Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Glossen & Kommentare«

Cartoon 2009/09

27.08.09 (Friederike Groß) -
„Es ist wohl etwas Herrliches, so durch und durch musikalisch zu sein, dass man, wie mit besonderer Kraft ausgerüstet, die größten musikalischen Massen, die die Meister mit einer unzähligen Menge Noten und Töne der verschiedensten Instrumente aufgebauet, leicht und lustig handhabt, indem man sie, ohne sonderliche Gemütsbewegung, ohne die schmerzhaften Stöße des leidenschaftlichen Entzückens, der herzzerreißenden Wehmut zu spüren, in Sinn und Gedanken aufnimmt.“ Aus: „Kreisleriana, Der Musikfeind“ von E.T.A. Hoffmann. Zeichnung: Friederike Groß

Jazz-Export-Weltmeister

27.08.09 (Andreas Kolb) -
Die Wogen schlagen hoch bei den Mitgliedern der Bundeskonferenz Jazz. Thomas Steinfeld, Feuilletonchef der Süddeutschen Zeitung, hat am 11. August in einer Glosse die „Wahlprüfsteine Jazz“ der Bundeskonferenz aufs Korn genommen. Sinngemäß konstatiert Steinfeld, dass die Deutschen auch im Bereich des modernen Jazz Weltmeister im Vereine gründen und Gartenzwerge aufstellen seien.

Ganz schön abgebrüht

27.08.09 (Sven Ferchow) -
Ich liebe die Wirtschaftskrise. Vorbei die öden Sommerwochen, in denen sich die Popstars im karibischen Kies verscharrten und sich den anstehenden Comeback-Versuch auf St. Lucia schön soffen. Ist nicht mehr. Malochen ist Trumpf. Selbst die Frau Superwichtig des deutschen Pop, Sarah Connor, siecht unter dem merkantilen Engpass. Sie wissen schon, diejenige, die 2005 die deutsche Nationalhymne verbrühte und sich statt „Blüh im Glanze dieses Glückes“ mit „Brüh im Lichte dieses Glückes“ verkochte. Weil bei ihr gar nichts mehr geht, mussten 2008 bereits Auftritte in der Suppenküche beim EDEKA-Familienfest „Eventiz“ herhalten.

Jodelgrüße

27.08.09 (Martin Hufner) -
Der Mann, der eine „Philosophie des Geldes“ um 1910 verfasste, setzte sich zu Beginn seiner soziologischen Arbeit einmal mit dem Jodeln auseinader, dabei ging es dem Grunde nach um die psycho- und ethnologischen Anfänge der Musik. Georg Simmel, der Autor, wünschte sich bei seiner Erhebung auch die Notation von Jodlern jeglicher Art. Wir wissen nicht, ob der Jodler darunter war, der kürzlich ein Münchner Landgericht beschäftigte.

Demokratie im Netz

27.08.09 (Max Nyffeler) -
Erst zehn Jahre ist es her, da stellte der achtzehnjährige Collegeboy Shawn Fanning in den USA ein Tauschprogramm namens Napster ins Internet. Es war ein einschneidendes Ereignis. Die Musikfans jubelten, die Medienkonzerne zitterten und das goldene Zeitalter des Musikkonsums schien anzubrechen: Nieder mit dem Privateigentum! Die Musik gehört jetzt Allen und das Hören ist ein Menschenrecht! Doch wie es mit Revolutionen so geht: Nach einigen Jahren wurde Napster kapitalistisch nutzbar gemacht und fristet heute eine ruhmlose Existenz als Vertriebskanal von Bertelsmann. Der Damm war aber gebrochen und damit das Tabu des geistigen Eigentums. Die allgemeine Verfügbarkeit von „Content“ wurde Alltag.

My home is my castle (oder: Musiker am Katzentisch) – Die Wiederkehr des Hauskonzerts

24.08.09 (Frieder Reininghaus) -
Es fing eher unauffällig an. Vor etwa fünfzehn Jahren lud ein erfolgreicher Advokat aus der benachbarten Stadt K. zur Feier seines 50. Geburtstags. Nach dem Glas Champagner zur Begrüßung und wohlgesetzten Worten des Gastgebers delektierte das renommierte Aurel-Quartett. Es servierte Schubert, Janáček und Kurtág und machte richtig Appetit auf die Hummerschwänze.

Unter Piraten: Wer trauert eigentlich der Popkomm nach?

06.08.09 (Martin Hufner) -
„Deutsche Bahn bekennt sich zum Personalverkehr – Weitere 30 Strecken werden stillgelegt.“ Es würde einen nicht überraschen, wenn der alte Bahnchef Mehdorn damit vor die Presse getreten wäre. An derartige Jubelrufe hat man sich hierzulande gewöhnt. Und genauso ungläubig würde man diese Information zur Seite legen und sich an den Kopf fassen: Der habe doch nicht mehr alle Tassen im Schrank.

Zutritt für Jedermann: Public Viewing und Internet demokratisieren die Hochkultur

02.08.09 (Christian Kröber) -
Einige einzelne Karten wären schon noch zu haben, lässt die freundliche Verkäuferin bei den Salzburger Festspielen wissen. Aber nur noch in der höchsten Preisklasse: Cosi fan tutte für 370 Euro? Das geht auch billiger:

Klang und Kulinarik: Wie Musikfestivals zum Rahmenprogramm für den Gourmet-Tourismus werden

29.07.09 (Frieder Reininghaus) -
Laut erhob sich dieser Tage Kaisers Klage über die Sinn- und Form-Krise der hergebrachten Festspiele. Der greise Münchener Festredner und hochbelobigte Kritiker monierte erschreckende Anzeichen von Banalisierung der Geschäfts-Praktiken in Bayreuth oder Salzburg. Und nicht nur er verwies auf die Konzeptionslosigkeit der Festspiel-Betreiber.

Was kommt nach Thielemann? Die Zukunft der Münchner Philharmoniker ist offen

23.07.09 (Wolf Loeckle) -
Einen Tag nach der Entscheidung des Münchner Stadtrates, den Vertrag mit Christian Thielemann als Generalmusikdirektor der Stadt nicht zu verlängern, dauert das Warten auf eine Stellungnahme des Noch-Philharmoniker-Chefs an. Der weilt auf dem Grünen Hügel Bayreuths und probt. Unterdessen betonte Kulturreferent Hans-Georg Küppers der Süddeutschen Zeitung gegenüber, die Entscheidung sei endgültig. Wolf Loeckle kommentiert:
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: