Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Glossen & Kommentare«

Eindrücke von der GEMA Pressekonferenz

09.07.09 (Juan Martin Koch) -
Die GEMA ist von der Petition voll erwischt worden. Wie die Mexiko-Grippe, so der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Frank Dostal, habe sich das Thema im Internet verbreitet und eine Eigendynamik entwickelt, die zu Beginn der Initiative niemand erwartet hatte. Mit geballter personeller Präsenz versuchte die GEMA nun auf einer Pressekonferenz die Epidemie einzudämmen, von der mittlerweile über 95.000 Mitzeichner angesteckt wurden.

Nachschlag (2009/07)

08.07.09 (Martin Hufner) -
Redet man vom Erfolg der Piratenpartei im Europaparlament in Brüssel, von der Petition zur GEMA im Bundestag, von der Kulturflatrate oder von der sanft entschlafenen Pop-Messe PopKomm, dann redet man eigentlich nur über ein Thema: übers Urheberrecht. Da wäre die Gelegenheit für die Verwertungsgesellschaft GEMA günstig gewesen, aus der diesjährigen Mitgliederversammlung Ende Juni positives PR-Kapital im Sinne der Urheber zu schlagen.

Ferchows Fenstersturz (2009/07)

08.07.09 (Sven Ferchow) -
Witzig, witzig. Der allseits unbekannte Rapper Kollegah bot im Sinne der Nachwuchsförderung eine bizarre Bildungsmaßnahme für Rap-Säuglinge an. Weil ihm das Buchstaben-Repertoire des Frischfleisches unbrauchbar erscheint, versteigerte Kollegah eine Punchline bei eBay. Punchline bezeichnet nach Wikipedia „einen mit Wortwitz vorgetragenen Vergleich oder eine ebensolche Aussage, die oft als subjektives Qualitätsmerkmal eines Rappers herangezogen wird und dazu dient, die eigene Person zu loben oder Gegner zu ‚dissen’“. Wobei „dissen“ wiederum bedeutet, verbale Anspielungen zur mutmaßlichen Berufsbezeichnung der Mutter des Gegners öffentlich anzudeuten. Nun gut. Kollegah ist jung und braucht das Geld.

www.beckmesser.de (2009/07)

08.07.09 (Max Nyffeler) -
Am 23. Mai, als das sechzigjährige Bestehen des deutschen Grundgesetzes gefeiert und der Bundespräsident gewählt wurde, kam es gegen Abend vor dem Brandenburger Tor in Berlin zu einem denkwürdigen Konzert: Vor Zehntausenden von Zuhörern und mit Live-Übertragung im Fernsehen dirigierte Daniel Barenboim Beethovens Neunte Sinfonie. Kommentare gab es hinterher kaum. Es wurde als ein alltägliches Ereignis wahrgenommen, denn Klassik im Freien gehört ja inzwischen zur approbierten Massenkultur wie Fußball und Popmusik.

a tempo (2009/07)

08.07.09 (Nikolaus Brass) -
In der derzeitigen Krise hätten „sanfte“ Gesellschafts- und Wirtschaftsutopien Konjunktur, so unlängst die Süddeutsche Zeitung in einem Feuilleton. Zitiert wurden Stimmen, die im Überzeugungston der Marktliberalen abschätzig meinten, nun würde wieder unter der Decke des ach so schlechten Großen Ganzen hingebungsvoll im Kleinen „gekuschelt“, statt sich damit abzufinden, dass der Kreislauf des globalen Kapitalismus eben mal Opfer verlange. Schick sei jetzt das Kleine und Überschaubare, defensive Sinnstiftung eher gefragt als aggressives Problemlösen.

Ruhe im Rummel: die Trauerfeier für Michael Jackson – Ferchow vor der Röhre

08.07.09 (Sven Ferchow) -
Nur wenig hat sich geändert. Bis auf die Tatsache, dass Michael Jackson immer noch tot ist. Doch das Spektakel, die Geheimniskrämerei, die Gerüchte und Spekulationen um seine Person bleiben über seinen Tod hinaus existent. Daran konnte ebenso die Trauerfeier, die gestern im Staples Center von Los Angeles stattfand, nichts ändern. Und erst recht nicht die zwar handwerklich recht ordentliche, dennoch aber kaum distanzierte Berichterstattung der deutschen TV-Anstalten. Beobachtet gestern zwischen ARD, ZDF, N24 und n-tv.

Zweistromland der Neuen Musik? Die Rhein-Main-Region will Kulturzentrum werden

07.07.09 (Gerhard Rohde) -
Seit unendlich vielen Jahren möchte die Stadt Frankfurt erreichen, dass sich die umliegenden zum Teil sehr finanzstarken Gemeinden (Beispiel: Eschborn) an den Kulturausgaben für die diversen Frankfurter Kunsttempel beteiligen, genannt seien nur die Museen, die Theater, die öffentlich geförderten Musikinstitutionen. Begründung: Frankfurt erbringt diese Leistungen nicht nur für die eigenen Bürger, sondern für die gesamte Region. [Vorabveröffentlichung aus nmz 7/8-09]

Wie ich einmal den Stellenmarkt der „ZEIT“ sehr vor-zeitig einsehen durfte

02.07.09 (Theo Geißler) -
Manchmal ist es als Journalist schon von Vorteil, embedded zu sein. So wie ich vom Bundesministerium des Inneren. Abgesehen vom kleinen monatlichen Scheck kommt man, wenn es mein Chef Wolfgang für opportun hält, einfach an total exklusive Informationen. [Vor-Veröffentlichung aus der soeben erschienenen Ausgabe 4/09 von „politik und kultur“, der Zeitschrift des Deutschen Kulturrates]

Ferchow vor der Röhre: Jacksons Tod und das Horrorkabinett der Experten

28.06.09 (Sven Ferchow) -
Michael Jackson ist tot. Für die TV-Anstalten dieser Welt ein Grund, die unfassbar wie unendliche Bandbreite ihrer niveaulosen Berichterstattung in Gang zu setzen. In Deutschland agiert man dabei längst amerikanisch: Überforderte Moderatoren (gerne meteorologische Quereinsteiger oder lispelnde Boulevard-Bummelchen) röcheln sich durch Sondersendungen, Specials und Exklusivitäten.

Tamagotchi heißt jetzt Twitter – Ferchows Fenstersturz

22.06.09 (Sven Ferchow) -
Aus tiefstem Herzen bin ich ein aktiver Daten-Rambo. Es ist mir egal, wer meine Daten an wen verkauft. Es interessiert mich nicht, wenn sich „Researcher“ ihren Tageshöhepunkt verschaffen, indem sie sich zusammen stümpern, zu welchen Tageszeiten ich bei „real“ meine „Payback-Karte“ zücke.
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: