Abschied von Sir Jeffrey Tate: «Großartiger Mensch und Künstler»


19.06.17 -
Hamburg - Mit einem bewegenden Konzert haben die Symphoniker Hamburg am Sonntagabend in der Hamburger Laeiszhalle Abschied von ihrem Chefdirigenten Sir Jeffrey Tate genommen. Der gebürtige Engländer, der das Orchester seit 2009 leitete, war am 2. Juni mit 74 Jahren in Italien an einem Herzinfarkt gestorben.
19.06.2017 - Von dpa, KIZ

«Musiker, Freund und Partner. Das ist die Quintessenz dessen, was Jeffrey Tate für uns alle war», sagte Prof. Burkhard Schwenker, Aufsichtsratsvorsitzender der Symphoniker Hamburg. Tate sei ein «großartiger Mensch und Künstler» gewesen, der die Musikwelt bewegt habe und die Symphoniker Hamburg zu dem gemacht habe, was sie heute sind.

Intendant Daniel Kühnel hielt eine sehr persönliche und bewegende Trauerrede und würdigte Tate als Menschen, «dem alle Herzen ins Reine folgten». «In den acht Jahren gab es keinen Konflikt zwischen Dirigent und Orchester. Das ist einzigartig», meinte Kühnel.

Tate habe mit seiner Arbeit bleibende Spuren hinterlassen, sagte Kultursenator Carsten Brosda (SPD) beim anschließenden Empfang. «Neues Publikum zu gewinnen und Barrieren abzubauen war Tate eine Herzensangelegenheit.» Seine musikalischen und menschlichen Werke würden noch lange nachklingen. Zuvor hatte sich Brosda wie viele andere in das ausliegende Kondolenzbuch eingetragen.

Auf dem Konzertprogramm standen Franz Schuberts «Unvollendete» und Gustav Mahlers «Neunte» (4. Satz Adagio). Die Leitung des Konzerts übernahm Ion Marin, Erster Gastdirigent der Symphoniker Hamburg. Vor dem Finale von Johann Sebastian Bachs «h-Moll-Messe» waren auf einer Leinwand Ausschnitte aus einer Probe mit Sir Jeffrey Tate und den Symphonikern Hamburg zu sehen. Am Ende gab es Ovationen im Stehen für das Orchester und seinen Maestro.

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