Christian Gerhaher mit Rheingau Musikpreis ausgezeichnet


05.12.09 -
Wiesbaden - Der Sänger Christian Gerhaher ist am Samstag im Biebricher Schloss in Wiesbaden mit dem 16. Rheingau Musikpreis ausgezeichnet worden. «Unprätentiös, authentisch und mit vorbildlicher Seriosität investiert er seine ganze Künstlerpersönlichkeit in die Musik», hieß es vonseiten der Jury zur Begründung. Seine dadurch erlangte Reife habe Gerhaher zu einem der international gefragtesten zeitgenössischen Sänger gemacht.
05.12.2009 - Von Agentur ddp, KIZ

Gerhaher habe zwar auch als Opern- und Konzertsänger große Erfolge, sagte der Heidelberger Literaturwissenschaftler Dieter Borchmeyer in seiner Laudatio. «Wenn man aber gegenwärtig vom deutschen Kunstlied redet, dann weiß jeder Kundige, dass wohl niemand dem Sänger gleichkommt, den wir heute feiern.»

Gerhaher wurde 1969 in Straubing (Niederbayern) geboren und besuchte neben seinem Medizinstudium die Opernschule der Münchner Hochschule für Musik. Mit einem Studium in Liedgesang und entsprechenden Meisterkursen spezialisierte er sich. Berühmt sind seine Interpretationen von Liedern zum Beispiel von Robert Schumann, Franz Schubert, Felix Mendelssohn oder Joseph Haydn. Begleitet wird er seit 20 Jahren von seinem Partner am Klavier, Gerold Huber. Gerhaher wurde bereits dreimal mit dem Echo Klassik ausgezeichent.

Der Rheingau Musikpreis ist mit 10 000 Euro dotiert und wurde 1994 vom Rheingau Musik Festival initiiert. Das Preisgeld wird vom hessischen Kultusministerium gestiftet.

Die bisherigen Preisträger des Rheingau Musikpreises sind Volker David Kirchner (1994), Alexander L. Ringer (1995), Gidon Kremer (1996), das Ensemble Recherche (1997), Toshio Hosokawa (1998), Tabea Zimmermann (1999), Helmuth Rilling und die Internationale Bachakademie Stuttgart (2000), das Artemis Quartett (2001), Michael Quast (2002), Peter Greiner (2003), die Deutsche Gesellschaft für Musikphysiologie und Musikermedizin (2004), Niki Reiser (2005), Hugh Wolff (2006), der Windsbacher Knabenchor mit Karl-Friedrich Beringer (2007) sowie Heinz Holliger (2008).

 

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