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Alle Artikel kategorisiert unter »Glossen & Kommentare«

Die Neofuturisten (www.beckmesser.de)

29.01.11 (Max Nyffeler) -
Jeder Technologiefortschritt schiebt seine Bugwelle in Gestalt von Spekulationen über seine Auswirkungen auf Lebenswelt und geistigen Überbau vor sich her. Was vor hundertachtzig Jahren in der Epoche von Dampfmaschine und Eisenbahn das „Dampfross“ war, das für Faszination und Schrecken sorgte, ist heute der Computer. Und wie damals ist auch heute der Blick auf das neue Medium mit den wunderlichsten Schlussfolgerungen, Vermutungen und Zukunftsperspektiven verbunden. Dieser Eindruck drängt sich auch auf bei dem im Wolke Verlag erschienenen Buch „Musik, Ästhetik, Digitalisierung“, in dem Johannes Kreidler, Harry Lehmann und Claus-Steffen Mahnkopf die Konsequenzen der Digitalisierung für das Komponieren diskutieren. Dass dies in Form einer Kontroverse mit Text, Replik und Duplik geschieht, sorgt für Lebendigkeit, aber auch für Unbehagen: Für die Drei ist die Versuchung groß, sich als kleine Schaudenker in Szene zu setzen und dem Lesepublikum mit eitlen Selbstzitaten und rhetorisch aufgeplusterten Binsenweisheiten zu imponieren, nach dem Muster: „Bei aller Vieldimensionalität der Musik ist der Klang ihr Dreh- und Angelpunkt.“ Doch ist der Trialog auch aufschlussreich, denn er zeigt, zu welch zugespitzten Meinungen das Eindringen des Computers ins Komponierhandwerk führt.

Wagners „Ring“ wird neu komponiert, VG Musikedition stellt „Nosis“ ein: taktlos 149 – die Nachrichten

14.01.11 (Theo Geißler) -
Bayreuth – München: Revolution am Grünen Hügel. Nach der Verpflichtung von Wim Wenders als Regisseur für den „Ring des Nibelungen“ hat Festspiel-Chefin Katharina Wagner jetzt eine weitere dramatische Innovation bekanntgegeben. Sie lässt das „Ring-Epos“ komplett neu komponieren.

Wie ich einmal in Afghanistan für Frieden und Seriosität sorgen wollte – Theo Geißlers Kurz-Schluss zum Jahreswechsel

29.12.10 (Theo Geißler) -
Mein sozialer Abstieg nimmt immer dramatischere Formen an: Einst „Embedded-Chefreporter“ des Innenministers, jetzt dritter Hilfs-Kulturattaché im Verteidigungs-Ministerium, nachdem mich auch die Berater-Firma des Bundespräsidialamtes „Integritas“ freigestellt hat – dabei waren meine Vorschläge für den Einwanderer-Check (siehe puk 6/2010) wirklich vom Feinsten. Vor allem die zur Integration arbeitsloser griechischer Investment-Banker. [aus: Politik & Kultur 1/2011]

Cartoon 2010/12: Grundmusikalisierung

14.12.10 (Rupert Hörbst) -
Melde gehorsamst!

Nachschlag: Bon(n) Chance: Schafft den OB ab

14.12.10 (Gerhard Rohde) -
Eine Bonner Bürgerinitiative, der das Kulturleben in der einstigen Bundeshauptstadt am Herzen liegt, hat einen Vorschlag eingebracht, wie ihre finanziell angeblich immer schwerer atmende Stadt im Interesse der Kultur über die Runden kommen könnte: durch Verzicht auf einen eigenen Oberbürgermeister und dessen Entourage. Deren Funktionen könnten doch mühelos von den jeweiligen Amtskollegen im benachbarten Köln wahrgenommen werden.

Ferchows Fenstersturz: GEMAin

14.12.10 (Sven Ferchow) -
Endlich greift jemand gegen den infantilen Terror durch. Das feiertägliche Kindergeplärr, irrtümlich als Kindergesang deklariert, hat ein Ende. Schuld: St. Martin. Der, der einst teilte. Den Mantel mit dem Schwert. Selbiges hat nun die GEMA gezückt. Und berechtigterweise in die Kanten der kindergärtlichen, mit gesundem Frühstück gedeckten Brotzeittische gewuchtet. Singen ist nicht mehr. Zumindest nicht kostenlos. Wer vom Laternchen trällern und St. Martin auf seinem Gaul huldigen will, der hat zu blechen. Schließlich haben diese alten Gassenhauer Urheber. Tote zwar, aber deren Nachkömmlinge wollen den Rubel nicht bloß hören, sondern auf dem Cashkonto sehen. Und zwar als generationsübergreifendes Schmerzensgeld, was den Kindergesang betrifft. Also sprach die GEMA – im Auftrag der VG Musikedition – pünktlich zum Martinsfest ein knallhartes Kopierverbot für unter Artenschutz stehende Noten und Texte aus.

Alle Jahre wieder

14.12.10 (Martin Hufner) -
stellt sich die Frage, was wohl der Weihnachtsmann bringt. Dieses Jahr hat er besondere Geschenke dabei. Zum Beispiel schenkt er der Medienkommission der SPD einen, nein, den Vertreter der Musikindustrie, und zwar wie im großen Kino – vom Kontrabassisten zum Fernsehmogul – den Dieter Gorny. Freude allenthalben: Alle Menschen werden (Raub-)Kopierer, wo sein sanfter Flügel weilt.

www.beckmesser.de

13.12.10 (Max Nyffeler) -
Die Zeitschrift „Positionen“, die sich sonst eher in der Rolle des orthodoxen Nischenprodukts gefällt, widmet sich in der neuesten Ausgabe überraschend einem hoch aktuellen Thema von allgemeiner Bedeutung: der Krise des Journalismus. Zwar handelt sie es ihrer Ausrichtung entsprechend ausschließlich mit Blick auf die neue Musik ab, doch der Relevanz der Diskussion tut das keinen Abbruch.

DOV-Verzicht auf Frack-Reinigungszuschlag, Testkopierer in Kindergärten: taktlos 147 – Die Nachrichten

09.11.10 (Theo Geißler) -
Berlin. Im Tarifstreit um eine bessere Entlohnung der Berliner Orchestermusiker haben die Parteien am Mittwoch bei einem Spitzentreffen Spielräume ausgelotet. Es habe keinen Durchbruch, aber auch keinen Abbruch gegeben", sagte Gerald Mertens, Chef der Deutschen Orchestervereinigung. Während der Unterhändler des Berliner Senates, Andre Schmitz, nach Leipziger Vorbild eine generelle Halbierung der Konzert-Anzahl bei einem Gehalts-Abschlag von nur vierzig Prozent vorschlug, boten die Orchestervertreter einen freiwilligen Verzicht auf den tariflich bislang garantierten Frack-Reinigungszuschlag an. Die Gespräche werden in konstruktiver Atmosphäre fortgesetzt.

Comic 2010/11

02.11.10 (Friederike Groß) -
Unkonventionelle Wege im Bereich des Audience development geht die Oper Leipzig: Ein neues Publikum soll bald in den sächsischen Musentempel strömen. Zeichnung: Friederike Groß
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