Ehemaliger Weimarer Kompositionsstudent Ansgar Beste erlebt Uraufführung beim Lucerne Festival


16.07.15 -
Im Februar 2015 gewann er den renommierten Delz-Preis für junge Komponisten in Basel und durfte sich über ein üppiges Preisgeld in Höhe von rund 48.000 Euro freuen. Nun wird das Gewinnerstück des ehemaligen Weimarer Kompositionsstudenten Ansgar Beste beim namhaften Lucerne Festival uraufgeführt.
16.07.2015 - Von PM, KIZ

Sein preisgekröntes Werk „In den Steppen von Sápmi“ für (präparierten) Chor a cappella erklingt in Luzern erstmals in einem Konzert des SWR Vokalensembles Stuttgart unter der Leitung von Marcus Creed.

Ansgar Beste, geboren 1981 in Malmö, hatte sein Kompositionsstudium an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar in der Klasse von Prof. Michael Obst im Jahr 2010 erfolgreich beendet.
 
Beim 6. Internationalen Kompositionswettbewerb der „Stiftung Christoph Delz“ konnte Ansgar Beste die Jury mit einem elf-minütigen Chorstück überzeugen, das auf sechs traditionellen samischen Tier-Joiken basiert. Das Volk der Samen lebt nördlich des Polarkreises und pflegt eigene traditionelle Gesänge, die so genannten Joiken. „Die Hauptidee dieses Werkes war es, diese Landschaft mit den Steppen von Sápmi zu reflektieren“, erklärt der Komponist sein Werk. Sápmi ist das samische Wort für Lappland. Joiken seien kurze Melodien, die viele Male während der Aufführung wiederholt werden. „Diese musikalische Repetitivität habe ich zum kompositorischen Prinzip für das gesamte Chorstück erhoben“, so Ansgar Beste.
 
Ansgar Beste blickt nicht nur auf ein erfolgreiches Kompositionsstudium zurück, er kann zusätzlich noch mit Abschlüssen in den Studiengängen Kapellmeister, Klavier, Musiktheorie und Kulturmanagement glänzen. Zu seinen Kompositionslehrern zählen neben Prof. Michael Obst (Weimar) auch Luca Francesconi (Malmö), Adriana Hölszky (Salzburg), Wolfgang Rihm (Karlsruhe), Hanspeter Kyburz (Berlin) und Beat Furrer (Graz). Ansgar Beste gewann mehrere internationale Kompositionspreise und Stipendien. Seine Musik wurde bereits bei Festivals in Skandinavien, Mitteleuropa und Südamerika sowie in New York aufgeführt.

Uraufführung am Sonntag, 13. September 2015 um 11:00 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum
  

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