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Alle Artikel kategorisiert unter »Glossen & Kommentare«

Teilweise verstorben

26.02.10 (Martin Hufner) -
Ab und zu muss man auch einmal ernst werden dürfen. Nach sechs Jahren aufmerksamen Beobachtens der so genannten Kulturwelle des Nordens ist eine Pause angesagt. Die Bürgerinitiative „Das GANZE Werk“ lässt die Arbeit ruhen, die so genannte Kulturwelle des Norddeutschen Rundfunks ist und bleibt was sie ist. Tagsüber ein Haufen musikalischen Stückwerks. Das ist eben so, die Hörer wollen angeblich nichts anderes. Nur eben diese Querulanten oder Kultur-Ayatollahs (Wortlaut Gernot Romann, Ex-NDR-Programmdirektor) der Mitglieder der Bürgerinitiative „Das GANZE Werk“. Der NDR hat sich selbst die Absolution erteilt, die angebliche Selbstkontrolle von Rundfunkrat und Programmausschuss hat die Vorwürfe und -schläge der Initiative als absurd oder unbegründet zurückgewiesen.

Copyright-Klau II

26.02.10 (Max Nyffeler) -
Das Copy-/Paste-Verfahren wird heute bekanntlich von künstlerisch impotenten Leuten als neue Kreativität propagiert: Was man anderswo geklaut hat, wird am Computer bearbeitet, gemixt und dann der Öffentlichkeit als subversive Kunst verkauft. In der letzten Beckmesser-Kolumne war die Rede von einem englischen Betrüger, der auf diese Weise die Aufnahmen zahlloser Pianisten „kreativ“ bearbeitete und erfolgreich als Produkt seiner Ehefrau Joyce Hatto verkaufte. Die Dummen waren neben den gutgläubigen CD-Käufern auch die Kritiker, die die Plagiate hochgejubelt hatten und nach Entdeckung des Schwindels als Schwadroneure dastanden.

Musikalitäts-Chromosome, Musiker-Rückruf, Star-Transfers: taktlos 141 – die Nachrichten

06.02.10 (Theo Geißler) -
Pasadena, Berlin: Sensationelle Erfolge melden Forscher im Bereich von Gen-Manipulation. Wie erst jetzt bekannt wurde, sind bereits seit Jahren die für Musikalität verantwortlichen Chromosome isoliert und transplantierbar gemacht worden. Schon im Ambiente der Zeugung können Eltern entscheiden, auf welchem Instrument ihr Kind höchste Virtuosität erreicht.

Cartoon - Mutabor

01.02.10 (Friederike Groß) -
Mutabor – und ein Zurück soll es nicht geben. Die Verwandlung der Metropole Ruhr hat längst begonnen und ganz Deutschland schaut hin, was 53 Städte in einer Zeit schrumpfender Kulturhaushalte an nachhaltiger Kultur auf die Beine stellen werden. Friederike Groß hat den Vewandlungsprozess für uns festgehalten.

11 Fragen an Stefan Hussong

01.02.10 (Stefan Hussong) -
Geboren in Köllerbach/Saar, Studien an der MHS Trossingen, University of Toronto und National University of Tokyo, Preise beim Internationalen Hugo-Herrmann-Wettbewerb und beim Internationalen Gaudeamus Interpreters Competition 1999. Echo Klassik Preis als Instrumentalist des Jahres. Über 35 CD-Einspielungen, über 150 Uraufführungen. Konzerte in Europa, USA, Kanada, Japan, Korea, Taiwan, Indien, Russland, Sri Lanka, Bangladesch u.a. mit dem Orchestre de la Suisse Romande, den Berliner Philharmonikern, den Wiener Philharmonikern, Unterrichtstätigkeiten an der Sibelius-Akademie Helsinki, Stanford University u.a. Professor für Akkordeon und Kammermusik an der MHS Würzburg.

Herrschmidt nochmal!

01.02.10 (Michael Jenne) -
Warum? Warum um alles in der Welt dieser Wechsel nach 30 Jahren? Man hatte sich doch so daran gewöhnt: zu Silvester am Vorabend wahlweise „Dinner for One“ in der ARD, die Berliner Philharmoniker live im ZDF. Das versprach Niveau, wenigstens bis zu den Abendnachrichten. Und nun die Wende: die Philis haben mit dem Zweiten gebrochen, so erfuhr man, mit dem Ersten hört man besser, wurde uns suggeriert. Aber was steckte wirklich dahinter? Da platzte pompös-nachrichtlich die Bombe, wenige Tage vor dem TV-Event: Harald Schmidt werde die Berliner Philharmoniker künftig präsentieren und zum ersten Mal das Silvesterkonzert moderieren. Wieso das denn? Und wer braucht das, wollte man gerade zurückfragen, aber da passierte es bereits am 29. Dezember:

Koste es, was es wolle

01.02.10 (Sven Ferchow) -
Wie bitte mag das drohende Jahrzehnt musikkulturell aussehen, wenn das verblichene mit der furchtbaren Pressemitteilung endet: „PUR sind wieder zurück in den Top Ten“? Speiübel kann einem da werden. Aber die Antwort ist einfach: Entsetzlich wird es werden. Als würde der kambodschanische Diktator Pol Pot seinem Grab entsteigen und sich statt Hans-Christian Ströbele um das Berliner Direktmandat der Grünen bemühen.

Generationen von Musikphilologen denunziert

01.02.10 (Leserbrief) -
Als Argument, mit dem pauschal die Arbeit mehrerer Generationen von Musikphilologen, zum Beispiel tätig in zahlreichen Komponisten-Gesamtausgaben-Instituten, denunziert wird, wird die „musikalische Logik“ bemüht, die angeblich gegen den Befund der musikalischen Quellen steht. Dass in einem Klammersatz unsere Beethoven-Gesamtausgabe als Paradebeispiel „blinder“ Herausgeberschaft genannt wird, lässt mich zwar angesichts des ärmlichen Beitrags kalt, lässt mich gleichwohl – in Vertretung einer ganzen Zunft von Herausgebern und aller ernsthaften Musikverlage – zur Leserbrief-Tastatur greifen.

Die BITKOM splittert offensichtlich – Erfolg für GEMA und alle Kreativen

13.01.10 (Theo Geißler) -
Auf dem Weg zu einer angemessenen Abgabe der PC-Produzenten und –Importeure für die private Vervielfältigung kreativer Leistungen haben unter Federführung der GEMA die in der ZPÜ zusammengeschlossenen Verwertungsgesellschaften sowie die VG Wort und die VG Bildkunst einen wichtigen Teilerfolg erzielt. Vertragspartner ist nicht die bislang hartleibige BITKOM, eigentlich Zentralkartell der Hardware-Industrie, sondern ein neu gegründeter Verband namens „Bundesverband Computerhersteller e.V. (BCH), dem freilich bedeutende Firmen angehören. Bröckelt die Industrie-Front gegen die Wertschätzung von Kunst und Kultur? Jedenfalls wird jetzt auch für die Arbeit der Komponisten endlich im Ansatz angemessene Tantieme seitens der PC-Produzenten fließen.

Bayern-JeKi, Land-Verschrottung und Kultur-Endlagerstätten: taktlos #140 – Die Nachrichten

08.01.10 (Theo Geißler) -
München, Wildbad Kreuth: Ungewöhnliche Wirtschafts-Kompetenz und Musik-Affinität bewies bei der Klausursitzung in Wildbad Kreuth der für das Landesbank-Debakel vermutlich mitverantwortliche Fraktionsvorsitzende der Landtags-CSU Georg Schmid. Er schlug vor, den Vier-Milliarden-Verlust des Bayerischen Staates bei der Österreichischen Staatsbank zu bescheidenen 7,5 Prozent Zinsen anzulegen und mit dem Erlös in Bayern eine Aktion namens „Jedem Kind ein Instrument“ ins Leben zu rufen.
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