ich mal groß bin werde ich Kranfahrer

Schuld & Bühne

04.05.10 (Sven Ferchow) -
Tja, liebe Kultur-, Netzwerk- und Teilzeiteltern. Ihre Kinder sollen es also ungefragt besser haben. Deshalb knüppeln Sie als Doppelverdiener seit Jahren ein komplettes Jahressalär in die musikalische wie geistige Internatsausbildung Ihrer Kinder.

Geradeaus

04.05.10 (Martin Hufner) -
Die Kunst und die Künste verlieren immer mehr ihre Form als Ware. Sie werden immer weniger Ware, weil sie immer weniger Form sind. Denn die Kunst und die Künste sind pure Vehikel geworden, nur eine Zwischenstation in den innergesellschaftlichen Handelsbeziehungen – und das sind die einzigen, die zählen. In der Kulturpolitik nennt man das schlicht und einfach „Umwegrentabilität“. Die Motivation zum Bau von Konzerthäusern ist nicht im Interesse an Konzerten begründet, sondern in der Beschaffung von Arbeitsplätzen in der Bauindustrie und Politik (siehe Hamburg).

Gulda

04.05.10 (Max Nyffeler) -
„Jetzt sind die Arschlöcher ’gangen, und jetzt spiel’ i Mozart“, soll er während eines Konzerts in Salzburg beim Wiederauftritt nach der Pause ins Mikrofon gesagt haben, zur Freude der dagebliebenen, zumeist jugendlichen Zuhörer, die nun genau so begeistert dem Mozart lauschten, wie sie zuvor dem Jazz gelauscht hatten. Der vor zehn Jahren verstorbene Friedrich Gulda empfand sein Leben lang eine herzliche Antipathie gegenüber dem verknöcherten Klassikpublikum, das in ihm nur den prominenten Markenartikel erblickte, für dessen Konsum man gerne etwas mehr bezahlte und zum Zeichen der Exklusivität sich dann auch eine Perlenkette um den Hals hing und in den Smoking stürzte. Und je länger diese Mésalliance dauerte, desto mehr setzte er sich von den überkommenen Konzert-ritualen ab, suchte sich neue, unvoreingenommene Zuhörerinnen und Zuhörer und spielte seine eigenen Konzertprogramme, die zwischen Klassik, Jazz und Free Music locker eine Brücke schlugen.

Ich lieg und besitz: nmz-Beckmesser Max Nyffeler über Copyright-Hamster

12.04.10 (Max Nyffeler) -
Über den Copyright-Klau war in dieser Kolumne schon mehrfach zu lesen – die widerrechtliche Aneignung von geschützten Werken nach dem Grundsatz „Das hol’ ich mir!“. Und von der dazugehörenden Mentalität, die vielleicht den Ladendiebstahl gerade noch ablehnt, den geistigen Diebstahl aber gutheißt als Teil des hehren Kampfes gegen die Multis und den Kapitalismus überhaupt.

Cartoon

28.03.10 (Friederike Groß) -
Gleichgewichtsstörung: Immer mehr junge Leute wenden sich vom althergebrachten Konzertbetrieb ab. Zeichnung: Friederike Groß

Die Harp: sexy, stabil und günstig

28.03.10 (Olaf Zimmermann) -
„Der relativ schnelle Erfolg ist Garant für anhaltende Begeisterung“, sagt der Musiker Dieter Kropp im Gespräch mit Stefanie Ernst in dieser Ausgabe von "Politik & Kultur" über das Harp spielen lernen. Mich erinnert das sofort an Computerspiele spielen lernen. Der Einstig ist sehr einfach, schnell hat man Erfolgserlebnisse und findet Spaß am Weiterspielen. Um aber ein Meister zu werden, muss man üben, üben, üben. Diese Art, zur Meisterschaft zu kommen, spricht besonders junge Männer stark an. Ist vielleicht die Harp, also unsere alte Mundharmonika, das ideale Instrument, um gerade Jungens, die in der Computerspielezeit sozialisiert wurden, mit einem Instrument vertraut zu machen?

God natt Tyskland*

28.03.10 (Sven Ferchow) -
Es ist widerlich, welche Prioritäten in Deutschland gesetzt werden. In den Universitäten verhungern die streikenden Studenten, weil vergessen, Herr Westerwelle verwechselt das Außenministerium mit einem Kegelverein (autsch, muss ich jetzt als Kolumnist zurücktreten?), die katholische Kirche taumelt in ihr letztes Gefecht und Gesundheitsminister Rösler grinst anstatt zu kämpfen. Aber er muss sich ja nicht von tuberkulösen Patienten während der dreistündigen Wartezeit anhusten und per Tröpfcheninfektion infizieren lassen. Das Wort „Randale“ rückt in greifbare Nähe. Inklusive Nobelkarossen abfackeln und ordentlich auf alles eindreschen, was sich bewegt. Kopfpauschale mal anders. Aber es gibt Wichtigeres. Deshalb bleiben wir deutschen Schafe brav zu Hause, stellen die Buddel Bier auf dem Bauch ab und glotzen.

Oder doch jedem Kind ein Kochlöffel?

28.03.10 (Wolfgang Joho) -
Mit großer Spannung verfolge ich die Diskussionen zwischen den „JeKi-Visionären“ und denen, die (wie ich ) wissen, wie die Wirklichkeit aussieht, weil wir es nämlich sind, die die Suppe auslöffeln müssen.
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